Sind Sie wütend auf Gott? Sagen Sie es einfach.

Wut
© Thomas Max Müller / pixelio.de

Quelle: Die amerikanische „Chraisma“
Mittwoch, 05 January 2011  Jennifer LeClaire / deutsche Übersetzung : Charly Lücker
Bild: © Thomas Max Müller / pixelio.de

Sind Sie jemals auf Gott wütend geworden? Wenn ja, sind Sie damit nicht alleine.

Viele Menschen hatten über die Jahrhunderte mit Wut auf Gott den Vater zu tun gehabt. Nun lässt eine neue Studie der Case Western Reserve University, Cleveland Amerika diese Wut in einem neuen Licht erscheinen.

„Viele Menschen erleben Wut gegenüber Gott,“ sagt Julie Exline, eine Dozentin an der Case Western Reserve’s College of Arts and Sciences. „Auch Menschen, die Gott in einer tiefen Weise lieben und respektieren, können über Gott wütend sein. Genauso wie man sich über andere aufregen oder ärgern kann, eben auch über solche die man liebt. So kann man sich auch über Gott ärgern.“

Exline hat während des letzten Jahrzehnts über die Wut auf Gott geforscht. Sie befragte hunderte Menschen, inklusive Studenten des Kollege, Überlebende von  Krebserkrankungen und leidenden  Familienmitgliedern.

Exline und ihre Kollegen fanden heraus, dass Wut auf Gott oft mit Tod, Krankheit, Unfällen oder Naturkatastrophen zusammenhängt. Aber diese Wut ist nicht alleine an traumatischen Situationen gebunden. Sie kann auch dann auftreten, wenn Menschen Enttäuschungen, Misserfolge oder zwischenmenschliche Verletzungen erleben. Manche sehen Gott für solche Erlebnisse als ultimativ verantwortlich an und sie werden wütend, weil sie Gottes Intentionen als gemein oder gefühllos ansehen. Sie denken möglicherweise das Gott sie verlassen, betrogen oder misshandelt habe, sagt Exline.

Gemäß den Untersuchungen von Exline kann es für Manche schwierig sein ihre Wut gegenüber Gott zuzugeben. Sie sagt dass viele sich dafür schämen und nicht zu ihren Gefühlen stehen wollen. Besonders Menschen die sehr religiös sind glauben oft dass sie sich ausschließlich auf die positiven Seiten ihres religiösen Lebens konzentrieren sollten.

„Aber Religion und Spiritualität sind wie andere Bereiche unseres Lebens. So wie die Arbeit oder unsere Beziehungen. Sie geben wichtige Vorzüge aber sie können auch Schwierigkeiten bringen. Wut auf Gott ist eine dieser Schwierigkeiten.“

Eyline fand heraus, dass Protestanten, Amerikaner mit afrikanischer Abstammung und ältere Leute dazu neigen weniger über ihre Wut auf Gott zu berichten. Menschen, die nicht an Gott glauben könnten auch Wut auf Gott in ihren Herzen tragen. Wut auf Gott ist am schmerzlichsten wenn sie häufig vorkommt, intensiv ist oder gar chronisch auftritt. Sie sagt, die Wut auf Gott zu überwinden bedarf einige der gleichen Schritte wie man sie geht um andere Wut zu überwinden.

Exline weißt darauf hin: „Man kommt besser damit zurecht, wenn man die auslösenden Situationen und ihre Sicht über Gottes Rolle dabei genauer betrachtet. Zum Beispiel können sie Wut abbauen, wenn sie entscheiden, dass Gott nicht wirklich verantwortlich für die auslösende Erfahrung war. Oder wenn sie erkennen können, dass Gott einen Sinn in die schmerzhafte Erfahrung oder Gewinn für sie daraus bereitet hat.“

Menschen die auf Gott wütend sind tut es gut erfahren zu können, dass sie damit nicht alleine sind. Sie fügt hinzu, dass Viele solche Emotionen erleben und glaubt dass diese Menschen dann eher versuchen werden Gott gegenüber offen und ehrlich über ihre Wut zu sein, statt diese zu unterdrücken oder ihre negativen Gefühle zu verdecken.

Waren Sie jemals wütend auf Gott? Wie gingen Sie damit um? Ich würde mich freuen Ihre Erfahrungen in den Kommentaren unter diesem Artikel zu lesen.

Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

23 Kommentare zu „Sind Sie wütend auf Gott? Sagen Sie es einfach.“

  1. Ein super Thema, find ich..
    Danke für die Übersetzung.

    Ich habe oft mit Wut auf Gott zu kämpfen.
    Bei mir ist es so, dass ich die Wut allerdings nicht unterdrücke, weil ich das gar nicht könnte…
    Es muss einfach raus..!
    Ich poltere, schreie und stampfe mit den Füßen auf🙂
    Da kommt so einiges ans Tageslicht…
    Aber ich weiß und spüre tief in mir auch, dass das für Ihn ok ist.. Er kann das tragen.. und hat so großes Verständnis.
    Manchmal fragt Er mich: „Kannst Du mir das vergeben?“
    Dabei geht es nicht darum, dass Gott etwa wirklich an mir schuldig geworden wäre.. hihi.. nein, Er und ich wissen, dass ich aus meiner kleinen menschlichen Sicht, dem Allmächtigen Gott die Schuld und Verantwortung gebe, weil ER ja tatsächlich meine einzige Hoffnung ist.
    Es geht, denke ich, dabei darum, dass ich den Schmerz oder Angst, oder was auch immer, loslasse und Ihm das Problem wieder neu anvertrauen und den nächsten Schritt gehen kann.
    Es berührt mich, wenn Gott mich so anspricht.
    Am Ende komme ich oft dahin, es echt loszulassen – und spüre dann den Frieden Gottes, kann weitergehen und verstehe mehr und mehr, dass es Hoffnung für diese Situation gibt, und das Gott dabei ist, etwas tief zu verändern.
    Er ist so treu und liebevoll… !

