Wenn befreundete Christen mehr und mehr nach Rechts abdriften

Liebe und Hass zerreißen ein Herz
© Public Domain / Pixabay

Eigentlich sollte mich dieses Phänomen nicht verwundern oder belasten. Und doch tut es das. Nur, wie damit umgehen? Wie umgehen mit Christen, die man schon lange kennt und die sich mehr und mehr zu Rechtspopulisten entwickeln?

Da gibt es Christen, die ich schon viele Jahre kenne. Mit denen ich in Gemeinden zusammengearbeitet habe und von denen ich dachte sie gut zu kennen. Und nun muss ich sehen, wie diese sich mehr und mehr dem Fremdenhass – insbesondere dem Hass auf „den Islam“ – öffnen.
Manche predigen und lehren über Jüngerschaft und bringen mehr und mehr Weiterlesen „Wenn befreundete Christen mehr und mehr nach Rechts abdriften“

Christen und die Flüchtlingsdebatte

Fremde-BibelIch muss sagen, dass ich mich in diesen Zeiten geradezu heftig über das ärgere, was hier in Deutschland in Bezug auf die Flüchtlingslage abgeht.
Es ist traurig und ermüdend, wie wichtige Politiker bei uns Stammtischparolen bemühen und einen Streit nach dem anderen vom Zaun brechen. Statt dass sie sich endlich vernünftig und mit der gegebenen Sorgfalt mit dem, absolut von uns zu bewältigenden, aktuellen Flüchtlingszustrom und dessen Ursachen zu befassen.
Natürlich hat unsere Bundeskanzlerin Merkel recht, wenn sie sagt: „Wir schaffen das!“. Warum auch nicht? Tatsächlich ist die Zahl der Flüchtlinge für uns wirklich kein so großes Problem – da hat Deutschland schon ganz andere Zahlen bewältigt. Das momentane Problem sehe ich hier lediglich in dem akuten Flüchtlingsaufkommen an unseren europäischen Grenzen. Es ist schlicht zunächst ein Organisations- und Logistikproblem. Innerhalb Deutschlands und nicht zuletzt Europa bedarf es einer vernünftigen Lastenaufteilung zwischen Kommunen, Bund und Ländern.
Also endlich mal ran an die wesentlichen Dinge und Schluss mit dem Buhlen um im Denken rechtsversiffter Wähler!

Das Pegida, AfD und Konsorten sich mit einer unglaublichen Dreistigkeit in unserer medialen Öffentlichkeit breit machen können, ist bereits unerträglich. Entsteht doch so der Eindruck, es gäbe tatsächlich Mehrheiten für dieses braune Gedankengut in unserer Gesellschaft. Ein sehr gefährlicher Eindruck, weil es zu viele, des Denkens zu faule, Stammtischparolisten gibt, die diesen Eindruck auch noch glauben. Noch nie habe ich erleben müssen, wie braune Dummheit so leicht von Menschen aufgenommen wird, die eigentlich in der Lage sein sollten, diesen Schwachsinn als solchen mühelos zu entlarven.

Was für mich allerdings noch unerträglicher ist, sind diejenigen, die sich Christen nennen – insbesondere die aus den chr. Kreisen, Weiterlesen „Christen und die Flüchtlingsdebatte“

Barna-Studie im Selbstversuch

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© by Barna Group

Das amerikanisch christliche Institut Barna Group hat eine Studie gemacht, welche sie hier einmal selbst ausprobieren können, um zu sehen, wo sie vergleichsweise stehen.

Es ging in der Studie darum herauszufinden, ob die Haltungen und die Handlungen der Christen eher Jesus ähnlich sind oder eher den der Pharisäer ähneln.

Um die Studie selbst auszuprobieren, gehen sie folgendermaßen vor:

Geben sie jeder der 20 Fragen einen Wert zwischen 0 = „stimmt nicht“ und 3 = „stimmt völlig“.

