Christ und Buddhist sein – geht das?

Klangschalen
© Essenia Deva / pixelio.de

Immer öfter hört und liest man von Zen-Meditation unter sogenannten „christlichen Zen-Meistern“. Da fragt sich Christ dann schon: „Geht das zusammen?“ Dieser Frage ging die Sendung „Lebensart“ von WDR 3 und 5 am gestrigen Sonntag nach. Die Sendung steht hier als Podcast für eine begrenzte Zeit zur Verfügung.

Zitat aus der Abkündigung:
„Kirchlich-religiöses Leben leidet an einem Mangel an Sinnlichkeit. Aus Gott dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist ist eine fromme Floskel geworden, die Dreieinigkeit klingt hohl. Der spirituelle Hunger nach Gott bleibt unbefriedigt. Um dieses Bedürfnis zu stillen, haben Christen in den letzten Jahren auch die aus dem Buddhismus stammende Zen-Meditation entdeckt. Doch wie passt das zusammen: Christentum und Buddhismus? Kann Zen helfen, die mystische Tiefe des Christentums wiederzuentdecken oder zersetzt es die christliche Lehre?“

Geht Zen und Christentum zusammen?
Zentrale Frage ist für mich hier nicht, ob ein Christ meditieren darf. Dass er das darf, geht für mich deutlich aus diversen Bibelstellen hervor. In den Bibelübersetzungen wird das nicht immer deutlich, aber so sagt Psalm 1:2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! (Rev. Elb.)
Dieses „sinnt“ kann gut aus dem hebräischem mit „nachsinnend murmelnd“ oder auch „meditiert“ übersetzt werden.
Das ein Christ meditiert – je nachdem wie er es tut – ist also nicht das Problem. Das Problem ist, nach welcher Anleitung, respektive nach welchem spirituellem Weltbild er das tut.

Passt es also zusammen? Ein klares Nein!
Nachdem ich diese Radiosendung gehört habe, bin ich mir sicherer wie jemals zuvor, dass Zen-Buddhismus und ein überzeugter Christ zu sein in keiner Weise zusammenpassen kann. Das hängt mit den buddhistischen Lehren zusammen, die dort vermittelt werden und den Zielen der Zen-Meditation.

Die Kernfrage bildet hier ganz sicher auch die Frage nach der Erlösung. Zitat aus der Sendung:
„Was sich bei Christen, die Zen üben, mit der Zeit radikal verändert, ist ihr Gottesbild. Der alte Kinderglaube vom lieben Gott im Himmel, so er noch vorhanden ist, schrumpft. Die Idee, dass es einen Gott außerhalb des Menschen gibt, bröckelt. Und die Vorstellung, dass der Mensch nur von außen und mit Hilfe der Kirche erlöst werden kann, nimmt auf dem Meditiationskissen eine neue Färbung an: Sie wird blass und grau. Das ruft natürlich Kritiker auf den Plan, die Zenmeditierenden genau das vorwerfen: dass sie sich selbst erlösen wollen. Stefan Bauberger antwortet diesen Kritikern ganz praktisch.
Ich würd´ sagen, wer … diesen Vorwurf dem Zen macht, möge bitte ´mal meditieren und er wird seine große Hilflosigkeit erfahren, sich selbst zu erlösen … Meditation ist die beste Weise, um zu erleben, dass man sich nicht erlösen kann, sondern dass Erlösung ein Geschehen ist … Erlösung erfährt man im Meditieren umso mehr, … je weniger man macht, je mehr man … geschehen lässt, was von selber geschieht und das ist … ´ne sehr konkrete Form des zu erfahren, was Gnade heißt. … Wenn man von Selbst- und Fremderlösung spricht, … finde ich ´ne ziemlich künstliche Unterscheidung zwischen Christentum und Buddhismus, das ist wirklich ein ziemlich grobes Missverständnis … was man dann erleben kann im Zen und wahrscheinlich … auf jedem Meditationsweg ist, dass diese Erlösung wesentlich damit zu tun hat: Ich bin schon immer erlöst, also mit dem anderen Erleben von sich selbst: Wer bin ich letztendlich. Also diese Erlösung ist immer schon … die Grundlage meiner Existenz … Es ist aber nicht … dass man sich selber erlöst, sondern man erlebt sich als erlöst, man erfährt sich, als schon immer erlöst, das ist vielleicht … was ´nen Unterschied macht zu dem, … wie´s im Christentum manchmal ausgesagt wird.“

