Salafisten in Mönchengladbach VII

© Charly Lücker

Es ist relativ ruhig um die Salafisten in Mönchengladbach geworden. Wie ich es im letzten Beitrag schon aufzeigte, haben sich die Aktivitäten rund um Pierre Vogel auf andere Städte verlagert. Keine der Versuche durch Behörden die Auftritte von ihm zu verhindern waren letztlich wirksam. Immer wieder mussten Gerichte aufzeigen, dass Stadtbeamtete weniger Ahnung von freiheitlicher Demokratie haben, als man es von ihnen erwarten sollte.

Pierre Vogel war zweimal in Begleitung äußerst fragwürdiger Prediger, von dem einem sogar nach dem Auftritt ein Einreiseverbot nach Deutschland ausgesprochen wurde.  Auch wenn die Inhalte der Reden harmlos erscheinen mögen, bildet diese islamische Subkultur den Nährboden für Intoleranz, Gewalt und Terror – und zwar sowohl bei den islamistischen Moslems, als auch bei ihren Gegnern.

Dieser Nährboden für Gewalt findet auch in mehreren vermutlichen Brandanschlägen auf die Moschee der Salafisten in MG seinen Ausdruck. Natürlich gibt es nun auch so Einige aus den Stammtischfraktionen, die genau wissen wollen, dass die Salafisten selbst diese Brände gelegt haben. Statt sich klar von jeglicher Art von Gewalt zu distanzieren, wird diese auch noch mehr oder weniger direkt bejubelt. Es gibt von behördlicher Seite anscheinend noch keinerlei Erkenntnisse, ob es Brandanschläge waren oder nicht.  Ein Schelm, der hier eine bewusste Trägheit bestimmter Beamten vermuten will.

Mehrere Politiker haben sich nun zum Thema gemeldet und zum Beispiel von der Einrichtung einer Ausstiegshilfe für Anhänger der Salafisten und anderen Aktionen ähnlicher Art gesprochen.
Wilfrid Schultz, der Stammtischpolitiker aus Eicken, hat nun auch seine Partei, „Die Bürgerlichen“ gegründet. Auf seinem Blog kann man verfolgen, dass sich die Ziele und Äußerungen dieser Partei auf genau dem genannten Niveau befinden.

Derweil feiern die Salafisten immer wieder öffentliche Konvertierungen zum Islam. Genau hier setzen aber meine Überlegungen an.
Je mehr ich vom Islam erfahre, wundere ich mich, warum Menschen dazu konvertieren. Natürlich betrachte ich das aus meinem Standpunkt als Christ, der sich seiner Erlösung durch Jesus Christus sehr bewusst ist. Von daher sind mir so manche Strukturen, Haltungen und Dynamiken innerhalb der Salafisten nicht unbekannt. Unter anderem Vorzeichen gibt es ähnliche in allen fundamentalistischen Bewegungen. Auch bei politischen Gruppierungen und Genderbewegungen – lange nicht nur bei religiösen Gruppen.

Die doch hohe Zahl der zu dieser sehr konservativen und fundamentalistischen Form des Islam Konvertierenden zeigt mir, dass eine gute Zahl von Menschen in unserer Gesellschaft nach Werten und Strukturen suchen, die sie bei den Salafisten finden. Offensichtlich haben vor allem auch junge Menschen unter uns ein starkes Bedürfnis nach klaren Werten und Lebensstrukturen. Was aber ist die Reaktion unserer Gesellschaft darauf?
Unsere Gesellschaft zeigt sich eher vehement bemüht das von sich wegzudrücken, welches immense Defizite in ihr aufzeigt, als sich gerade diesen Defiziten und den damit verbundenen Fragen zu stellen. Ausgrenzung statt Auseinandersetzung.

In der mehr und mehr um sich greifenden Pseudotoleranz unserer Gesellschaft finden die Menschen keine verbindlichen Werte mehr. Ja es ist vielmehr so, dass eigene Meinungen unterdrückt werden, so sie nicht der angesagten und recht wechselhaften „politischen Korrektheit“ entsprechen. Wer sich öffentlich zu seiner Meinung stellt, die nicht dem angesagten Mainstream entspricht, sieht sich mit einer Flut, teils völlig intelligenzfreien, Widersprüche und Anfeindungen ausgesetzt. In unserer Gesellschaft werfen Menschen, incl. der Medien, mit Vorliebe mit Begriffen um sich, die sie schlicht nicht verstehen. Hauptsache es macht Stimmung.
So meine ich, dass Politiker sich weniger mit einer Aussteigereinrichtung für Salafiten beschäftigen sollten, sondern eher damit, warum unsere Gesellschaft bei all ihrer „Fortschrittlichkeit“ ihren Kindern nicht den Halt bieten können, den sie offensichtlich suchen. Und somit die hohe Zahl der Einsteiger begründet.
Na klar, sich auf andere einschießen und diese zum Buhmann zu machen ist natürlich viel einfacher und bedarf kaum Hinrschmalz.

