Joyner – Gericht über Kalifornien

Notausgang
© Rike / pixelio.de

Auftritt der Superapostel als Reaktion auf die Katastrophe in Japan:
Rick Joyner, spätestens seit der Pseudoerweckung in Lakeland, bekannt als falscher Apostel und abgehobener Prophet, hat nun in eine Warnung an die Menschen – insbesondere Christen in Kalifornien herausgegeben. Sie sollen Kalifornien verlassen, weil nun das Gericht Gottes über dieses Land kommen würde.

Hier kann man folgendes berichtet finden:
Letzte Woche warnte Joyner, das Erdbeben in Japan wäre ein Zeichen das der „dämonische Narzismus“ in den Vereinigten Staaten von Gott verschlungen würde.
Joyner hat danach zwei 30-Minuten lange „special bulletin“ Videos einszwei herausgebracht, um Jedermann davor zu warnen, dass die USA unter Gottes Gericht gefallen sei. Aufgrund dessen dass die Nation so verkommen sei und „böse und verruchte“ Atheisten gestatte Gott aus dem öffentlichen Leben zu entfernen. So sei es nun unvermeidlich, dass ein massives Erdbeben Kalifornien zerstören wird. Joyner rät dringend Jedermann Kalifornien zu verlassen:

Hier seine Videobotschaft:

Dazu kann man eigentlich nur festhalten, dass weder die christliche Welt, noch die Welt überhaupt soetwas braucht. Ok, die Zukunft wird es offenbaren, ob Joyner Recht behält oder nicht.
Doch worum geht es, worauf ist zu achten?

  • Wir haben es hier mit einer Verknüpfung von einer Katastrophe mit angeblich prophetischen Reden zu tun. Zudem mit der amerikanischen Hybris, Amerika sei „Gods chosen country“ – „Gottes auserwähltes Land“ als Ersatz für das „gefallene Israel“.
  • Joyner warnt zwar dringend und rät Kalifornien zu verlassen, sagt aber mit keinem Wort, wann in etwa das angekündigte Erdbeben stattfinden wird. Ergo, jedes weitere Erdbeben in Kalifornien – dort gibt es regelmäßig welche – mag geeignet sein, seine angebliche Prophetie zu stützen.
  • Wird Kalifornien nicht zerstört werden, kommt unter Garantie wieder Gottes Gnade als Begründung.
  • Tritt diese „Prophetie“ wieder einmal – wie schon so oft bei Joyner – nicht ein, wird es die Joyner-Jünger weiter nicht davon abhalten, dessen Unsinn zu glauben.

Mal ehrlich: Wer bitte braucht solche „Propheten“ und glaubt wirklich Irgendjemand, dass a.) Gott so sei und b.) dass man so die Welt für Gott erreichen würde?

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

7 Kommentare zu „Joyner – Gericht über Kalifornien“

  1. Ein Erdbeben in Kalifornien vorherzusagen ist keine Kunst.
    Interessant wäre aber ein Datum und die Stärke – ohne diese oder ähnliche Angaben – ist das keineswegs eine Prophetie sondern ein kleines und wenig riskantes Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten.

    Die tägliche Wahrscheinlichkeit einer Bodenbewegung in Californien liegt bei ca. 1/1000 pro beobachteter Flächeneinheit (vergl.: http://www.earthquake.ethz.ch/about/activities/Aktivitaeten.pdf ).

    Dort ein Erdbeben zu prognostizieren ist also kaum prophetisch! Und um den Amis Hybris vorzuwerfen benötigt man auch keinen sonderlich klaren Blick, denn ihr (politisches) Selbstverständnis und die Geschichte belegen das schon ausreichend für kritische Betrachtungen im klassischen Geschichtsuntericht …

    maranatha Stephan

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  2. Schade! Früher fand ich Rick Joyner gar nicht so übel, habe einige seiner Bücher gelesen.
    Heutzutage scheinen viele am Rad zu drehen und Jesu Aussage (hier auf der Seite schon mal zititert), dass nur der Vater allein die Stunde weiß, zu vergessen.
    Aber so ist der Mensch. Es ist sehr schade, was damit für ein Licht auf den Leib Christi fällt.