Weiter beziehen sich sogen. „christliche Zen-Meister“ auch auf christliche Mystiker:
„Ob man nun bei Meister Eckhart, Johannes Tauler oder Theresia von Avila nachliest – um einige christliche Mystiker zu nennen: Immer finden sich Textpassagen, die dem Zenübenden christlicher Herkunft nicht nur einen theologischen
Orientierungsrahmen bieten, sondern auch Worte, die seine Erfahrungen auf dem Meditationskissen widerspiegeln. Zum Beispiel bei Meister Eckhart, wenn der darüber spricht, was die Ursache seiner selbst sei. Für den Dominikanermönch aus dem 13. Jahrhundert ist Gott nicht der Ursprung des Seins, sondern nur eine Vorstellung:
‚Darum bitte ich Gott, dass er mich Gottes quitt mache, denn mein wesentliches Sein ist oberhalb von Gott, sofern wir Gott als Beginn der Kreaturen verstehen.‘
Eckhart ist sogar so kühn zu behaupten – ein ungeheurer Affront gegen Kirche und Obrigkeit in seiner Zeit -, dass er Gott sei:
‚Und wäre ich nicht, so wäre auch Gott nicht. Dass Gott Gott ist, dafür bin ich die Ursache. In meiner Geburt wurden alle Dinge geboren, und ich war Ursache meiner selbst meinem Sein nach, das ewig ist.‘ „

Nach meiner Auffassung sind diese Aussagen in keiner Weise mit den Botschaften der Bibel vereinbar.

Wenn ich bisher eher zögerlich und mit einem flauen Gefühl in der Magengegend Zen-Meditation für Christen abgelehnt habe, so tue ich es Heute aus voller Überzeugung. Ich verstehe es sogar so, dass sich ein Leben als Christ und buddhistische Zen-Meditation absolut ausschließen. Niemand kann Christ und Buddhist zugleich sein ohne eine oder beide Überzeugungen zu verleugnen.

Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

29 Kommentare zu „Christ und Buddhist sein – geht das?“

  1. Der Mensch kommt einfach nicht aus der Aktivität heraus – „man muss doch etwas tun! Es kann doch nicht angehen, dass ich mich erlösen lasse…. dass alles schon vollbracht ist.!.“
    Ganz nach dem Motto: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott..
    Oh man, wann will man dann überhaupt mal irgendwie zur Ruhe kommen? Es ist ein Räderwerk, dass immerzu angetrieben werden muss.
    Wie bin ich dankbar für den Vers, der es mir so deutlich sagt:
    Der Stab des Treibers ist zerbrochen.
    Das heißt Ankunft im Vaterhaus. RUHEN!

    >>Kirchlich-religiöses Leben leidet an einem Mangel an Sinnlichkeit. Aus Gott dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist ist eine fromme Floskel geworden, die Dreieinigkeit klingt hohl. Der spirituelle Hunger nach Gott bleibt unbefriedigt. Um dieses Bedürfnis zu stillen, haben Christen in den letzten Jahren auch die aus dem Buddhismus stammende Zen-Meditation entdeckt.

    Das ist leider wirklich so. Menschen haben verschiedene Zugänge um mit Freude mit ihrem Schöpfer zu kommunizieren. Es ist eben nicht allein die Anbetung in einer Stuhlreihe. Es gibt für mich da ganz andere Orte und Momente in denen ich in die Gegenwart Gottes komme.
    Mir fehlt da, wie es hier auch steht, die Sinnlichkeit.
    Finde ich eine treffende Erklärung für dieses „Phänomen“..

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  2. Es geht nicht darum was die Kirche sagt oder nicht. Wenn man Buddha nimmt: seine innerliche Ruhe, sein ruhiger Geist und die Liebe zur Schöpfung

    und Jesus: die Liebe zu anderen Menschen

    Wenn mann die Zwei zusammen nimmt und von ihnen lernt, bist und kannst Du nur ein ruhiger, liebe Voller Mensch sein.

    Jesus und Buddha gehören zusammmen

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    1. So leid es mir tut, aber Ihr Kommentar offenbart lediglich, dass Sie weder Ahnung vom Christentum noch vom Buddhismus haben😦

      Wer Jesus und Buddha ohne Probleme zusammenstellt und ihre Lehren derart extrem verkürzt, hat sich mit keinem der Beiden wirklich beschäftigt.