Derweil üben sich die Christen darin, treudoof politisch korrekt, ihre Werte und ihr Selbstverständnis abzubauen und einer Willkürlichkeit Raum zu geben. Dabei hätte das recht verstandene Christentum durchaus diesen suchenden jungen Menschen viel anzubieten. Statt den teils albernen Bemühungen von Kirchen und Gemeinden Jugendlichen eine fromme „Partykultur“ anzubieten, sollten diese sich besser darauf besinnen, dass der christliche Glaube sehr deutliche und klare Werte und Strukturen hat. Dazu müssten sich die Christen auch dazu stellen und nicht endlose Diskussionen unter anderem mit solchen „Theologen“ führen, die eine Menge zu wissen scheinen, nur nichts von dem, an das sie angeblich glauben.

Gerade im Hinblick auf die Botschaft, die mir die Konvertiten zum Islam vermitteln, frage ich mich wo eigentlich die evangelikalen Christen sind? Wir werden eh schon, auch von intelligenzbefreiten Strömungen,  zu einem der Schreckensgebilden unserer Gesellschaft gemacht. Wenn der Ruf also eh schon „ruiniert“ ist, was hindert uns daran laut und klar zu den Werten zu stehen, die wir in unserem Glauben finden? Oder haben wir garkeine und spielen nur etwas fromm so vor uns hin? Haben wir gar Angst davor, dass wir auch zum Ziel solcher Stammtischpolitiker mit ihren Bürgerbewegungen werden könnten?

In der gesamten Zeit, in der die Gemeinde Jesu existiert, werden Christen wegen ihrer Überzeugung verfolgt und getötet. Die wirkungsvollste Verfolgung scheint aber zu sein, den Weg unserer Gesellschaft zu gehen. Eine schleichende Verpflichtung in der Gesellschaft zu einer pseudotoleranten Liberalität, eine öffentliche Diskriminierung aller, dem Mainstream abweichenden Meinungen und deren Vertreter und das heuchlerische Versprechen, man könne „dazu gehören“ wenn man nur die richtige Haltung zeigt.
Das Ergebnis: Christen die sich fast schon dafür schämen, Christen zu sein. Gemeinden, die einen Weg suchen in ihrer Stadt möglichst nicht aufzufallen und von daher keine Meinung zu irgendwelchen Dingen in ihrer Gesellschaft haben.

In der Beschäftigung mit diesen Salafisten wurden mir mehrere Dinge deutlich:

  • Die klare Gefahr, die durch gewaltbereiten Fundamentalismus ausgeht, geht eben nicht nur von ihm selbst aus, sondern auch von einer Gesellschaft, die sich blind und mit mangelnder Intelligenz gegen diesen Fundamentalismus stellt. Hier muss man festhalten: Wer letztlich dieselben, ideologisch fundierten und motivierten Methoden nutzt um gegen etwas zu sein, macht sich nur zum Bestandteil dessen, wogegen er sein will.
  • Die Menschen unserer Gesellschaft sind auf der Suche nach Halt und Überzeugungen, Strukturen und Werten, die von der Gesellschaft selbst mehr und mehr verweigert werden.
  • Obwohl wir in dem sogenannten „Informationszeitalter“ leben, scheint gerade qualifiziertes Wissen mehr und mehr verloren zu gehen.
  • Penetrante und mutig gemachte Präsenz im Internet und Medien zeigen ihre Wirkung. Wie man es in der Werbung schon kennt: Auch negative Berichterstattung ist deutlich wirksamer wie keine Berichterstattung.
  • Unsere Medien sind zu einem großen Teil nicht glaubwürdig und glänzen mit mieser Recherche. Ganz klar wird sichtbar, dass Medienmacher auch Stimmungsmacher sind. Neutrale Berichterstattung bekommen nur wenige hin, viel zu wenige!
  • Und die Politiker scheinen viel zu sehr damit beschäftigt zu sein ihre Pfründe für die nächsten Wahlen zu sichern, als dass diese helfen könnten, der Bevölkerung eine Orientierungshilfe zu sein.