    Gefällt mir

  2. Es gab Jahre, in denen war ich unglaublich wütend auf ihn.

    Ich konnte den Satz nicht mehr hören: „Gott prüft nur die wirklich Starken öfter.“
    Ich konnte es nicht mehr hören, dieses: „Gott bürgt uns nichts auf, das wir nicht tragen können.“
    Ich konnte es nicht mehr ertragen und ich kann das noch immer nicht und irgendwann wurde mir klar: Ich kann nicht wütend auf etwas sein, dass es nicht gibt.
    Immer und immer wieder auf seine Hilfe zu hoffen war die größte Enttäuschung ever. Seitdem es ihn für mich nicht mehr gibt, lebe ich wesentlich entspannter…

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo, danke für deinen Kommentar.
      Bei mir ist es so, das ich seit über 30 Jahren nicht nur annehme oder glaube, dass es Gott gibt, sondern aufgrund diverser Erlebnisse weiß ich das ER real existent ist.
      In diesem Zeitraum gab es auch für mich genügend Gründe auch auf Gott sauer zu werden. Allerdings ist genau der Umstand, dass ich Gott immer wieder begegne – oder besser: Er mir! – der Grund, warum ich letztlich nicht mehr wütend auf IHN bin.
      Mit der Begrifflichkeit: „Gott prüft Menschen“ stehe ich in einem bestimmten Sinne allerdings auch auf Kriegsfuß. Gott bedarf keinerlei Prüfung um etwas über uns zu erfahren. ER weiß auch so alles über uns. Gott führt uns auch nicht bewusst in „Prüfungen“ oder in Leid hinein. Tatsächlich ist Heute bekannt, dass div. Bibelstellen, die so übersetzt wurden, nicht wirklich sauber übersetzt sind. Vielmehr begleitet Gott uns in Lebenssituationen, die aus dem Leben selbst erwachsen und in denen wir uns als Personen uns selbst und dem Leben gegenüber bewähren müssen. Gott entzieht sich dem nicht und betrachtet dieses Leiden auch nicht aus großer Distanz. Gerade in den schwersten Zeiten meines Lebens war Gott an meiner Seite (oder trug mich – siehe Gedicht „Spuren im Sand“)
      Niemand ist davon ausgenommen Leid zu erfahren. Ohne Frage ist diese Erfahrung nicht fair verteilt. Ob und wie wir Gott darin erleben, hängt viel mehr von unserem Bild von Gott ab, als von dem, wie ER tatsächlich ist.
      Wenn wir so sehr mit Wut auf Gott zu kämpfen haben, empfehle ich sich zu fragen, ob unsere Wut tatsächlich der Person Gottes gerecht wird und Gott tatsächlich das richtige Ziel unserer Wut ist. In der Psychologie nennt man solche Wuterfahrungen idR „Übertragungen“ – unsere Wut trifft jemand Anderen, obwohl die Wut ganz andere Wurzeln hat.

      Nachdem ich für mich nun so sicher weiß, dass Gott real existiert, denke ich, dass dir deine Einstellung „Es gibt Gott schlich nicht“ zu einer äußerst unangenehmen Einbahnstraße werden könnte. Denn das wäre schlicht eine Verleugnung und Verdrängung dessen, was wirklich hinter deiner Wut steckt. Und die reale Existenz Gottes wird sich nicht dadurch ändern, dass du für dich entscheidest, dass es IHN einfach nicht gibt.
      In dem Sinne hast du nicht das getan, was in dem obigen Artikel empfohlen wird. Du hast dich nicht weiter aktiv mit Gott auseinander gesetzt und damit auch nicht die Chance zu erfahren, wer Gott wirklich ist.

      Gefällt mir

  3. Oha😉
    Leite ich meine Wut um?
    Verdränge ich sie?
    Ich glaube nicht. Ich denke schon, dass ich sie aktiv anpacke – meine Probleme – und auch niemand anderem die Schuld dafür gebe.
    Ich komme aus einer Familie der Zeugen Jehovas. Ich habe mich jahrelang mit dem Thema Gott auseinander gesetzt. Intensiver als manch anderer wage ich mal zu behaupten, mich dann sehr früh von den Zeugen gelöst und ob man ihn nun Gott, Jehova oder Allah nennen mag ( für mich war das alles eins, solange ich noch irgendwie daran glauben konnte, dass es etwas Höheres gibt ), ich habe mich die folgenden Jahre immer wieder gefragt ob es ihn denn überhaupt gibt.
    Ein Schicksalsschlag nach dem Nächsten und irgendwann war er da der Impuls – gäbe es ihn wirklich, würde er all das nicht zulassen. Mir war es zu frustrierend mich weiter auf ihn einlassen zu können. Auf jemanden – um es mal pathetisch auszudrücken – der sich einen Kehricht um mich schert.
    Wie sollen Menschen mit etwas klarkommen, dass gut sein soll aber doch so viel Schlechtes zulässt? Daran bin ich teilweise verzweifelt. Denke ich innerhald solcher Sitationen nach, kommt die alte Wut wieder hoch, was merkwürdig ist, da ich mit ihm abgeschlossen habe. Wirklich.