Fragebogen: Weiterlesen „Barna-Studie im Selbstversuch“

Das andere aber ist dem gleich

Barmherziger Samariter
© Dieter Schütz / pixelio.de

Bei Rolf Krüger habe ich einen interessanten Artikel zu der Frage der ersten beiden Geboten gefunden.
Gott von ganzem Herzen und aller Kraft zu lieben und auch den Nächsten zu lieben wie sich selbst. Gerade Christen, die ihren Glauben besonders ernst leben wollen, entgeht oftmals die Verbindung zwischen diesen Geboten. Sie neigen dazu, im ersten Gebot stehen zu bleiben und missen, trotz vieler Bemühung, dass zweite.

Hier der Artikel auf dem Blog „Auf’n Kaffee“:
“Das andere aber ist dem gleich”: Die eigentliche ethische Revolution Jesu
….Und lassen wir beim Begriff “Fundamentalist” mal alle Emotionen und alle negativen Vorurteile beiseite. Fundamentalist ist erst einmal jeder, dessen Glaube auf einem festen Fundament steht, von dem er nicht bereit ist, abzuweichen und das seiner Meinung nach für alle Menschen verbindlich ist. Gerade deshalb sind Fundamentalisten normalerweise sehr menschenzugewandt. Der Andere liegt ihnen am Herzen. Er fragt, was gut für den Anderen ist, wie es ihm wohl ergeht. Das Wohl des Anderen allerdings vermutet er in den Weisungen Gottes, so wie er diese aus seiner Heiligen Schrift versteht. Er stellt also Gottes Willen bewusst über sein eigenes, menschliches Empfinden. Das macht ihn nicht automatisch zum gefühlskalten Monster… Weiterlesen „Das andere aber ist dem gleich“

Brot am Haken

Brot
© knipseline / pixelio.de

Hilfe für Bedürftige sollte uns Christen immer ein Anliegen sein. Natürlich gibt es da solche Werke wie „die Tafel“ und ähnliches. Das ist gut und wertvoll. Dennoch sollte direkte Hilfe auch einfacher möglich sein.

In der „Wandsbäckerei“ in Hamburg hat die Familie Özer einen sehr einfachen Weg gefunden, den sie aus Istanbul kannten: Das „Brot am Haken“
Das Prinzip ist einfach: Wer dort einkauft kann zusätzlich ein Brot, Brötchen oder Kaffee „für den Haken“ kaufen. Dann wird ein entsprechender Kassenbon an einen der extra angebrachten Haken aufgehangen und jeder, der Bedürftig ist, darf sich dort bedienen.
Pro Woche würden vier bis fünf solcher Gutscheine eingelöst, berichtet das Ehepaar. Weiterlesen „Brot am Haken“

Respekt

Respekt
… scheint etwas zu sein, was wieder einer neuen Beachtung wert ist. War früher dieser Begriff hauptsächlich mit Angst verbunden und dem unterwerfen unter höhergestellten Personen der Gesellschaft, hat sich das Verständnis in den heutigen Tagen geändert. Eine einheitliche Definition ist aber nicht vorhanden.

1977 beschrieb der amerikanische Philosoph Stephen L. Darwall in einem Aufsatz zwei Arten von Respekt: den wertschätzenden und den anerkennenden Respekt. Seine Definition wurde seither von anderen übernommen. Die Forscher der Hamburger RespectResearchGroup nennen diese zwei Respektformen zum einen den „horizontalen“ oder „anerkennenden Respekt“ und zum anderen den „vertikalen“ oder „bewertenden Respekt“. Beim „horizontalen Respekt“ muss eine Person nichts erfüllen oder leisten, damit sie respektiert wird. Hier wird dem gegenüber also Respekt allein aufgrund der Tatsache erweisen, dass es existiert. Jedem Menschen oder Lebewesen wird damit eine Achtung gewährt, die auf der Würde des Individuums erbracht werden sollte. Beim „vertikalen Respekt“ handelt es sich um einen verdienten Respekt, den man sich durch sein Verhalten oder seine Leistungen erworben hat. Weiterlesen „Respekt“