Sicher bin ich mir dem Gewaltpotential bewusst, welche von Islamisten ausgeht. Natürlich ist es notwendig, dass sich unsere Gesellschaft davor schützt. Nur ist tumpe Ausgrenzung eher ein Nährboden für diese Gewalt. Offene Kommunikation, gepaart mit deutlicher Grenzsetzung, scheint mir der wesentlich bessere Weg zu sein.

Christen fragen mich, ob ich keine Angst davor hätte, dass unsere Gesellschaft islamisiert werden könnte. Dazu kann ich klar sagen: Nein! Im Moment kann ich diese Gefahr nicht erkennen.
Denn unsere Gesellschaft ist weit davon entfernt durch einen religiösen Kult eingenommen zu werden. Vielmehr zerstört sie äußerst wirksam alles, was zu starken Wertegemeinschaften werden könnte. Auch der Islam, der in unserer westlichen Gesellschaft gelebt wird, wird sich dem nicht entziehen können. Daran ändern letztlich auch fundamentalistische Gruppierungen nichts. Ich glaube dass es gut sein könnte, dass wir vor einer neuen Bürgerbewegung stehen. Nur wohin bewegt sich diese? Nach welchen Werten richten diese sich aus?

Diesen Christen stelle ich wiederum eine Frage: Wo bist du? Bist du samt deiner Überzeugungen sichtbar und bemerkbar, wenn Teile unserer Gesellschaft sich mit solchen Themen auseinandersetzt? Findet man dich bei Demonstrationen auch auf der Straße und ist dein Auftreten so gestaltet, dass dein Glaube attraktiv erscheint?
Und last but not least: Wie ist es bei mir?

Fortsetzung

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

9 Kommentare zu „Salafisten in Mönchengladbach VII“

  1. Nun zeigt sich in einer Replik auf meinen Beitrag hier, auf welch niedrigem intellektuellen Niveau so mancher Vertreter von den Bürgerinitiativen ist:
    So schon der viel sagende Titel der Replik: „Charly Lücker und sein Hass auf die Salafisten-Gegner“
    Wer in meinen Kommentaren einen angeblichen „Hass auf Salafisten-Gegner“ findet, zeigt meiner Meinung nach genau das mangelnde intellektuelle Einfühlungsvermögen auf, welches ich immer wieder anprangere. Fakt ist jedenfalls, dass ich von einem solchen Hass ewig weit entfernt bin.

    Da wird geschrieben:

    Darüber, das er vor Monaten die BI-Demo vom 26.03.11 mit der Reichskristallnacht vom 09.11.38 verglichen hat, will ich ja gar nicht erst reden – derlei perverses Gedankengut kennen wir von „unserem“ Charly inzwischen ja zur Genüge.

    Peinlich daran ist, dass W. Schultz auf seinem Blog von dieser Demo als die „größte und mächtigste Demonstration seit Menschengedenken“ in MG gesprochen hat – und damit stellt er diese Demo in den direkten Vergleich zu der tatsächlich größten Demo (immerhin mit ca. 20.000 Menschen) in Mönchengladbach-Rheydt bei einer Rede von Göbbels, während des Hitlerregime.
    Das mein Empfinden während der Demo mich an die Propaganda rechter Gruppierungen erinnerte, lag dann wohl mehr an der Stimmung, die dort anzufinden war. Auch andere Anwesende haben mir gesagt, dass sie dies an dieselbe Sache erinnerte. Wem das nicht passt, sollte sich fragen, warum dort eine solche Stimmung gemacht wurde.

    Im Übrigen zu „unserem Charly“: Ich wüsste nicht, dass Jemand aus den beiden Bürgerinitiativen mit mir jemals nachhaltig das Gespräch gesucht hat. Ich selbst habe lediglich ganz am Anfang mal Gespräche mit einzelnen Teilnehmern der Demos führen können. Also mit „unserem Charly“ ist das wohl dann nichts. Und solch plumpe Anbiederungen zeigen wieder nur das niedrige Niveau auf. Mit so billigen rhetorischen Tricks kann man mich nicht beeindrucken.

