Sind die üblichen Gottesdienstfeiern kontraproduktiv?

berlinjc

Ich greife den Kommentar von Charly auf, der schreibt:
„Ich selbst gehe sogar noch weiter und stelle die Frage, in wie weit unsere Gottesdienstkultur echte Gemeinschaft unter den Christen sogar verhindert. Ich bin überzeugt, sie tut es!“

Das hat mich wieder einmal in’s Nachdenken gebracht.

Hier habe ich dargestellt, dass ein wesentliches Merkmal von Gemeinde die Gemeinschaft ist.
Es geht um das Miteinander, Füreinander und Zusammensein.
Konkret heißt es:
– Ermutigt einander
– Lehrt einander
– Helft einander
– usw.

Das sind Tätigkeiten, die Zeit brauchen.
Wenn ich jemanden helfen will, muss ich wissen, ob er Hilfe braucht und wenn ja, was für Hilfe er braucht. Kurzum: Ich muss den anderen kennenlernen.
Aus unserer menschlichen Praxis wissen wir, dass das Kennenlernen ein Prozess ist. Und je nach zwischenmenschlicher Chemie braucht es einige Wochen oder manchmal auch Jahre, um den anderen zu verstehen.
Oft durchläuft der Kennenlern-Prozess mehrere Phasen:
–…

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Vertrauensverlust in Gemeinden

© DeIgnis

Im aktuellen de’IGNIS-Magazin beschäftigen sich verschiedene Autoren mit dem Thema rund um: „Beziehungslos – Orientierungslos – Haltlos – Auswirkungen auf Gesellschaft und Psyche“
Das Heft kann hier online gelesen werden.
Mit dabei ist ein Artikel mit der Überschrift: „Vertrauen und Vertrauensverlust in Kirchen und Gemeinden“ (Seite 22-24), welcher sich mit dem Phänomen beschäftigt, dass sich immer mehr Christen von den institutionellen und programmorientierten Gemeinden abwenden. Dieser Artikel ist zur Diskussion gestellt und Feedback ist erwünscht.

Winfried Hahn spricht offen an, dass immer wieder Menschen in christlichen Gemeinden verletzt und enttäuscht werden. Das Resultat ist zunehmend, dass sich diese Menschen von den Gemeinden abwenden – wie wohl sie sich nicht von ihrem Glauben abwenden. Er verweist auch auf die Ausgabe der Zeitschrift Charisma, die sich auch mit dem Thema beschäftigt.

Die Ursachen sucht er drei Aspekten:

  • Allgemeiner Trend zur Unverbindlichkeit
  • Oberflächliche und unehrliche Beziehungen
  • seichte Verkündigung

Weiterlesen „Vertrauensverlust in Gemeinden“

Charisma- gemeindelose Christen?

© charisma

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Charisma – come Holy Spirit“ ist das Titelthema „Gemeindelose Christen?“ Ein Grund für mich hier darauf hinzuweisen und ein paar Worte darüber zu verlieren.
Ich war positiv überrascht zumeist recht positive Artikel über die Christen zu finden, die in zunehmender Menge ihr Leben als Christ außerhalb institutioneller Gemeinden leben.

Gerhard Bially, der Herausgeber der Charisma, schreibt im Editorial u.a.:
Die ganze Sache ist einerseits besorgniserregend, enthält aber auch ein Erneuerungspotenzial. In der vorliegenden „Charisma – come Holy Spirit“ möchten wir diesen Querdenkern eine Stimme verleihen.

Auf Seite 9 schreibt Emmerich Adam u.a.:
Als wir während einer Redaktionssitzung diese Ausgabe vorbereiteten, nannten wir das Titelthema salopp „Gemeindelose Christen“. Bei der näheren Beschäftigung mit dem Thema merkten wir: Es geht um etwas anderes …

Zunächst steigt er in das Thema mit den gängigen Vorurteilen ein, die es über Christen außerhalb institutioneller Gemeinden so gibt.
Christen, die persönlich an Jesus glauben, beten, die Bibel lesen und sich Predigt-Videos im Fernsehen oder Internet anschauen – dies alles aber allein für sich „im stillen Kämmerlein“ tun. Mit anderen Christen pflegen sie keine verbindliche Gemeinschaft. Vielleicht gehen sie von Zeit zu Zeit auf eine Konferenz, ab und zu besuchen sie vielleicht sogar einen Gottesdienst ihrer Wahl, aber es bleibt punktuell und unverbindlich, tiefere Beziehungen zu Mitchristen werden dabei nicht eingegangen. Weiterlesen „Charisma- gemeindelose Christen?“

heilige Begegnungen?

cafeszene
© N.Wegner / pixelio.de

Ich bin immer wieder mit Christen zusammen. Nicht nur Christen aus Hausgemeinden oder einfachen Gemeinden. Natürlich auch mit Christen, die in institutionellen Gemeinden sind. (Also das, was allgemein „Gemeinde“ genannt wird.) Immer wieder spüre ich, dass die Art des Zusammentreffen bei so vielen Christen bestimmten Bewertungen unterliegt. Das waren dann wichtige Treffen, diese weniger wichtige, solche tragen in sich mehr „Heiligkeit“ wie wieder andere….

Ist es nicht so, dass bestimmte Elemente oft erwartet werden um ein Zusammentreffen von Christen als ein vollwertiges Gemeindetreffen zu werten? Was darf dabei nicht fehlen? Muss die Gitarre ausgepackt werden und wenigstens zwei Anbetungslieder gesungen werden? Muss ein solches Treffen in bestimmten (mehr sakraleren) Räumlichkeiten stattfinden? Wird ein Treffen von Christen erst dann zu einem Treffen der Gemeinde, wenn man zusammen betet oder gemeinsam in der Bibel gelesen hat? Oder müsste eine bestimmte Mindestanzahl von Christen in dem Treffen sein, damit es ein Treffen der Gemeinde gewesen sein kann? Reichen da nicht zwei oder drei? Was macht ein Zusammentreffen von Christen eigentlich zu einem heiligen Moment? Weiterlesen „heilige Begegnungen?“