    So viel dazu aber mal anders herum gefragt.

    Wie würde mir Gottglaube helfen können? Schlussendlich sind wir Menschen für uns allein verantwortlich. Wir allein können durch unsere Taten Dinge bewirken. Wir allein müssen Entscheidungen treffen und mit den daraus schlussfolgendern Konsequenzen leben.

    Ich beneide Menschen oftmals die Glauben können. Ihnen scheint selbst Leiden leichter zu fallen. Ich kann es einfach nicht mehr. Mein Glaube, als ich ihn noch „ansatzweise“ hatte, hat mich nicht weitergebracht, außer, dass ich immer wieder mit dem „alten Herrn“ ( wie ich ihn seitdem nenne, wenn er denn Gesprächsthema ist ) gehadert habe.
    Keine Ahnung, wie oft ich ihn gefragt habe: „Warum ich? Warum immer wieder ich? Was habe ich dir getan, dass du nicht einmal auf mich aufpassen magst?“
    Und ich rede hier nicht von abgebrochenen Fingernägeln, schnödem Liebeskummer oder Ähnlichem, sondern von Dingen, die wirklich kein Mensch braucht. Nicht einmal und wiederholtermaßen schon dreimal nicht.
    Ich würde gerne fühlen können das es ihn gibt aber genau das kann ich nicht. No Chance. Vielleicht weil er mir noch nie „begegnet“ ist wie dir? Ich weiß es nicht…

    Gefällt mir

  4. Ich komme aus einer Familie der Zeugen Jehovas.

    Das zeigt auf, dass du von Anfang an mit einem völlig verdrehten Bild von Gott gefüttert wurdest.😦

    ob man ihn nun Gott, Jehova oder Allah nennen mag ( für mich war das alles eins, solange ich noch irgendwie daran glauben konnte, dass es etwas Höheres gibt )

    Das zeigt mir, dass du Gott nie wirklich kennengelernt hast.

    gäbe es ihn wirklich, würde er all das nicht zulassen

    Das ist ein beleibter, aber völlig unsinniger Rückschluss. Konsequent weiter gedacht will Niemand eine solche Marionette in Gottes Hand sein. Denn würde Gott Leid nicht zulassen, müsste er der absolute Marionettenspieler der Welt sein – was ER nicht ist.

    Wie sollen Menschen mit etwas klarkommen, dass gut sein soll aber doch so viel Schlechtes zulässt? Daran bin ich teilweise verzweifelt.

    Ich komme damit sehr gut zurecht. Zudem flüchte ich mich nicht in die Annahme, dass der Fakt, dass Gott manches nicht verhindert, mir gestattet mich meiner eigenen Verantwortung nicht zu stellen.

    Denke ich innerhald solcher Sitationen nach, kommt die alte Wut wieder hoch, was merkwürdig ist, da ich mit ihm abgeschlossen habe. Wirklich.

    Du belegst hier gerade anschaulich, dass du da nichts wirklich abgeschlossen hast. Wirklich😉

    Ich beneide Menschen oftmals die Glauben können. Ihnen scheint selbst Leiden leichter zu fallen.

    Stimmt, weil sie im Leiden nicht alleine sind, sondern von Gott begleitet werden.

    Der Glaube an Gott – oder in einem verständlicheren Deutsch: ein Leben mit Gott – hilft im Leiden, weil man erlebt, dass Gottes Liebe nicht nur eine billige Postkartenidee ist und auch nicht mir so manchen abstrusen Glaubensvorstellungen übereinstimmt. Es ist die Erfahrung des konkreten Gegenüber in Gott, der sich nie entzieht, niemals schimpft (steht so in der Bibel: Jakobus 1:5) und Hilfe gibt.

    Das kann schon gut sein, dass du Gott noch nie so begegnet bist, wie ich. Ganz sicher ist für mich, dass Gott dir nahe ist und sich von dir finden lassen will. Allerdings möchte Gott als er selbst von dir gefunden werden und nicht einer üblen Karikatur von IHM durch Menschen – idF von einer Sekte – entsprechen.
    Der beste Weg Gott tatsächlich zu begegnen ist sein Gottesbild überprüfen, sich zunächst davon zu distanzieren und offen IHN suchen.
    Unser Gottesbild steht uns in einer echten Begegnung mit Gott oft massiv im Wege – besonders wenn man in einer Sekte aufgewachsen ist.

    Gefällt mir

  5. Nun muss ich schmunzeln😉
    Von den Zeugen losgesagt hatte ich mich sehr früh, nur waren mir bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr ja die Hände gebunden. Dass DAS nichts ist war mir mit gut zehn Jahren klar.

    Wenn ich sage, dass Gott, Jehova oder Allah sich gleichen, bezieht sich das auf das, was Menschen in ihnen sehen. Egal an wen sie glauben, der Glaube hilft ihnen. Das meinte ich damit. Und nehmen wir mal die Bibel. Die der Zeugen ist nahezu identisch mit der der Christen. Ich habe die eine mehrmals lesen müssen und die andere danach interessehalber gelesen. Die Auslegung des Geschriebenen ist eine andere.
    Ob nun Gott, Jehova oder Jave ( dieser Name steht ja in beiden Bibeln )… Der Glaube ist was hilft. War das verständlicher? Ich bin blond, von daher drücke mich manchmal nicht immer im ersten Anlauf verständlich aus😉