    Weiter schreibt „Fiat iustitia“ (wobei diese Person nicht einmal die Achtung vor denen, über die sie herzieht, besitzt, selbst mit Klarnamen aufzutreten!):

    Natürlich glaube auch ich, das die Salafisten den Brand selber gelegt haben. Warum „natürlich“? Weil sich die Salafisten schon seit Monaten als „Opfer“ inszenieren – und somit logisch alles „paßt“.

    Weiter ergeht sie sich in wilden Behauptungen, für die sie eben keinen Beweis erbringen kann.
    Damit entlarvt sich diese Person in ihrem Denken selbst, würde ich meinen. Beweise? Wer braucht sowas schon? Ein simples, aufgeheiztes Gemüt scheint da völlig ausreichend zu sein um Andere abzuurteilen. Und Dann beschwert sie sich darüber, wenn ich von „Stammtischniveau“ schreibe?

    Weiter schreibt sie:

    Und warum Herr Lücker sich zu der Behauptung versteigt, hier hätte jemand Gewalt „mehr oder weniger direkt bejubelt“, erklärt er dem staunenden Leser natürlich nicht.

    Dem kann abgeholfen werden: Man lese nur die ausufernden Kommenatre auf die RP-Online-Artikel, an denen sich auch ein „Fiat iustitia“ reichlich beteiligt. Dort ist der Jubel offenkundig!

    Am interessantesten jedoch finde ich, das uns Herr Lücker am 7. Juni erzählt, es gäbe von behördlicher Seite noch keine Erkenntnisse, ob es Brandanschläge waren oder nicht. Der Charme dieser Darstellung liegt nämlich darin, das uns die Rheinische Post bereits in den Morgenstunden des 6. Juni erzählt hat, das es laut Polizei keinerlei Hinweise auf Brandstiftung gibt.

    Diese Meldung habe ich auf RP-Online nicht gefunden. Oder gibt es einen Link, den ich noch nicht kenne?

    Weiter:

    Plumpe Hetz-Parolen auf dem Niveau von Antifa, Salafisten & Co. kamen erst später.

    Ja stimmt, und zwar reichlich auch von Seiten der selbsternannten Salafisten-Gegner. Da tut sich jetzt keiner besonders heraus.

    Es ist schon fast peinlich mitzuerleben, wie sich selbsternannte „Gesellschaftsschützer“ darstellen. Das mitzuerleben ist für mich eins der erschreckendsten Dinge dabei. Denn das zeigt mir, wie leicht es in unserer Gesellschaft auch Heute immer noch ist, lediglich mit plumper Stimmungsmache brandgefährliche Situationen zu erzeugen und wie leicht Menschen hinter Parolenschwingern auf Stammtischniveau herlaufen. 😦
    Diese Dynamik, in der man sich ganz leicht wiederfinden kann, wenn man sich nur genug „auf die richtige Seite“ stellen will, beschreibt exemplarisch das Stanford-Prison-Experiment. Ausführlicher kann man dies hier nachlesen.
    Wir sollten sehr sehr vorsichtig damit sein, wenn wir solche Extreme schaffen. Denn dann kann sich keiner mehr sicher sein auf der „richtigen Seite“ zu stehen!

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  2. Wie zu erwarten gab es auf meinen letzten Kommentar wieder eine Replik
    Leider ist darin in keiner Weise zu erkennen, das der Autor zunächst über seine Äußerungen nachdenkt, sondern es vorzieht – eben genau nach der Manier wie sie an Stammtischen üblich ist – mich in pers. Weise anzugreifen. Schwach mein Lieber, sehr schwach!

    Bezeichnend finde ich, dass der Autor der Repliken mir vorwirft nicht richtig zu lesen, aber offensichtlich des Deutschen nicht mächtig genug erscheint, bestimmte grammatikalischen Formen zu erkennen. So das z.B. eine Person ebenfalls mit „sie“ betitelt wird und nicht nur eine Frau. Das ich keinesfalls meine Überlegungen zu den Gewaltakten als belegte Fakten bezeichnet, sondern sie vielmehr nur geschildert und meine Gedanken dazu geäußert habe. Des weiteren habe ich nicht geschrieben, dass „Fiat iustitia“ in den Kommentaren bei RP-Online den Brandanschlag bejubelt hätte, sondern das es dort einen mehr oder weniger deutlichen Jubel gab – von wem auch immer. Und das eine Person „Fiat iustitia“ dort ebenfalls schreibt.
    Mich nun mit Paragraphen des StrGB zu bedrohen, zeigt wieder einmal, wie Recht ich damit habe, das Fanatismus nur Fanatismus zeugt. Ganz ehrlich? Solche Drohungen beeindrucken mich ganz und garnicht, sie belegen nur mal wieder dieses niedrige intellektuelle Niveau. Auch Ausflüge in die Nutzung wohl kaum verstandener psychologischer Begriffe sollte man sich sparen, wenn man ernst genommen werden will.