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  3. Da verkürze ich doch jetzt knapp eineinhalb Jahre später mal munter mit.🙂 Nicht-Wissen ist schließlich eine Tugend.

    Jesus Christus war ein Meister. Buddha war ein Meister. Nach der Überlieferung wohl beide charismatisch. Beide Reformatoren der Spiritualität ihrer Zeit. Beide beschäftigten sich mit dem urmenschlichen Gefängnis, geschaffen aus dem Selbstbewusstsein, der Reflektionsfähigkeit, der Kenntnis über die eigene Sterblichkeit, der Allgegenwärtigkeit menschlichen Leidens.

    Diese unsere Welt formiert sich in Materie. Betrachtet man nun menschliches Handeln und seine Auswirkungen in der materiellen Wechselwirkung (von Mensch zu Lebewesen), so kann ich ohne Kenntnis über das „Betriebssystem“ nach meiner Ansicht keinen Unterschied zwischen einem manifesten Christen und einem erwachten Buddhisten erkennen. Es sind für mich verschiedene Wege zur Kenntnis des Einen. Zum Ausdruck des Einen. Ob ICH Membran Gottes oder des Daos ist, spielt für das Außen keine Rolle. Aus beiden leitet sich in letzter Konsequenz ein von Mitgefühl geprägtes Gesellschaftssystem ab. Auch wenn schon das Wort Mitgefühl innerhalb der „Betriebssysteme“ andere Bedeutung erhält. Die Auswirkung bleibt kaum unterscheidbar.

    Das Feld Spiritualität lag bei mir, zumindest auf der bewussten Ebene, lange Zeit brach. Seit meinen Endzwanzigern beackere ich es wieder. Und je mehr ich mich mit der lebenspraktischen Ausrichtung der buddhistischen Lehre(n) beschäftige, desto mehr meine ich zum ersten Mal in meinem Leben wahrhaftig ein Gefühl für die Botschaft des Christentums zu erahnen. Die katholische Kirche, wie ich sie von Kindheit an kennenlernte, bombardierte mich hingegen mit Worten und Gleichnissen. Nur in meinen wenigen Klosteraufenthalten gab es kleine Momente der Erfahrung. Zurück blieb ein diffuses Schuldgefühl. Und eine Handvoll Zweifel.

    Wie oben angesprochen ist es die Sinnlichkeit (ja, auch hier gibt es Definitionsunterschiede), also die wahrhaftig körperliche Erfahrung, die das Dharmator öffnet. Oder einem eben das Reich Gottes erschließt. Und diese Anleitung existiert nach meiner Erfahrung nur sehr rudimentär in der Alltagskirche, wie sie in Deutschland gelebt wird.

    Ich bin auf dem Weg, meine Erfahrungen wandeln sich und mich und „die“ Realität. Für den Moment scheint mir das Christentum ein hochkomplexes, stark intellektualisiertes Konstrukt zum Ausdruck des Einen. Für manche Menschen wird dieser Weg der rechte Fingerzeig sein. Für andere Charaktere bietet er einen sehr schwierigen Zugang. Eher Verwirrung als Erhellung sozusagen.

    Da die Amtskirchen in Deutschland über ein lebendiges Netzwerk verfügen und in unserer Gesellschaft eine wichtige soziale Rolle spielen, werde ich Mitglied bleiben. Wahrscheinlich allerdings den Wechsel von der katholischen zur evangelischen Kirche vollziehen. Unter Anderem ist die Sexualmoral der Ersteren für mich nicht mehr tragbar. Die Scheinheiligkeit ist für meine Empfinden zu ausgeprägt. Privat ist für mich ganz klar buddhistisches Denken und Leben einleuchtend und spricht mich an. Aber warum soll ich mich nicht in die Gemeinschaft der Christen miteinbringen? Und ihrem Ausdruck, ihrer Form Respekt zollen. Wir sind doch im gleichen Auftrag unterwegs🙂.

    Ich bedauere es sehr, dass in meinen Augen frisches Blut, wie es z.B. Willigis Jäger in die Kirche tragen wollte, schlicht abgelehnt wird. Dabei geht es doch um Lebendigkeit.

    „Wenn ihr einem Buddha begegnet, tötet den Buddha.“ (Linji)

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    1. Hallo Johannes,
      aus ihrem Kommentar lese ich vor allem eine recht typische Sache heraus: Bei allem Bemühen haben auch sie nicht wirklich kapiert, was Christ zu sein tatsächlich bedeutet.