    Na ja und dass ich dem alten Herrn nicht die Schuld an meinem Elend gebe, sagte ich ja auch extra. Ich trage und das sagte ich auch. mein Leben eigenverantwortlich.
    Vielleicht sogar mehr als der Durchschnitt es tut. Vielleicht begegne ich ihm deswegen oder wie du es nanntest, finde ich ihn deswegen nicht? Vielleicht komme ich deswegen auch gut ohne ihn aus, weil ich einfach nicht weiß, wie mir das helfen könnte.
    Alles möglich.
    Ich würde ihn nicht einmal erkennen, „liefe“ er mir über den Weg.
    Ich kann mich nur wiederholen: Ich finde es schön, wenn Menschen glauben können und gerade in Extremsituationen bin ich da sogar neidisch drauf. Ich kann es nicht. Mein Kopf will es nicht, lässt sich nicht überzeugen. Will nicht einsehen, dass auch geballter Schmerz, Leid, Elend einen Sinn haben soll. Ich bin zu rational veranlagt. Was ich logisch nicht nachvollziehen kann, denke ich bis ins Detail durch und komme ich zu keinem Schluss, lege ich Themen irgendwann adacta um Freiraum für neue Gedanken zu haben.
    Und wie gesagt, seitdem ist die Wut auf ihn weg und ich komme besser klar.
    Btw. Gerade bei „Spuren im Sand“ – könnte ich neidisch werden. Ich liebe diesen Text, auch wenn ich ihn eher auf mir Nahe Menschen münze. An Menschen glauben fällt mir leichter – an ihn… mir fehlt das Gefühl. Und ich habe es versucht, einige Jahre. No Way.

    Gefällt mir

  6. Wenn du tatsächlich Gott keine Schuld mehr gibst, warum bewegt dich das Thema so? So ganz abgeschlossen kannst du mit dem Thema nicht haben, oder?

    Eins weiß ich sehr sicher: Wenn Gott Jemanden begegnet, dann weiß der betreffende Mensch das. Gottes unmittelbare Präsenz ist unmöglich zu übersehen.
    Als Er mir damals das erste Mal erfahrbar begegnet ist, war es mir unmöglich dies jemals wieder zu leugnen oder zu relativieren. Und bei dem einen Mal ist es ja auch nicht geblieben🙂

    Mein Kopf will es nicht, lässt sich nicht überzeugen. Will nicht einsehen, dass auch geballter Schmerz, Leid, Elend einen Sinn haben soll.

    Und wie kommst du auf diesen Gedanken? Ist Gott Derjenige der durch Leid Gläubige irgendeinen Sinn im Leben verpassen will? Und so zu denken sollte nicht eine klare Vorprägung sein?😉

    Beinhaltet jedes Leid einen Sinn? Quatsch mit Soße – natürlich nicht!
    Kann man aus Leiderfahrung reifen und damit zB sensibler für div. Dinge werden? Absolut. Aber das adelt das Leid nicht – auch nicht im Nachhinein.

    Hier mal ein Zitat aus der Bibel:

    Jakobus 1:13 Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand. / Rev. Elb.

    Auch die Verse drumrum sind interessant.
    Es ist eine Gedankenfalle Gott als den Verantwortlichen von Leid zu sehen.

    Evtl. hörst du auf selbst zu versuchen irgendwie mit deinem Bild von Gott klar zu kommen. Gib doch Gott Raum das Er dir nahe kommen kann. Immerhin wirbt ER um dich – was man deinen Ausführungen uU durchaus abspüren kann🙂

    Ich habe in über 30 Jahren zumindest mein eigenes Bild von Gott schon mehrfach korrigieren müssen und werde es wohl auch weiterhin tun. Das halte ich in einer realen Beziehung auch für völlig normal🙂

    Gefällt mir

  7. Hm, warum bewegt mich das? Gute Frage.
    Eigentlich hatte nur auf dein Eingangspost geantwortet😉 und dann – ich sabbel mich gern mal fest.
    Ne, ich mag kontroverse Diskussionen. Ich finde sie spannend, beharre selten auf meiner Meinung und freue mich generell eigentlich, wenn man mich vom Gegenteil überzeugen konnte.
    Blickwinkel verschieben erweitert den Horinzont und ich würde nie behaupten, dass es ihn gar nicht gibt. Ich sage nur, dass es ihn für mich nicht gibt.

    Ich habe etwas darüber nachdenken müssen. Mein Gottbild. Ehrlich gesagt habe ich keines. Um eines haben zu können, müsste ich doch an ihn glauben, oder? Mir ist er nur suspekt. Ich verstehe seine sich selbstzerstörende Schöpfung nicht. Ich verstehe nicht, dass er nicht lenkend einschreitet. Ich verstehe nicht, dass er nicht auf sein „Eigentum“ acht gibt. Und da ist dann wieder der Punkt an dem ich beginne mich zu drehen. Wer etwas so großes erschaffen konnte, muss doch ach die Macht haben, darauf acht geben zu können.
    Ist das schon ein festes Bild von ihm? Ich weiß es nicht… Ich und meine Logik.

    Was mich aber interessieren würde – vielleicht hast du hier darüber geschrieben aber das alles nachzulesen ist mir dann doch zu viel😉 – du sagtest, du kannst ihn nicht mehr leugnen, seitdem du ihm begegnet bist. Ich kann mir das nicht vorstellen. Wie merkt man dass er da ist? Was passiert in dem Moment, so Unglaubliches, dass man weiß, dass er es ist? Ist das so etwas wie ein Bauchgefühl? Hat man ja manchmal, dass man im Vorfeld weiß, das irgendwas passieren wird und wenn es dann eintrifft ist man in seinem Gefühl bestätigt.
    Da hört meine Vorstellungskraft auf. Etwas Imaterielles zu erkennen und zuzuorden.