    Gerne wiederhole ich nochmal meinen Hinweis, den ich solchen „Gesellschaftsschützern“ unbedingt ans Herz legen möchte:
    Diese Dynamik, in der man sich ganz leicht wiederfinden kann, wenn man sich nur genug „auf die richtige Seite“ stellen will, beschreibt exemplarisch das Stanford-Prison-Experiment.
    Wir sollten sehr sehr vorsichtig damit sein, wenn wir solche Extreme schaffen. Denn dann kann sich keiner mehr sicher sein auf der „richtigen Seite“ zu stehen!

    Ansonsten verzichte ich auf weitere Kommentare auf die sicher noch folgenden weiteren Beschimpfungen meiner Person. Letztlich habe ich von dieser Seite genau nichts anderes erwartet, wenn aber doch erhofft.

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  3. Weil dies so exemplarisch dafür ist, wie bei genügend Fanatisierung mit Fakten und Realität umgegangen wird, doch noch einmal eine Antwort auf die erwartete Beschimpfung meiner Person:

    Das sich unsere Vermutung, das die Salafisten ihre Brände selbst gelegt haben, genau in dem Augenblick als Wahrheit herausstellt, in dem ich mit Charly Lücker aneinander geraten bin, war purer Zufall. Ich habe mich nur deshalb hier zu Herrn Lücker geäußert, weil ich seine Hetze gegen Mitglieder von BI und IgS zunehmend als unerträglich empfunden habe.

    Aber natürlich amüsiert es mich zu sehen, wie blamiert Herr Lücker jetzt dasteht. Jetzt, wo die von ihm unflätig beschimpfte „Stammtisch-Fraktion“ Recht behalten hat.

    Realität ist nun nach dem jetzigen Stand laut Medien, dass es bisher keinen ausreichenden Verdacht gegen Sven Lau und andere Salafisten bezgl. einer Brandstiftung gibt. So meldet die RP-Online heute aktuell:

    Auch Polizei und Staatsanwaltschaft hielten sich gestern ziemlich zugeknöpft. Die Ermittlungen dauerten an, erklärte die Polizei. Bis jetzt gebe es noch keinen hinreichenden Tatverdacht für eine Anklageschrift, sagte Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff. Und: „Wir stehen noch am Anfang.“

    Das ist genau die niveaulose Art und Weise über andere herzuziehn, statt einen konstruktiven Dialog zu suchen, die ich immer wieder anprangere. Bemerkenswert auch die Angleichung des Sprachgebrauchs: sprachen bisher die Salafiten bei Kritik immer wieder von „Hetze“, so redet nun auch dieser Autor bei angebrachter Kritik von „Hetze“. Traurig genug, dass nun auch die IgS sich öffentlich auf dieses Niveau begibt.

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  4. Sehr geehrter Herr Lücker,

    darf ich einmal fragen, mit welchem Recht Sie mich als einen Gegner von EZP e.V., Sven Lau und Pierre Vogel als „Vertreter einer Stammtischfraktion“ bezeichnen?

    Haben Sie schon einmal die Ehre gehabt Herr Vogel und Herrn Lau zuhören zu dürfen? Ich für mich kann die Frage ruhigem Gewissen mit ja beantworten!

    Sie werden beim Zuhören feststellen, das diese genauso agitieren wie früher Göbbels. Darf ich den Wunsch äußern und sagen, das ich als Deutscher , der die Ehre der späten Geburt genießen darf, Typen wie Göbbels ablehne?

    Nicht die Religion der “normalen“ Muslime ist gefährlich, sondern die Radikalität mit dem Herr Vogel und Co. die EINZIGE Wahrheit predigen.

    Als „Geistlicher“ werden Sie folgendes selber wissen: der Koran – so habe ich mich von einem Hodscha aufklären lassen – wurde im original im arabischen geschrieben. Nun gibt es arabische Worte die es im deutschen nicht gibt – also muss man diese interpretieren.

    Aber jede Interpretation ist doch auch eine Meinung – oder nicht?

    Folglich gibt es doch verschiedene Meinungen und Wahrheiten (Empfindungen) – oder nicht?