      Was Kirche und Religiosität betrifft, mögen sie in vielem Recht haben. Aber weder Kirche noch chr. Religiosität sind tatsächlich Ausdruck echter christlicher Erfahrung. Diese begründet sich vielmehr in dem konkreten Umgang mit der Person Gottes – und nicht etwa einer Kraft, einem Fluidum oder göttlichen Prinzip. Weil aber Kirche und chr. Religiosität nicht mehr klar und deutlich genug das verkündet, worum es beim Christsein wirklich geht, kommen solche unsäglichen Vermischungen zustande.

      Von daher teilen Buddhist und echter Christ quasi nichts an gemeinsamen Weltbild. Aus diesem Grunde kann ich es auch begrüßen, dass Buddhisten oftmals noch der Zugang zur Kirche verweigert wird.

      Den von ihnen eingestellten Link habe ich nicht freigegeben, weil ich hier keine Werbung für den Buddhismus haben will.

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  4. Hallo Charly,

    ich freue mich über Ihre Antwort. Bin ich doch auf ihre Seite geraten, weil es mir am Herzen liegt, dem alltäglichen Nebeneinander der Religionen, meiner frühkindlichen christlichen (wenn ich sie recht verstehe besser: religiös-kirchlichen) Prägung und meinem Alltag als Erwachsener den rechten Platz zuzuweisen.

    So gesehen nehme ich Ihre Worte ernst, dass es mir an einem tiefen Verständnis über das Christsein mangeln soll. Die von ihnen angesprochene fehlende Verkündung/Aufklärung macht den Zugang offensichtlich auch nicht ganz einfach. Ich werde meine Ohren offen halten.

    Dass Buddhist und Christ nichts an gemeinsamem Weltbild teilen, wurde mir gestern im Tagesverlauf auch klar. Nach meinem derzeitigen Verständnis studiere ich den Buddhismus zur Überwindung des Buddhismus. Etwas naiv vielleicht habe ich diese Herangehensweise auf das Christentum übertragen. Das ist so nicht möglich und sogar verletzend für den Glaubenden. Da kann Naivität schnell wie Arroganz wirken. Ich bitte um Verzeihung.

    Der Verinnerlichung von Religiosität in der buddh. Praxis steht ganz klar die Veräußerlichung der Religiosität in der christl. Praxis gegenüber. Verkörperlichung vs. lebenslanger Dialog sozusagen. Mehr Gegensatz im Endpunkt geht wohl nicht. Das ist mir nun bewusst geworden.

    Der von mir angesprochene Willigis Jäger ist kein Buddhist, dem der Zutritt verweigert wurde. Meines Wissens war er jahrzehntelang Benediktinermönch, der aufgrund seiner kontemplativen Ansätze gegangen wurde. Und so klar ich jetzt die Gegensätze sehe, so neugierig macht mich die Existenz ebensolcher Menschen. Sozusagen Insider, die das Unvereinbare vereinen. Ich hoffe ihn vor seinem Tod noch zu treffen. Dann werde ich ihn fragen, warum er an Gott festhält.

    Dass sie den Link als Werbung eingeordnet haben, verwundert mich. Mir ging es lediglich um die Vermehrung der Einsichten. Die zitierten Zen-Meister sprechen eine klare Sprache. Ihr Blog – ihre Regeln.

    Ich danke Ihnen für die Existenz dieser Plattform und Ihre Antwort. Ich werde weiterlesen.

    Alles Gute,
    Johannes

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    1. Hallo Johannes,
      ich freue mich ehrlich über ihre suchenden Worte. Ich begrüße es, wenn Menschen ausgetretene Wege kritisch hinterfragen.