    Gefällt mir

  8. Ich habe etwas darüber nachdenken müssen. Mein Gottbild. Ehrlich gesagt habe ich keines. Um eines haben zu können, müsste ich doch an ihn glauben, oder?

    Nein, Jeder, der irgendwie dazu kommt von Gott gehört zu haben, darüber nachzudenken, hat schon ein Bild von Gott.
    Das kann man sehr einfach nachvollziehen. Ich erzähle dir jetzt mal eine kurze Geschichte von einem kleinen Jungen…..

    Gemerkt? Schon bildet sich in deinem Denken ein Bild von einem kleinen Jungen. Dieses Bild formt sich aus Erfahrung, Wunschdenken und Erwartungen.
    So ist es für Jeden von uns unmöglich kein Gottesbild zu haben. Die Frage ist, wie offen ist es noch?

    Ich verstehe nicht, dass er nicht lenkend einschreitet. Ich verstehe nicht, dass er nicht auf sein „Eigentum“ acht gibt.

    Wie kommst du darauf, dass ER das nicht täte? Hast du einmal darüber reflektiert, in wie weit du es für dich und dein soziales Umfeld wirklich haben wolltest, dass Gott zwingend lenkend eingreift?

    Ich habe lange Zeit gedacht, wahre Größe läge darin, dass man Leid verhindert, wenn man es kann. Heute weiß ich, dass das tatsächlich sogar im absoluten Sinne – also jegliches Leid wird verhindert – kontraproduktiv ist.
    Heute weiß ich nach einiger Leiderfahrung – mittelbar und unmittelbar – dass wahre Größe bedeutet das Leid zu teilen, sich dem nicht zu entziehen.
    Weiter muss man sich damit auseinandersetzten ob der Mensch überhaupt fähig ist, ohne Leiderfahrung zu leben. Was bedeutet Leid für den Menschen und wohin führt Leid ihn? Das scheint eine simpel zu beantwortende Frage zu sein, letztlich ist diese Frage aber enorm schwer zu beantworten. Das fängt schon mal damit an, dass der Mensch ohne Leiden – positives oder negatives Leiden – nichts lernt.

    Was passiert wenn man Gott begegnet?
    Zunächst auch wieder ein einfacher Gedanke: Was passiert, wenn ich Jemandem begegne? Also Irgendjemanden.
    Wenn ich dir z.B. von einer Person berichte, dir viel erzähle und dann einmal einlade diese Person pers. kennenzulernen. In dem Moment, wo du dieser Person zum Gruß die Hand gegeben hast, was hat sich in deinem Erleben verändert? Was wäre nun nötig damit du diese Begegnungserfahrung effektiv bezweifeln könntest, sie als nicht geschehen ansehen würdest?
    Und nun die Frage, was passiert wenn du Jemanden begegnest, dessen Präsenz alles überstrahlt? Jemanden, der allein durch sein Dasein deutlich macht, wer er ist?

    So ist es mir damals ergangen, als ich Gott das erste Mal wahrnahm. Ich wollte mich bei IHM eigentlich nur entschuldigen, weil ich einer Christen offensichtlich weh getan hatte. Keinerlei Motivation jetzt an Gott glauben zu wollen – ich wusste für mich nur nicht mehr so sicher, ob es Gott nun gibt oder nicht – ich hielt es damals für möglich.
    Tja, was passierte? Gott antwortet mir, das war’s dann auch schon. Tage davor hätte ich jeden Streit darüber angenommen, ob es nun Gott gibt oder nicht. Danach hätte man mich foltern können, ich hätte Gottes Existenz nicht mehr leugnen können.
    Jetzt zu beschreiben was ich da erfahren habe, würde ein kleines Buch füllen.

    Da hört meine Vorstellungskraft auf. Etwas Imaterielles zu erkennen und zuzuorden.

    Also hier unterschätzt du dich🙂 Du tust doch genau das gerade hier und jetzt in diesem Blog z.B.😉

    Gefällt mir

  9. Und warum redet der Kerl nicht mit mir, wenn ich mit ihm rede???? Frechheit!
    Denn das habe ich oft genug versucht. Okay, zugegeben immer nur in Notsituationen aber ich habe und er hat mich geflissentlich ignoriert.
    Das letzte Mal, um das aktuellste Beispiel zu nennen ist etwas über vier Jahre her. Mein Mann hatte einen Herzinfakt, lag darauf lange im Koma, Wachkoma… all son Gedöns. Was habe ich gebetet. Ihn gebeten meinen Mann „so“ nicht leben zu lassen, ihn zu sich zu holen oder helfen, dass er gesund wird.
    Nö. War wohl kein Interesse seinerseits vorhanden.
    Noch lebt mein Mann bei mir aber absehbar geht er in eine Langzeitreha. Pflegestufe III plus Härtefall, also das, was man PS IV nennt.
    Um dort weiter anzusetzen: Unsere Kirchengemeinde bot Dienste an. Helfende. Einkäufe erledigen oder auch die Zurseitestellung von Ehremamtlichen, damit man als Pflegende auch mal Luft zum Atmen bekommt, ohne tief ins Portemornaiee greifen zu müssen. Hab ich gedacht: Ruf ich mal an! Die Antwort war so knapp wie unglaublich. „Also wenn Sie NICHT in der Kirche sind, dann können wir Ihnen auch NICHT helfen.“
    Punkt.
    Ob das nun in Gottes Sinn ist wage ich mal zu bezweifeln. Ernsthaft. Aber er lässt auch hier zu dass Menschen in seinem Namen sagen/bestimmen wem geholfen wird und wem nicht.
    War ich schon schockiert.