    Ich habe gar kein Problem, wenn jemand Anders eine andere Meinung wie z.B. meine vertritt – aber darf ich sagen nur ich ALLEINE kenne die Wahrheit?

    Herr Vogel, Herr Lau und seine Salafisten vertreten genau dies. Sie meinen die alleinige Wahrheit zu kennen!

    Deshalb sind die genannten Herren und Ihr Verein abzulehnen und zu bekämpfen.

    Gerade wir als Deutsche mit unserer Vergangenheit sollten keine Volksverhetzer mehr dulden – egal ob politisch von rechts oder links oder aus welcher Glaubensrichtung auch immer.

    In diesem Punkt will ich auch keine „Pseudotoleranz“ – wie Sie es nennen.

    Sie sagen: „Derweil üben sich die Christen darin, treudoof politisch korrekt, ihre Werte und ihr Selbstverständnis abzubauen und einer Willkürlichkeit Raum zu geben.“ sowie „Und die Politiker scheinen viel zu sehr damit beschäftigt zu sein ihre Pfründe für die nächsten Wahlen zu sichern, als dass diese helfen könnten, der Bevölkerung eine Orientierungshilfe zu sein.“

    Hier möchte ich Ihnen ausdrücklich Recht geben!!!

    Aber wenn ich als Familienvater meinen Kindern genau diese von Ihnen genannten Werte vorlebe werde ich von Ihnen im gleichen Artikel als Teil einer Stammtischfraktion ausgegrenzt und beleidigt?

    Darf ich mir noch ein paar Bemerkungen zu Ihnen erlauben:

    Kann es sein, das ein ähnlicher Fanatiker wie Vogel, Lau & Co sind?

    Ich darf Sie selber zitieren:

    „Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.“

    Mit der Beschreibung „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“ und „Gotteserlebnis“ werde ich das Gefühl nicht los, das Sie sich mit einem Propheten wie Mohamed gleichsetzen nur halt im Christentum.

    Zum Abschluss:

    Mit Ihrem pseudointellektuellen Gerede können Sie mich nicht beeindrucken – ich habe auch ein Gymnasium besucht!

    Übrigens: ich bin 49 Jahre, in ERSTER Ehe verheiratet, habe zwei Kinder und schreibe IMMER mit meinem wahren Namen.

    Ich stehe zu dem was ich sage!

    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan Müller

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  5. Es freut mich doch einen Vertreter der Bi anzutreffen, der sich auch einer Diskussion stellt. Sie sind doch von der BI, oder? Zumindest haben sie auch auf den Blog von W. Schultz Antworten geschrieben. Wenn sie nicht zur BI gehören, teilen sie mir das bitte mit – ich will ja Niemanden in eine falsche Schublade stecken.

    darf ich einmal fragen, mit welchem Recht Sie mich als einen Gegner von EZP e.V., Sven Lau und Pierre Vogel als „Vertreter einer Stammtischfraktion“ bezeichnen?

    Das dürfen sie. Ich habe sie im speziellen, da ich mit ihnen wissentlich bisher keinerlei direkte Berührung hatte, nicht so bezeichnet. Wenn sie sich allerdings ganz unkritisch zu den Agitationen der BI und dessen öffentlichen Vertretern stellen, sollten sie evtl. einfach mal über die von mir geäußerte Kritik nachdenken. Ich habe in meinen Beiträgen ausführlich genug geschildert, warum ich diese auf diesem Niveau einordne.
    Im Übrigen habe ich als deutscher Staatsbürger das verfassungsmäßige Recht eine Meinung zu haben und diese auch zu äußern. Selbst dann, wenn diese von einer anderen Meinung abweicht.

    Haben Sie schon einmal die Ehre gehabt Herr Vogel und Herrn Lau zuhören zu dürfen?

    Da muss ich direkt einmal nachfragen, ob sie meine Beiträge eigentlich gelesen haben? Wenn ja, ist ihre Frage damit auch schon beantwortet. Ich habe mich auch klar zu den Reden von Pierre Vogel schon in meinem ersten Beitrag geäußert. Sie erzählen mir da also nichts neues.
    Es ist allerdings ein Irrtum anzunehmen, dass jeder, der den Reden Vogels und Co zuhört, auf dasselbe Niveau wie die BI fallen muss.

    Nicht die Religion der “normalen“ Muslime ist gefährlich, sondern die Radikalität mit dem Herr Vogel und Co. die EINZIGE Wahrheit predigen.