      Der Kern der christlichen Botschaft ist die konkrete Begegnung mit der Person Gottes. Nicht mit „dem Gott in uns“ oder dem göttlichen Prinzip, etc. Sondern mit dem ewigen, allmächtigen und heiligen Gott, der außerhalb von uns existiert. IHM gegenüber wird jeder Mensch sich der Last bewusst, die ihn von Gott trennt – was die Bibel Schuld und Sünde nennt. Der Mensch wird vor Gott niemals aus sich heraus gerecht. (Schon der Begriff „Gerecht“ muss hier anhand dem biblischen – nicht kirchlichen – Verständnis gefüllt werden.) Es ist nichts im Menschen, was ihn vor Gott gerecht machen könnte. Daher zielt die Beziehung Gott-Mensch auf die totale Abhängigkeit des Menschen von Gott und (ganz wichtig!) der Liebe und Gnade Gottes zum Menschen ab. Keine Werke, keine Vertiefung, keine spirituelle oder religiöse Leistung des Menschen kann diese Kluft überwinden. lediglich ein simples und aus Herzen ehrlich gemeintes „Ja“ zur Vergebung, die uns durch Jesus angeboten wird, schlägt die Brücke zwischen Gott und Mensch. Dann sollte das Leben des Christen vom Dialog und der Gemeinschaft mit Gott geprägt sein und nicht mit frommen Übungen, mit denen man Gott wenigstens im Nachhinein gefallen will. „In Christus“ gefallen wir Gott und können dem nichts hinzufügen. Aber wir können im Dialog mit Gott erleben, wie ER uns und unser Leben gestaltet und prägt. Alles immer in der großen Freiheit genauso „Nein“ zu Gott zu sagen, wie wir „Ja“ sagen können.

      Wenn sie die Bibel studieren um die Last kirchlicher Lehre zu überwinden, tun sie etwas gutes. Das ist, was ich schon seit langem tue. Das haben wohl die Religionen gemein, dass Menschen sie über die vielen Jahre in ihrem Kern hin zu Menschlichem verändern und die eigentliche Botschaft darunter erstickt.

      Gerade Gestern habe ich auf WDR5 ein Feature über den kath. Priester Johannes Kopp gehört, der als kath. Priester auch gleichzeitig Zenmeister ist. Beim zuhören wird mir sehr deutlich, dass er Gott nicht wirklich kennt, evtl. nie wirklich kannte. Es ist tatsächlich so, dass eine Vermischung des Christentums (wie die Bibel es meint) mit anderen Religionen unmöglich ist. Denn es kollidiert immer an der Person Gottes und Seinem Verhältnis zu den Menschen. Dies wird mWn nur im Judentum und Christentum so gelehrt und erfahren. Das dies auch ernsthaften Anhängern anderer Religionen auffallen muss, sollte völlig selbstverständlich sein.

      Gruß, Charly

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  5. Nein, du kannst nicht gleich zeitig zwei Religionen haben es ist fast so wie gut und böse. wenn du gut sein willst dann bleibe gut.Wenn du schlecht sein willst dann bleibe schlecht aber wenn du gut und schlecht sein willst dann versteht dich doch keiner mehr! Weißt du was ich meine?

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  6. …und ich würde dir raten ein Envangelischer Christ zu werden.
    es ist wirklich ein richtig schönes Gefühl mit Jesus zu sein.
    Geh zu einer Kirche du wirst dich dort sehr wohl fühlen du wirst seine liebe spüren. Beten ist auch sehr einfach rede einfach mit ihm wie ein freund neben dir, hol dir eine Bibel dann kannst du auch mehr lernen. Gib dein leben zu jesus. sag:“und bete jeden tag das er dir deine Sünden verzeit glaub mir er ist und bleibt der richtige weg wenn du du mehr wissen willst sag mir bescheid =D
    Ps. Jesus liebt dich!

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    1. Das ist wirklich sehr nett von dir🙂 Evtl. schaust du dich auf meinem Blog ein wenig um? Könnte sein, dass ich schon über 30 Jahre das lebe, was du mir empfiehlst😉

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    1. Das ist schon in Ordnung🙂 Aber demnächst evtl. dann doch erst mal ein Bild von demjenigen machen, den man auf Jesus anspricht. (Was ja bei solchen Blogs wie hier nicht wirklich schwer ist😉 )

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  7. @ Charlie
    Du schriebst unter anderem:

    Dann sollte das Leben des Christen vom Dialog und der Gemeinschaft mit Gott geprägt sein und nicht mit frommen Übungen, mit denen man Gott wenigstens im Nachhinein gefallen will.