    Das ist nur ein Einblick von etwas, das sich wie ein roter Faden durch mein leben zieht. Man könnte mich auch die schwarze Witwe oder nennen😉 Mein Talent Männer an Tod und Krankheit zu verlieren ist genial, schade nur, dass sich damit kein Geld verdienen lässt, dann wäre das wenigstens zu irgendwas nutze… Ich werde sarkastisch, sorry😉
    Ich glaube nicht, dass man noch wirklich an Gott glauben kann, wenn Ähnliches immer wieder passiert. Vor allem, wenn er sich so gut zu verstecken weiß.

    Also ob er nun in mein soziales Umfeld eingreifen müsste… ne, wohl weniger aber mal ein bisschen aufpassen, dass mir nicht immer wieder dasselbe passiert wär schon toll.
    Also sage ich mal, aus Erfahrung, er hat nicht auf mich aufgepasst. Und wenn du jetzt sagst, dass er das doch hat, beiße ich in die Tischkante, weil ich da wesentlich mehr durch habe als OttoNormal und wenn mir dann einer sagt – hätte schlimmer kommen können, ER hat dafür gesorgt, dass dem nicht so ist, zweifle ich an meinem Verstand😉

    Vielleicht ist es auch nur falsch ausgedrückt, wenn ich sage es gibt ihn für mich nicht. Vielleicht ist es besser ausgedrückt ich würde sagen, ich bin gottverlassen?!

    Mein Freundeskreis ist eher gläubig. Einige arbeiten im Namen Gottes. Ich finde es toll. Wirklich. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass wir irgendwie nochmal eine Basis zueinander bekommen. Ich nenne es auch gerne: „Der alte Herr und ich haben ein unwiderruflich gespaltenes Verhältnis.“
    Sie, meine Freunde, akzeptieren das ( eben auch aufgrund meiner „geballten“ Erlebnisse ) und wüssten selbst nicht, ob sie an meiner Stelle nach alldem noch an ihn glauben könnten. Ich im Gegenzug akzeptiere ihren Glauben.
    Dazu muss ich sagen, dass ich aufgrund der Umstände der letzten Jahre auch den Glauben in die Menschheit verloren habe – den zumindest habe ich zurück und das ist ja schonmal was…😉

    Gefällt mir

  10. Ich glaube nicht, dass man noch wirklich an Gott glauben kann, wenn Ähnliches immer wieder passiert. Vor allem, wenn er sich so gut zu verstecken weiß.

    Also an den Gott, den du da erwartest, würde ich auch nicht glauben wollen. Doch was hat dieser Gott mit Gott tatsächlich zu tun?

    Ist Gott in deinem Leben der, der vor allem für alles Negative verantwortlich ist welches dir begegnet? Also wenn du mich in eine solche Schublade stecken würdest – ich weiß nicht ob ich dann Lust hätte mit dir zu reden😦😉

    Wer könnte nicht hingehen und einen roten Faden der Misserfolge und Tragödien durch sein Leben ziehen? Aber was ist das für eine Perspektive? Auch in deinem Leben gibt es viel mehr – nur scheinst du anzunehmen, dass Gott damit nichts zu tun haben könnte – oder verstehe ich dich falsch?

    aber mal ein bisschen aufpassen, dass mir nicht immer wieder dasselbe passiert wär schon toll.

    Aha. Das du selbst an dem, was dir immer wieder passiert, maßgeblich steuernd beteiligt bist – das ist schon klar, wie ich gelesen habe. Also möchtest du, dass Gott dir immer wieder „auf die Finger haut“? Ich wette, du würdest dann auch wieder wütend auf Gott werden😉

    Vielleicht ist es besser ausgedrückt ich würde sagen, ich bin gottverlassen?!

    Ok, das liest sich schon anders. Doch bleibt die Frage, wer hat hier wen verlassen?

    Die Haltung deiner Freunde kenne ich aus reichlicher Erfahrung mit Christen. Ich bin so dreist bei solchen Aussagen dann zu fragen, ob sie überhaupt an Gott glauben. Wenn ich nur bei gutem Wetter an Gott glauben kann, glaube ich defacto nicht an Gott. Ich lebe dann mehr oder weniger Religion, aber kein aktives Leben mit Gott.

    Auch die Menge an negativen Erfahrungen ist für mich kein ausreichender Grund, Gott in den Wind zu schießen. Besonders dann nicht, wenn das Negative von Menschen gekommen ist – insb. von Christen. Nur weil jemand von einer Idee über Gott fasziniert ist, heißt das lange nicht, dass dieser damit wüsste, wer Gott ist.

    Dazu muss ich sagen, dass ich aufgrund der Umstände der letzten Jahre auch den Glauben in die Menschheit verloren habe – den zumindest habe ich zurück und das ist ja schonmal was…

    Naja, das macht doch Hoffnung🙂 Evtl. klappt das dann auch mit einem völlig erneuerten Glauben an Gott?

    Btw. als kleines Schmankerl:
    „Glaube“ an Gott bedeutet in den Sprachen, in denen die Bibel geschrieben ist, schlicht „Vertrauen auf Gott“.
    Überlege mal, was wir Menschen aus „Glauben“ so alles zusammengezimmert haben. Kein Wunder, wenn daran so Viele verzweifeln, oder?