    Und wieder: haben sie eigentlich meine Beiträge gelesen?

    Ich habe gar kein Problem, wenn jemand Anders eine andere Meinung wie z.B. meine vertritt – aber darf ich sagen nur ich ALLEINE kenne die Wahrheit?

    Dies beziehen sie auf die Ansichten von Vogel und Co. Aber erlauben sie mir eine Gegenfrage: Darf zB die BI, insbesondere besonders laute Mitglieder davon, das für sich beanspruchen?
    Im Übrigen können sie diese Frage auch überzeugten Katholiken stellen, denn die katholische Kirche erhebt denselben Anspruch. Protestieren sie auch gegen die?

    Gerade wir als Deutsche mit unserer Vergangenheit sollten keine Volksverhetzer mehr dulden – egal ob politisch von rechts oder links oder aus welcher Glaubensrichtung auch immer.

    Genau deswegen äußere ich mich in meinem Blog zu diesem Thema. Mir ist es wichtig aufzuzeigen, dass hier sehr schnell eine Atmosphäre entstanden ist, in der beide Seiten sich dabei nicht besonders hervortun.
    Auch wenn das Jemanden schlaflose Nächte bereiten mag, auch diese extremen Muslime sind deutsche Staatsbürger und gehören damit auch zum deutschen Volk.

    Aber wenn ich als Familienvater meinen Kindern genau diese von Ihnen genannten Werte vorlebe werde ich von Ihnen im gleichen Artikel als Teil einer Stammtischfraktion ausgegrenzt und beleidigt?

    Wie gesagt, ich zeige einen allgemeinen Trend auf, zu dem sie selbst entscheiden, ob sie sich dazu zählen wollen oder nicht.

    Kann es sein, das ein ähnlicher Fanatiker wie Vogel, Lau & Co sind?

    Ich darf Sie selber zitieren:

    „Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.“

    Mit der Beschreibung „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“ und „Gotteserlebnis“ werde ich das Gefühl nicht los, das Sie sich mit einem Propheten wie Mohamed gleichsetzen nur halt im Christentum.

    Vielen Dank für diese Bemerkung! Denn damit belegen sie sehr eindeutig meine Befürchtung, dass politisch motivierter Fanatismus letztlich keinen Unterschied machen wird. Alles und Jeder, der nicht dem Mainstream entspricht, kann Opfer solcher „Weltverbesserer“ werden.
    Und nun dürfen sie sich direkt einmal selbst fragen, welches Niveau sie gerade bedient haben.

    Übrigens: ich bin 49 Jahre, in ERSTER Ehe verheiratet, habe zwei Kinder und schreibe IMMER mit meinem wahren Namen.

    Na das ist ja schön, dass sie es so betont haben, in ERSTER Ehe verheiratet zu sein. Das macht sie natürlich gleich zu einem weit besseren und wertvolleren Menschen. Öhmm… wie war das noch mit dem Niveau? Auf welchen befinden sie sich, wenn sie sich allein durch diesen Umstand nun über mich erheben wollen?
    Zumindest verstecken sie sich nicht hinter einem nichtssagenden Pseudonym – das ehrt sie.

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  6. Sehr geehrter Herr Lücker,

    ich bin Bürger der Stadt MG – ansonsten bin ich in keinem Verein etc.

    Für eine BI brauche ich meines Wissens keinen Mitgliedsausweis!

    Zu Ihrer Antwort auf meinem Post:

    Sie haben in Ihrem Artikel:

    „Salafisten in Mönchengladbach VII“ und nur auf den beziehe ich mich – so sehr verallgemeinert, das ich mich angesprochen gefühlt habe.

    Wenn Sie z.B. geschrieben hätten „der Sprecher der BI“ oder ähnlich, dessen Meinung Sie nicht teilen – wäre das vollkommen ok gewesen.

    Über Niveau kann man ergebnislos streiten – das dürfte so effektiv sein, wie die Diskussion wer zu erst da war die Henne oder das Ei.

    Noch eine ergänzende Information zu mir: ich bin in frühen Jahren aus der (kath.) Kirche ausgetreten, weil der Anspruch und die Wirklichkeit mir zu weit auseinander liegen.