    Ich schreibe Dir ja nicht etwas neues, wenn ich an Hebr. 5, 7 erinnere.
    Und er hat in den Tagen seines (Fleisches – das sollte klar verstanden werden als: Lebens mit der menschlichen, sündigen und verdorbenen Natur) Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen geopfert zu dem, der ihm vom Tod konnte aushelfen; und ist auch erhört, darum dass er Gott in Ehren hatte. (Luth)
    Auch ist es nichts neues mit 1. Petrus 4, 1: Weil nun Christus der verdorbenen, sündigen und menschlichen Natur nach für uns (vorbildlch) gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer der menschlichen, verdorbenen und sündigen Natur nach leidet, hört auf (oder kommt zum Ende mit) von Sünden. (Luth)
    Zur Verdeutlichung muss ja gesagt werden, dass dieser Prozess nicht schon abgeschlossen wäre und auch nicht plötzlich und automatisch vor sich geht.
    Bisher ist mir in 2 1/2 Jahrzehnten kaum eine Gruppe (oder ein Einzelner) begegnet, die/der den „Weg durch das Fleisch“ Hebr. 10, 20 erläutert hätte und dazu ermutigt hätte.
    Ich habe Deinen Satz oben deshalb zitiert, weil dieses Nachahmen des Tuns Jesu oft als fromme Übung verkannt und schlecht geredet wurde.
    Die Bibel spricht oft davon, dass wir opfern sollen, ja unseren Leib Gott zum Opfer dargeben sollen.
    Damit ist ja keinesfalls gemeint, seinem Leib Schaden tun zu sollen.
    Das verstehen wir doch klar z.B. aus 1. Kor. 13.
    Ich denke auch nicht, dass Du mit dem obigen Satz gemeint hast, das wir „nur einfach an Jesus glauben sollen“ und dann wird Gott schon alles weitere automatisch regeln.
    Der Inhalt des christlichen Lebens (da sind wir uns, glaube ich, einig) ist konsequente Nachfolge (oder: Nachahmung) Jesu.
    Wo ich bin (wie ich getan habe) da wird mein Diener auch sein (so wird mein Diener auch tun). Es ist kein Unterschied (oder ein leichteres Leben) für meine Nachfolger. War das nicht der Inhalt der Reden Jesu?

    Ich bin sehr allergisch gegen das weiche und sanfte ökumenische Evangelium (was ja keines ist), dass ich immer nachhaken muss, wenn eine Aussage dahin gehend (miss-)verstanden werden könnte.
    Wenn Paulus schrieb, dass Christus in seiner Schwachheit zur Vollendung kam, meinte er ja damit, dass er sich seiner Unfähigkeit zum Tun des vollkommenen Gotteswillen ständig bewusst sein wollte und alles allein von Gott erwartete. Wie weit er damit gekommen ist, drückt doch z.B. sein Bekenntnis aus: ich habe mehr gearbeitet als sie alle, nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes in mir. (1.Kor.15,10 / Luth)

    Gott will „gewalttätige“ Jünger. Dieses dem Himmelreich Gewalt anzutun ist ja oft garnicht sichtbar. Es geschieht im Kämmerlein (des Hersens wohl allermeist), und Gott vergilt öffentlich.

    Das reicht fürs erste, denke ich. Auch ich sage Danke für die Möglichkeit des Austausches durch diese Seite.

    Würde mich freuen, wenn ich aufrichtige Menschen hierdurch finden könnte, mit denen echte Gemeinschaft und befruchtender Austausch zustande kommt.

    Herzlich grüßt Hartmut Weißgerber

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    1. Hallo Hartmut,
      ich muss gestehen, dass ich allergisch auf eine Verkündigung reagiere, die uns weismachen will, wir müssten uns das Heil oder den Erhalt dessen, selbst verdienen.
      Heiligung ist ein wichtiger Teil unseres Lebens mit Christus. Aber sie muss als Reaktion, aus der Gemeinschaft mit Gott kommen. Sich zu heiligen, um Gott damit gefallen zu wollen – was uns völlig unmöglich ist – ist auch völlig unsinnig. Wir gefallen Gott durch Christus und nicht durch unsere Leistungen.

      Desweiteren bin ich mir nicht klar geworden, ob dir der Unterschied im NT zwischen Fleisch= innere, der Welt zugewandte Haltung und Fleisch= Körper oder irdische, materielle Existenz bewusst bist. Deine Bibelzitate sind hier dementsprechend leicht widersprüchlich.
      Hebr 5:7 meint mit Fleisch Jesu irdische, materielle Existenz und auf garkeinen Fall eine innere, der Welt zugewandte Haltung! Eine solche hat Jesus niemals gehabt.
      2 Korinther 5:21 Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. (Rev.Elb.)
      Hätte Jesus jemals diese Haltung gehabt, wäre er nicht ohne Sünde gewesen.