    Gefällt mir

  11. Nein, das hast du falsch verstanden. Ich mache ihn nicht für die schlechten Dinge verantwortlich aber ich bin es auch nicht.
    Es sei denn ich kann für Krankheit oder tödliche Unfälle verantwortlich gemacht werden😉
    Für den Rest meines Lebens weiß ich schon selbst Verantwortung zu übernehmen. Mir geht mit dem „auf mich aufpassen, dass mir sowas nicht mehr passiert“ eben nur darum, dass er mir einen Mann mal für länger lässt. Ist schon blöd, wenn der Sensenmann präsenter ist als Gott es ist und nicht mir soll er auf die Finger hauen – Eher zum Beispiel dem Autofahrer der meinte sich volltrunken hinters Steuer setzen zu müssen um Mann Numero Uno aus dem Leben zu katapultieren.
    Ich mache keine Witze. Mein Leben ist Tod und Krankheit und heute warne ich Männer davor mir näher zu kommen, weil das nie gesund ausgegangen ist und tödlich enden könnte. Das sind auch keine „ach, passiert mal“ sondern ein zweiundzwanzig Jahre andauernder Missstand was über die Hälfte meines bisherigen Lebens ausmacht.

    Und genau deswegen fehlt mir auf jeden Fall das Vertrauen in Gott. Ohne Frage. Ich weiß aber auch nicht, woher ich das Vertrauen nehmen sollte. Oder soll ich darauf vertrauen, dass er mir den nächsten „Kandidaten“ auch wieder „nehmen wird“ binnen kürzester Zeit? Verzeih mir meinen Sarkasmus aber was das angeht war er mit einer Trefferquote von 100% (!!!) sehr verlässlich, ja. Ich wäre ja schon zufrieden, ich würde einfach nur mal stinknormal verlassen werden oder so ( eine Scheidung wär mal eine Abwechslung ) und eine Beziehung würde mal nicht auf dem Friedhof ( oder wie aktuell in einer vollstationären Endlostherapie, die meinen Mann von der PS IV aber auch nicht wieder wegbringen wird ) enden. Hauptsache ein Mann überlebt mich zur Abwechslung mal… Es kann ja kaum meine „Bestimmung“ sein, Männer unter die Erde zu bringen, das hätte ich einfacher durch eine entsprechende Berufswahl haben können😉
    Darauf sollte er aufpassen, auf nichts anderes.

    Ergo lieber gar kein Vertrauen – Was zur Folge hat, dass ich nicht Glaube. So viel zu deinem Schmankerl. *seufz*
    Ich kann überlegen so viel ich will. Da ist echt nicht Gutes, dass ich ihm zuschreiben könnte. Es sei denn er ist mir inform eines Psychotherapeuten begegnet, denn die waren es, die mir jedesmal wieder auf die Füße halfen, bevor der nächste Nackenschlag kam, eben dass ich wieder stehen konnte und die Vielzahl derer macht es halt aus.
    Wer da noch standhaft ist in seinem Glauben… Für mich ist es unvorstellbar, dass man da nicht mal ansatzweise an ihm oder seiner generellen Existenz zweifelt. Ich jedenfalls habe mich irgendwann nur noch geprüft gefühlt und das war irgendwie eine Prüfung zu viel.
    Sicher waren da auch gute Momente in meinem Leben. Ich war glücklich aber irgendwie war das jedesmal so, als würde man mir mein Glück nur vor die Nase halten um es mir dann *ätsch* gleich wieder zu nehmen.

    Nochmal. Ich mache Gott nicht dafür verantwortlich, mache ihm aber schon den Vorwurf nicht aufzupassen, dass mir „sowas“ nicht mehr passiert. Und das könnte er mal. Ey, der Mann will die Erde und uns alle erschaffen haben. Da ist das doch nicht zu viel verlangt😉

    Ich sag mal so, sollte mir mal ein Mann bis zur Scheidung gegönnt sein, könnte ich vielleicht doch wieder an Gott glauben😉
    Also leg doch einfach mal ein gutes Wort für mich ein😀😉

    Gefällt mir

  12. Nein, das hast du falsch verstanden. Ich mache ihn nicht für die schlechten Dinge verantwortlich …

    Warum dann die ständige Nachfrage, warum Gott das Negative nicht verhindert?

    … eben nur darum, dass er mir einen Mann mal für länger lässt.

    Das impliziert, dass Gott Derjenige wäre, der dir den Mann gibt und wieder nimmt. Wie kommst du darauf und widerspricht das nicht Teilen deiner sonstigen Haltung Gott gegenüber?

    Ich mache keine Witze. Mein Leben ist Tod und Krankheit und heute warne ich Männer davor mir näher zu kommen, weil das nie gesund ausgegangen ist und tödlich enden könnte.

    Uhhh…. das reicht aber verdächtig nach „sich selbst erfüllenden Prophezeiungen“😦

    Und genau deswegen fehlt mir auf jeden Fall das Vertrauen in Gott. Ohne Frage. Ich weiß aber auch nicht, woher ich das Vertrauen nehmen sollte.

    Perfider weise vertraust du Gott doch in einem gewissen Sinne – in dem Sinne, dass Er es sei, der dir die Männer nimmt. In Bezug auf Gott eine verzerrte Wahrnehmung, anscheinend in deinem Leben aber eine gefestigte Haltung.

    Das könnte dein Problem sein. Das es eben nicht so ist, dass du einfach nicht an Gott glaubst, sondern du einen arg verdrehten Glauben / arg verdrehtes Gottesbild über die vielen Jahre verinnerlicht hast. Übrigens ein Gottesbild, dass für die ZJ garnicht mal untypisch ist.