    Ist es in den USA nicht eigentlich verboten, Erdbeben vorherzusagen? Ich habe schon 2009 mal aus aktuellem Anlass (auch so eine Prophetie, Tsunamies in Deutschland bis nach Hannover, im September 2009, wow!!! Gott sei Dank ist der Herr sehr relaxed über diesen „Vorhersagen“) recherchiert und gelesen, dass das nicht erlaubt ist.

    Und außerdem – auf den Big Bäng warten die dort schon lange! Selbst WENN ein großes Beben passiert – was zwangsläufig irgendwann – heute oder in 30 Jahren – passieren wird, muss das mit dem anderen erst mal gar nichts zu tun haben.

    Lt. Neuen Testament (und wir leben nun mal nicht mehr zu Zeiten Jesajas, sondern unter dem Neuen Bund, und Gottes Geist wohnt in jedem Gotteskind!) sollen prophetische Gaben zur Auferbauung, Ermunterung und Zurüstung des Leibes Christi dienen, damit alle zur vollen Reife kommen (nämlich u. a. SELBST den Herrn hören und verstehen!) … (siehe 1. Korintherbrief 12 und 14 und Epheserbrief). So habe ich auch Rick Joyners Dienst früher Anfang der 90iger verstanden. Derartige Prophetien allerdings wie diese hier und viele andere schon vorher (von „großen“ Propheten) lassen mich fragen – was ist der Sinn einer solchen Prophetie? Ich kann es nicht verstehen! Wie ist damit dem Leib Christi gedient?
    Ich kann nur den Kopf schütteln.

    Traurige Grüße
    Angelika

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  3. Liebe Angelika,

    Du fragst: „– was ist der Sinn einer solchen Prophetie?“

    Ich frage etwas anders: „Was beabsichtigt der ‚Prophet‘ mit seiner ‚Prophetie‘?“

    In „der letzte Aufbruch“ habe ich nichts gefunden was eindeutig als prophetisch zu verstehen wäre!
    Dort wird lediglich mit dem Mittel der Alegorie allgemein Bekanntes geschildert und jeder gute Buch-Author kennt die Methoden und Arbeits-Techniken solche Werke zu erzeugen.
    Für mich war das Buch durchaus interessant aber sein relavanter geistlicher Gehalt gleich NULL? Mit soetwas kann man vielleicht „Kinder im Glauben“ beeindrucken, aber Niemand, der eine gesunde Reife in Christus ereicht hat.

    Es ist kaum zu bezweifeln, daß solche Werke eben NICHT auf eine göttliche Offenbarung zurückgehen sondern eher dem menschlichen Geist mit seinem irdischen Streben nach Macht oder Ansehen entspringen …

    Die echten Propheten machen nicht so viel Gedöns sondern machen einfach den ihnen von Gott aufgetragenen Job: Menschen in der Nachfolge an Entscheidungs-Punkten orientierung geben oder aber auch Leiter auf ihre Verantwortung udn die Konsequenzen ihrer Entscheidungen hinweisen … (vergl. http://bibelarbeit.info/prophet_begriff.php )

    maranatha Stephan

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    1. Danke Peter, du führst uns vor Augen, wie leicht es Irrlehrer haben, selbst der schlimmsten Art, Christen zu verführen, zu belügen und zu betrügen. Jeder, der sich mit halbwegs nüchternen und kritischen Blick umfassend über die Hintergründe und Lehrmeinungen von Joyner informiert, kann eigentlich nicht darum herum kommen, zu erkennen was für ein Betrüger dieser ist. Wirklich traurig finde ich, dass vor allem auch Christen aus Deutschland Joyner lediglich einseitig – über seine Bücher und lächerlichen „Prophetien“ – wahrnehmen und nicht einmal im Ansatz die Theologie von Joyner kennen.

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