      Ebenso verhält es sich mit 1.Petr.1:4. Und auch mit Hebr.10:20. Da steht auch nichts von einem „Weg durch das Fleisch“ sondern einen Weg durch den Vorhang (des Tempels, welcher das Allerheiligste abtrennte).

      Wir sind uns einig, dass Gott von uns eine konsequente Nachfolge fordert. Ich habe erkannt, dass die erste Konsequenz die ist, dass wir echte Gemeinschaft mit IHM pflegen und nicht etwa, dass wir uns im Einhalten der Gebote aus unserer eigenen Kraft üben. Aus dieser Gemeinschaft heraus ändert Gott unseren Sinn, so dass wir in unserem Leben das suchen, was Gott wichtig ist. Die Gemeinschaft mit IHM ändert unseren Sinn hin zu IHM, so dass wir eben nicht mehr fleischlich gesinnt / auf das Vergängliche ausgerichtet sind.

      Ich meine das sehr ernst damit, dass unser Leben als Christ nicht davon geprägt sein darf, aus eigener Kraft und aus eigenem Antrieb durch fromme Übungen Gott gefallen zu wollen. Das sind Werke des Gesetzes und nicht der Gnade. Und ich halte es mit Jakobus, welcher deutlich machte, dass aus dem gelebten Glauben sichtbare Werke entstehen müssen und keinesfalls umgekehrt. Ein Glaube, welcher sich nicht durch die Gemeinschaft mit Gott auszeichnet, sondern lediglich im Einhalten von Geboten, ist tot. Ein Glaube, welcher sich aber durch die Gemeinschaft mit Gott auszeichnet, wird ganz von selbst Werke der Gerechtigkeit gebieren.

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  8. Sehr geehrter Herr Charly,

    Ihre geistigen Ergüsse erinnern mich teilweise an die unwissende Zeit der „christlich“ organisierten Kreuzzüge.
    In der heutigen Zeit geht man an religiöse Bereiche mit ganz anderer Voraussetzung heran. Wissenschaftliche Erkenntnisse, freies Denken, Suchen und Prüfen sowie selbst nach dem Sinn des Lebens zu forschen und daher für Alles offen zu sein, ist der Weg Gott näher zu kommen. Das heißt natürlich nicht alles zu glauben, nein schon gar nicht, sondern sich keiner anderen Meinung zu verschließen, einfach alles genau zu prüfen und jegliches dogmatische Denken zu verlassen.
    Ich vermute, dass Sie Religion mit Konfession, oder Konfession mit Religion, verwechseln. Wenn Sie Ihrer konfessionellen Kirche die Stange halten wollen, so spricht das, lediglich im Hinblick auf Ihr Konfessionsbewusstsein, für Sie. Mit Religion hat das aber wirklich nichts zu tun. Religion kommt vom lateinischen religio, lateinisch relegare, und dies bedeutet „gewissenhafte Berücksichtigung“, „Sorgfalt bei menschlichem Handeln, Denken und fühlen“. Dies alles vermisse ich bei Ihren Beiträgen leider sehr stark, sodass Sie sich weniger ein religiös denkender, als vielmehr ein konfessionell handelnder Mensch geben.
    Man versucht nicht in der Öffentlichkeit andersdenkende Menschen zu diffamieren, indem man vor diesen Menschen warnt, nur weil dieser eine ganz andere Erfahrung und Einstellung hat wie Sie. Ich kann zwar nicht wissen welche Einstellung Herr Weißgerber hat, jedoch Ihre Einstellung zum Christentum, verzeichnen Sie mir, ist weder christlich noch religiös (religio). Ihre Einstellung dürfte nur konfessionell sein.
    Um auf Ihr ursprüngliche Thema „Christ und Buddhist sein geht das?“ zurückkommen zu dürfen, empfehle Ich Ihnen das Buch von *Eigenwerbung gelöscht*
    Ich wünsche Ihnen mit diesem Buch, nachdenkliche Stunden und Gottes Segen.
    JoLi

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    1. Sehr geehrter Herr JoLi,
      an ihrem Kommentar stelle ich zunächst einmal fest, dass es tatsächlich klug ist sich nicht derart aufzublasen, wie sie es dort getan haben, wenn man offensichtlich nicht wirklich weiß, worüber man spricht.
      Ebenso offensichtlich ist, dass sie ein Gottesbild haben, welches eher dem Buddhismus entspricht.