    Für mich ist es unvorstellbar, dass man da nicht mal ansatzweise an ihm oder seiner generellen Existenz zweifelt. Ich jedenfalls habe mich irgendwann nur noch geprüft gefühlt und das war irgendwie eine Prüfung zu viel.

    Recht krass gesagt meine ich, dass es recht zweifelhaft ist, wenn ein Christ niemals mit Zweifel zu tun hätte. Da würde ich Jemanden vermuten, der sich in einem überzogenen religiösen Glauben verloren hat.
    Aber da ist es schon wieder: Du fühlst dich geprüft. Woher hast du das? (Ok, wohl von deinen Eltern, etc.) Aber du bist nun ein paar Tage länger Mensch und denkst immer noch so?
    Was für ein Gott steht für dich hinter diesen andauernden „Prüfungen“? Was für einen Sinn macht es, wenn ein allwissender Gott, der in unsere Herzen sieht und uns besser kennt wie sonst Irgendjemand und der (laut Psalm 139) alle unsere Tage kennt, bevor auch nur einer von ihnen da war, uns permanent prüfen müsste? Was soll dieser Gott da bitteschön daraus noch erfahren können?

    Ich denke mal, das mit den „Prüfungen durch Gott“ ist zu großen Teilen eine destruktive religiöse Haltung.

    Nochmal. Ich mache Gott nicht dafür verantwortlich, mache ihm aber schon den Vorwurf nicht aufzupassen, dass mir „sowas“ nicht mehr passiert.

    Diese Aussage ist ein Paradoxon – merkst du das nicht?

    Ich sag mal so, sollte mir mal ein Mann bis zur Scheidung gegönnt sein, könnte ich vielleicht doch wieder an Gott glauben

    Also ich habe eine Scheidung hinter mir (wie zB aus meinem Buch unschwer zu ersehen) und ich denke, ich hätte leichter mit dem Tod meiner Frau leben können. Dabei verlief meine Scheidung vergleichsweise noch friedlich!
    Von daher ist dieser Satz doch etwas blauäugig – aber ich verstehe was du sagen willst🙂

    Das mit dem guten Wort einlegen tue ich bereits🙂

    Gefällt mir

    1. Tut mir leid, ich kann nicht erkennen, warum Gott daran schuld sein sollte. Gott einfach nur die Schuld für alles zu geben, was du in deinem Leben nicht hinbekommst, schützt dich lediglich davor selbst Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.
      Aber um den Inhalt des obigen Artikels aufzugreifen: Hast du Gott selbst deine Wut geschildert? Und hörst du zu, wenn ER dir antwortet?
      Zitat aus dem Artikel:

      Exline weißt darauf hin: „Man kommt besser damit zurecht, wenn man die auslösenden Situationen und ihre Sicht über Gottes Rolle dabei genauer betrachtet. Zum Beispiel können sie Wut abbauen, wenn sie entscheiden, dass Gott nicht wirklich verantwortlich für die auslösende Erfahrung war. Oder wenn sie erkennen können, dass Gott einen Sinn in die schmerzhafte Erfahrung oder Gewinn für sie daraus bereitet hat.“

      Gefällt mir

    1. Hallo Benny,
      schaust du wieder mal vorbei?😉
      Also wenn ich mir deine Seiten so ansehe, meine ich ja, du solltest dich erst einmal entscheiden, ob es nun Gott gibt oder nicht. Du behauptest ja immer wieder, es könne ihn nicht geben.
      Dann aber wütend auf Jemand zu sein, den es nicht gibt, ist dann doch schon etwas schräg.
      Wenn es ihn aber gibt, solltest du dir überlegen, ob deine Vorhaltungen, die du Gott auf deinen Seiten machst, wirklich gerechtfertigt sind. Ich meine nämlich nein.
      Was dein Gehör betrifft: Es gibt viele Andere mit gutem Gehör, die sich nicht dauernd über Andere aufregen, sondern lernen mit sich selbst besser umzugehen.

      Gefällt mir

  13. Ok, Charly. Ich wollte nur sehen wie schnell man mir hier antwortet🙂 .. Ich habe da so ein paar schräge Fragen,
    alsoo:
    Warum hat Gott uns Menschen auf die Erde gesetzt? Wozu braucht er uns? Nach meiner Meinung ist es das ganze Leid nicht wert. Und wieso hat er so viele Planeten, sind welche bewohnt? Gehören die Aliens, wenns sie gibt, zu ihm oder sind es Dämonen? Hat Gott alles gleich lieb? Kommen wirklich manche auf ewig in die Hölle😦 ? Was verlangt Gott um ins Himmel zu dürfen? Sind wir schon mitten in der Offenbarung, also kurz vor der Zeit in der Jesus auf die Erde zurück kehrt und Satan in die Backen trettet?

    Ich würde Gott viielleicht selbst fragen.. aber ich habe Hemmungen.. uuund.. naja ist egal, das so nebenbei bemerkt.

    Belehre mich bitte eines Besseren.🙂

    Gefällt mir

    1. Also Zhelaniye, warum sollte ich dich hier belehren? Zum einen umfasst eine halbwegs seriöse Antwort deiner Fragen einen Rahmen, den eine Diskussion zu Blogbeiträgen nicht hergibt. Suchst du wirklich Antwort auf deine Fragen, dann empfehle ich dir eine Suche nach einem „Alphakurs“ in deiner Nähe. Dort kannst du diese Fragen alle stellen.

      Warum hast du Hemmungen Gott selbst zu fragen? Hast du Angst, er könne dich beißen?😉

      Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s