    Zur Ihrer ganz aktuellen Information aus MG empfehle ich Ihnen folgenden LINK:

    http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/salafisten-gewaltsame-auseinandersetzung-mit-buergerinitiative-1.1313907

    mfg

    Stefan Müller

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  7. Die Nummerierung des Titels mit der römischen Zahl 7 hätte sie darauf bringen können, das es hier sechs weitere Artikel zu dem Thema gibt. Ich denke, dass es für die Verständigung hilfreich sein kann, wenn man sich von den anderen Artikeln zumindest einen groben Eindruck gemacht hätte. In unserem Fall hätte das manche Frage schon beantwortet 😉

    Ich habe in den vorherigen Beiträgen immer deutlich gemacht, auf wessen konkrete Äußerungen ich mich bezogen habe. In einer Fortsetzung einer Artikelserie macht es nicht immer Sinn, diesen Bezug immer wieder vom Neuen herzustellen – erwartet man doch, dass der geübte Leser erkennt, dass es sich hier um eine Artikelserie handelt.

    Zu dem Niveau: es ist nun einmal so, dass jeder Mensch eine Niveaubewertung alleine aus der Sicht seines eigenen Standes macht. Wenn ich mich auf einem Niveau befinde, welches ein anderer einstuft, werde ich diese Sicht selten teilen. Manchmal fehlt einfach der intellektuelle Zugang zu einem anderen Niveau. Und welche Gründe es zudem auch noch geben mag. Daher gebe ich ihnen Recht, dass man sich lange darüber streiten kann. Es empfiehlt sich daher, einen Hinweis auf ein Niveau, auf dem eine Auseinandersetzung geschieht, als Denkanstoß zu betrachten und diesen nicht als Beleidigung aufzufassen. Sachlichkeit in einer Diskussion zeichnet sich eben auch durch Emotionsarmut aus.

    Sie haben eine, wie mir scheinen will, gut überlegte und reflektierte freie Entscheidung getroffen, als sie aus der rkK ausgetreten sind. Dieselbe Freiheit sollten sie nun auch solchen zugestehen, die sich dafür entscheiden einer Glaubensgemeinschaft anzugehören. Es steht uns zunächst nicht zu jemanden für seine Entscheidung für oder gegen eine Glaubensgemeinschaft zu verurteilen. Auch dann nicht, wenn man diese absolut nicht nachvollziehen kann. Erst recht nicht, wenn wir in einem Land leben wollen, in dem nicht nur von Glaubensfreiheit gesprochen, sondern das auch gelebt wird!

    Danke für den aktuellen Hinweis über das heutige Geschehen in MG. Ehrlich gesagt verwundert mich diese Eskalation garnicht. Ich habe in meinen Artikeln von Anfang an davor gewarnt, das dies Eskalieren kann. Ich warte nun die weitere Berichterstattung von den verschiedenen Seiten ab, um mir ein Bild davon zu machen. Aus eigenem Miterleben kann ich mir zumindest vorstellen, dass die Aggression nicht nur einseitig war – was aber in keiner Weise diese Eskalation entschuldigen kann!
    Meine Frage an sie: wie weit wird das noch eskalieren? Kann irgendein Verbot diese Eskalation abmildern oder schürt sie diese gar noch?

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  8. Wie man Heute in Videos auf Youtube nachverfolgen kann gab es Gestern auf beiden Seiten Aggressionen. Es behaupte also bitte keiner, die einen seien Böse und Aggressiv und die anderen einfach nur die Sanften und Harmlosen. (Teil 1 und Teil 2)
    Natürlich gab es schon im Netz Augenzeugenberichte, die die Aggression von Seiten der BI nicht erwähnt haben. Keiner hat berichtet, dass schon vor dem Gebet ein Demonstrant der BI einem Moslem die Kamera aus der Hand schlagen wollte. Das es Beschimpfungen von beiden Seiten gab, etcpp.
    Berichten nun die Medien das die Aggressionen von beiden Seiten kamen? Ich habe davon bisher noch nichts lesen können.

    Aber was soll man dazu sagen? Gab es nicht genügend Warnungen davor, dass es bei einem solchen Auftreten zu Eskalationen kommen muss? Lernen wir daraus?

    Zumindest steht jetzt fest, dass der Verein EZP aufgelöst wird und sich die Salafiten in kleinen Gruppen treffen werden. Aber eben unorganisiert.
    Ergebnis: Jetzt sind die Fronten zusätzlich verhärtet, jetzt wird es um so schwerer sein beobachten zu können, ob sich tatsächlich im Umfeld der Salafiten gewaltbereite Fanatiker entwickeln.
    Der Verein wird weg sein, die Menschen aber nicht. Nichts wurde wirklich gewonnen.

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