Satanismus in Deutschland

Engel am Michel
© Pariah083 / pixelio.de

Achtung:
*** Trigger ***

Aktuelle Ergänzung am Ende des Artikels

Ich möchte auf eine Radiosendung hinweisen, die über den real existierenden Satanskult in Deutschland berichtet:

WDR 3 + WDR 5 Lebenszeichenvom Sonntag den 09.01.11 (leider nicht mehr verfügbar):

„Niemand hat es mir geglaubt“

Aussteigerinnen erzählen vom Leben in einer Satanistenloge

Von Heike Zafar

Sie waren Kinder des Teufels  – wurden geboren in einen satanischen Kult. Erzogen von Menschen die sie von klein auf darauf drillten, Schmerzen zu ertragen und anderen zuzufügen. Vier  Frauen aus NRW erzählen von ihrem Leben in einem satanistischen Kreis, der geprägt war von grausamen Ritualen, so genannten schwarzen Messen mit Tier- und Menschenopferungen. Überlebt haben sie nur, weil sie  – wie sie es selbst formulieren „Gebrauchs“- und nicht „Verbrauchskinder“ waren; weil die Täter viel Geld mit ihnen und mit Videos der Misshandlungen verdienen konnten. Alle vier Frauen sind längst ausgestiegen, haben aber bis heute an den seelischen, körperlichen und materiellen Folgen schwer zu leiden. Das größte Problem der Frauen ist, dass man ihnen meist nicht glaubt. Sektenberater, Priester, Therapeuten und Anwälte haben mit immer mehr Opfern zu tun.

Hier geht es zum Podcast der Sendung: WDR-Lebenszeichen

Achtung:
*** Trigger ***

Zumeist glauben auch Christen, dass sich Satanismus in Deutschland auf irgendwelche nächtlichen Rituale Pubertierender auf Friedhöfen beschränken würde; das dieser Kult eher als harmlos anzusehen ist. Ein fataler Irrtum! Auch Christen, die an jeder Ecke einen Dämon vermuten sind zumeist völlig überfordert, wenn sie es mit Opfern dieses harten Satanismus zu tun bekommen. [Von den Ghostbustern (oder wie sie sich selber nennen: „Befreiungsdienstler“), die in diversen Gemeinden herumlungern ganz zu schweigen 😦 ]
Dabei sollte die Gemeinde Jesu der erste, beste und sicherste Fluchtort für Menschen sein, die einem solchen Kult entfliehen wollen.

Daher finde ich es gut, dass sich manche Medien dieses schwierigen Themas ab und zu annehmen.

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Aktuell sind auf Youtube zwei Videos einer 30Min. Reportage zum Thema zu finden:

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

4 Kommentare zu „Satanismus in Deutschland“

  1. Es ist nicht verwunderlich, daß die meisten Christen geistlich Mißbrauchten kaum helfen können, denn sie selbst leben ja häufig in einem geistlich mißbrauchenden System und halten das sogar für richtig und gottgewollt!

    Wie können sie dann die Mechanismen und Manipulationen durchschauen aus denen die ausgestiegenen Satanaisten befreit werden müssen?

    maranatha Stephan

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  2. Hallo Stephan,

    dein Kommentar ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen.
    Jedoch glaube ich, dass dieser Umstand in diesem Fall eine eher untergeordnete Rolle spielt.

    Das was ich an sogen. „geistlicher Kriegsführung“, „Befreiungsdienst“ und „Seelsorge“ unter Christen zumeist erlebe, kann solchen Opfern nicht im Ansatz helfen. Einfach schon aus dem Grund, weil die Dimensionen auf geistlicher Ebene, im menschlichen Gräuel und im seelischen Schaden die allermeisten Christen schlicht um Längen überfordert.

    Manche der „Ghostbuster“ versuchen sogar mit den gleichen, aber christlich angemalten Methoden den Opfern zu helfen, die diese im Kult erleben und erleiden mussten 😦

    Nur wenige Christen begleiten erfolgreich über lange Jahre solche Opfer. Aber selbst diese finden in der chr. Gemeinschaft kaum bis keine Unterstützung oder zumindest geistl. / seelische Stütze. Gemeinden sind allemal schlicht überfordert und suchen selbst dann selten kompetente Hilfe (also genau eben nicht von solchen Ghostbustern), wenn solche Opfer in ihren Reihen sind.

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  3. Hallo Charly,

    möglichersweise bewerten wir die Begriffe nur unterschiedlich, denn mit Deiner Aussage:

    Manche der „Ghostbuster“ versuchen sogar mit den gleichen, aber christlich angemalten Methoden den Opfern zu helfen, die diese im Kult erleben und erleiden mussten

    beziehst Du Dich ja im Prinzip genau auf das was ich sage.

    Von „Befreiungsdiensten“ und Co. halte ich rein garnichts, denn dort werden häufig öffentlich in abgewandelter Form genau die Mechanismen bedient, die einen seelischen Mißbrauch darstellen und die jeden „Behandelten“ nur in noch größere Konflikte und Abhänigkiet stürzen.

    Ein geistlich Mißbrauchter – egal von welcher Seite und unter welcher Flagge! – braucht oft Jahre, manchmal Jahrzehnte um das geschehene aufzuarbeiten, zu bewältigen und zu überwinden.

    Mit dieser Aufgabe wären übrigens auch die meisten Psychologen und Psychiater weit überfordert und darum gehört ein derart Geschundener in die Obhut eines kompetenten „Hirten und Lehrers“, der ihn über Jahre begleitet, der bereit ist sich der Grausamkeit zu stellen und sie selbst mit zu ERtragen … der die Geduld und die Nerven hat … und der den konkreten Auftrag von Gott bekam genau das zu tun – andernfalls ist er nämlich nicht dazu ausgerüstet und schädigt sich und seinen Schützling u.U. nur noch mehr …

    Mein Ding wäre das (momentan) ganz sicher nicht, aber ich kenne Menschen, die bereit und fähig wären sich solcher Opfer anzunehmen und an den erforderlichen Aufgaben mit dem Betroffenen zu Wachsen … und die in Verbindung zu Anderen stehen, die sie dabei im Hintergrund (Gebet, Supervision, Recherche … ) unterstützen können.

    Eine klassische Gemeinde, die das „leisten“ könnte kenne ich allerdings nicht!

    maranatha Stephan

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