Auch Bibel-Apps können Spyware sein

Spionhandy
© Public-Domain via Pixabay

In der Pro ist jetzt zu lesen, das herausgefunden wurde, dass auch diverse Bibel-Apps für Handy und Tablets die Nutzer ausspionieren.

Zitat aus Pro (Klick zum Artikel):

Wer sich eine Bibel-App auf sein Smartphone lädt, muss damit rechnen, sich einen kleinen Spion zu installieren, der das Verhalten des Nutzers ausspioniert und Daten an Dritte weitergibt. Eine amerikanische Sicherheitsfirma hat die Apps mit heiligen Texten des Christentums, des Islam und des Judentums analysiert und ist zu erschreckenden Ergebnissen gekommen. …

Es stellte sich heraus, dass eine alarmierende Anzahl von Apps Daten des Nutzers stehlen, seinen Aufenthaltsort verfolgen, auf Kontakte zugreifen oder sogar selbst unerlaubte Anrufe durchführen können. Man sollte sich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen, warnen die Experten: Besonders Bibel-Apps enthalten Schadcode.

Als schadhaften Code definieren die Experten der Firma Proofpoint mit Sitz in Kalifornien Programmcode, der versucht, das mobile Betriebssystem auszunutzen, um auf Daten und Dienste zuzugreifen, für die er keine Berechtigung hat. Bibel-Apps enthielten einen vergleichsweise hohen Anteil an schadhaftem Code und waren Spitzenreiter unter allen Kategorien.

App liest mit

Unter den Apps mit heiligen Schriften sind Bibel-Apps die am meisten genutzten. Eine der überprüften Bibel-Appsverzeichnet bislang über 50 Millionen Downloads, drei weitere über fünf Millionen, und 17 Bibel-Apps wurde einzeln über eine Million Mal heruntergeladen. Proofpoint analysierte über 5.600 einzelne Bible-Apps (4.154 für Android; 1.500 für iOS). Von ihnen enthalten 208 Schadsoftware. 140 sind als Risiko-App eingestuft, alle sind für das Android-Betriebssystem programmiert.

„Viele Bibel-Apps haben keine Datenschutzrichtlinie“, kritisiert Proofpoint. „Das passt, denn viele Apps senden Daten über User in verschiedene Länder, einige kommunizieren mit über 50 Servern. Viele enthalten eine große Bandbreite an Werbung und Anbindungen an Soziale Netzwerke, was das Risiko der Preisgabe von Daten für den Nutzer dramatisch erhöht.“ Alles in allem kommunizierten Bibel-Apps mit über 2.500 Servern in 42 Ländern.

Eine der beliebtesten Bibel-Apps sendet Daten an 16 Server in drei verschiedenen Ländern. Sie liest die SMS-Nachrichten der Benutzer, das Adressbuch sowie Geräte- und Telefondaten, versucht, mit anderen Apps zu interagieren und kann sogar Telefonanrufe vornehmen. …

Kevin Epstein von Proofpoint warnt: „Bei schadhaften Apps scheint nichts heilig zu sein. Die erschreckend weite Verbreitung von Riskware in Apps für religiöse Schriften ist ein weiterer Beweis dafür, dass Mobilbenutzer – und ihre Arbeitgeber – ein sehr viel höheres Sicherheitsbewusstsein an den Tag legen müssen.“

Es gilt also, wie immer, wenn man (besonders kostenlose) Software benutzt, genau darauf zu achten, was diese mit meinen Daten macht. Leider gibt es anscheinend keine Liste der geprüften Programme. So weiß man nicht, ob die bisher genutzte Bibel-App sicher ist oder nicht. Eine Bible-App möchte ich jedoch empfehlen, weil sie meines Wissens nach nicht nur sicher, sondern auch gut ist. Sowohl für PC als auch Andoid und iOS: Online Bibel für PC & als App
Nein, ich bekomme nichts für die Empfehlung hier, ich benutze dieses Programm seit Jahren mit Gewinn auf meinem PC und kann es daher empfehlen.

Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

2 Kommentare zu „Auch Bibel-Apps können Spyware sein“

  1. Leider werden keine genauen Angaben in dem verlinkten Artikel gemacht, welche Apps betroffen sind. Es ist eine pauschale Behauptung, die jeder machen kann, wenn man nicht Ross und Reiter nennt. Es kann auch ein genialer Marketing-Coup sein. Bei so viel Nutzern nicht weit hergeholt. Und wenn man mal googelt, verstärkt sich der Eindruck…

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    1. Hallo Deborrah, ich finde es auch schade, dass keine Liste veröffentlicht wurde. Bei insgesamt 5654 geprüften Bibel-Apps würde die aber auch sehr unübersichtlich. Lediglich 348 davon wurden als bedenklich eingestuft. Davon waren auch nur 140, die mit hohem Risiko eingestuft wurden.
      Du kannst gerne der amerikanischen Firma, die diesen Test gemacht hat, eine Mail schicken. Ggf werden die dir dann die Liste der geprüften Apps zuschicken: http://www.proofpoint.com/us/contact-us
      Verschwörungen bei solchen Dingen zu wittern halte ich für unangebracht. Aber du kannst auch gerne Betrügern auf dem Leim gehen, die dir mit frommen Worten garniert ihre Spyware aufs Handy oder Tablet oder PC laden. Wenn es dir lieber ist ausspioniert und betrogen zu werden, musst du solchen Test sicherlich keinen weiteren Glauben schenken.😉

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