EKD gegen Judenmission

Davidsstern
© Public Domain by pixabay

Auf der Synode der Evangelischen Kirche (EKD) in Deutschland 2016 wurde nach ausführlicher Diskussion eine Kundgebung verabschiedet, in der es heißt: „Christen sind – ungeachtet ihrer Sendung in die Welt – nicht berufen, Israel den Weg zu Gott und seinem Heil zu weisen“. ( hier nachzulesenArtikel auf evangelisch.de )
Dort wurde unter anderem gesagt, es sei absurd, „wenn Christen Juden davon zu überzeugen versuchen, dass sie sich zu Jesus Christus bekehren müssten.“
Der Zentralrat der Juden hat diese Kundgebung ausdrücklich begrüßt. (hier nachzulesen)

Wenn etwas als absurd zu bezeichnen ist, dann die Meinung, Christen hätten das Evangelium nicht auch den Juden zu predigen. Das theologische Gehampel, welches man bei der EKD als Begründung dazu findet, ist eindeutig als ebenso absurd abzulehnen. Immerhin wird diese Haltung nicht von allen Theologen der EKD geteilt. Einen recht guten Kommentar dazu findet man hier auf pro.

Wer die Bibel zu lesen vermag, wird nicht umhin kommen eindeutig und klar im NT zu lesen, dass Jesus zuerst zu den Juden kam, zuerst Juden Juden missioniert haben und erst darüber hinaus das Evangelium auch den Heiden und damit allen Menschen ohne Ausnahme gilt. Da gibt es nichts zu deuteln. Auch unsere junge Vergangenheit mit der Schuld, welches sich das deutsche Volk gegenüber den Juden aufgeladen hat, ändert nichts an der klaren und eindeutigen Aussage des Evangeliums.

Richtig ist, dass wir Heute unter dem Begriff „christliche Mission“ nicht weiter einen Export westlicher Kultur zu verstehen haben. Wir sollten verstanden haben, dass das Evangelium in die Kulturen hinein gepredigt werden und nicht diese Kulturen ersetzen soll.
Hier zeigen die messianischen Juden in guter Weise auf, wie das Evangelium in der jüdischen Kultur gelebt werden kann.
Gerade diese messianischen Juden werden nicht nur von Juden ausgegrenzt, sondern auch von der EKD. Das fromme Juden ein Problem damit haben, dass gerade Jesus ihr Messias sein soll, ist nachvollziehbar und so alt wie das Christentum. Doch das nun Christen andere Christen ausgrenzen, um sich entgegen des eigenen Evangeliums Andersgläubigen anbiedern zu wollen, ist abzulehnen.

Von daher stelle ich mein klares Ja gegen das Nein zur Judenmission. Und ich bekenne, dass ich es abstoßend empfinde, wie sich die EKD mehr und mehr von ihrem ursprünglichen Glaubensbekenntnis hin zu einer spirituellen Beliebigkeit abwendet.
Wir sollen allen Menschen das Evangelium predigen. Wer sich dessen schämt, der sei an die Worte Jesus erinnert:
Mt 10:32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 33 Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. (Rev.Elb.)

Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

1 Kommentar zu „EKD gegen Judenmission“

  1. Sehr gut geschrieben! Diese Entwicklung ist wirklich sehr bedenklich und im Prinzip ein Stück weit ein verleugnen des missionsbefehls.
    Paulus lebte auch weiter als Jude, legte nicht alle jüd. Traditionen ab. Schließlich ist das Christentum kein Ersatz des Judentums, sondern eine Erfüllung der jüdischen Prophezeiungen etc.
    Sehr schade, dass man sowas von oberster Stelle verneint.

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s