      Wovon sie weiterhin offensichtlich keine Ahnung haben ist, was Religion, Konfession und chr. Glaube ist. Zumindest ist absolut klar, dass sie keinerlei echte Ahnung haben, was den chr. Glauben überhaupt ausmacht. Denn der Kern des chr. Glaubens ist der eine personale Gott und nicht irgendeine wildflüchtige Vorstellung eines Prinzips oder ähnlichem. Demzufolge ist der chr. Glaube primär ein Erleben der Gemeinschaft und Begegnung mit diesem personalen Gott und nicht vornehmlich ein religiöses Produkt einer Kirche. Und eben dieser personale Gott gibt durch das Sein seiner Person vor, wer und wie Gott ist. Nicht unsere teils völlig abstrusen religiösen Phantasien.

      Wenn sie meine „Ergüsse“ an die Kreuzzüge erinnern, so muss ich sagen, dass ihr „Erguss“ mich schlicht an die überragende Dummheit Derer erinnert, die meinen alles erkannt zu haben, wenn sie alles nur derart genug verwässern, so dass nichts mehr übrig bleibt, was irgendeine Geltung hat. Wenn aber nichts mehr gilt, hat auch nichts mehr einen Wert.

      Wenn ich mich hier genötigt sehe, vor den Kontaktversuchen einer bestimmten Person in der Bloggosphäre zu warnen, habe ich dazu leider mehr wie reichlich Veranlassung. Ihren Kommentar dazu nehme ich als Meinungsäußerung wahr, behalte mir aber vor weiterhin selbstständig zu entscheiden, was ich diesbezüglich tue.

      Aufgrund der Art ihrer Einlassung hier, werden sie sich ggf denken können, dass ich auf einen Austausch dieser arroganten Art kein Interesse habe und somit ihre Kommentare nur freischalte, wenn ich darin mehr Respekt vorfinde. Ihre Buchwerbung habe ich gelöscht, da ich auf meinen Blog keine Werbung für Literatur haben möchte, hinter der ich nicht auch stehen kann. Diese Werbung machen sie ja ausführlich genug auf ihren eigenen Seiten.

      – – – – –
      Nachtrag: Wie zu erwarten war, besteht die nachfolgende Reaktion aus weiteren Beschimpfungen. Nun ja, wer sowas braucht – ich brauche das nicht!

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  9. Ich finde es interessant, wie einige hier der Meinung sind, „echtes Christentum“ definieren zu können. Was ist denn in den Augen derjenigen „echtes Christentum“ und welche Evidenz hat diese Vorstellung frage ich. Hat etwa Jesus diese Kirche gegründet oder waren es nicht doch viel eher Menschen, die seine Lehre interpretiert und daraus ihre Dogmatik konzipiert haben? Eindeutig letzteres. Deswegen gab es zur frühen Zeit des Christentum auch eine unheimliche Anzahl an unterschiedlichen christlichen Strömungen (Marcionismus, Montanismus, Gnostizismus um nur ein paar zu nennen), die teilweise von ganz unterschiedlichen Gottesbilder ausgingen. Man sieht es doch an unseren derzeitigen Kirchen, dass nicht einmal sie einheitliche Gottesvorstellungen haben. Bei Katholiken ist Jesus mit seinem Geist im Abendmahl anwesend, bei Protestanten ist dieses nur ein Symbol. Bei Katholiken hat Gott einen Stellvertreter auf Erden, bei Protestanten nicht. Also was ist jetzt das „echte Christentum“? Um diese Frage nicht etwa klären, aber zumindest angehen zu können, darf man sich nur auf eines berufen, nämlich was Jesus gesagt hat. Kein Altes Testament, kein Paulus, das eine war vor Jesus‘ Zeit, das andere ist eine nachträgliche Interpretation seiner Worte von einer Person, die laut eigenen Aussagen Jesus niemals gekannt und an ihm als Mensch auch nicht interessiert gewesen ist. Und hierbei ergeben sich zwei Aspekte:

    1) Jesus sagte es gibt zwei wichtige Gebote, nämlich Gott und seinen Nächsten aus ganzem Herzen zu lieben wie sich selbst. Damit ist gemeint Gott und damit seine Schöpfung zu lieben, damit alle Menschen und alles, was Teil der Schöpfung ist – also auch die Natur und Tierwelt. Zutiefst buddhistisch. Dann ist die Frage, wie man sich selbst lernen soll zu lieben? Denn das ist die Voraussetzung um andere lieben zu können, wie sich selbst. Um das zu können muss man zunächst sich selbst zu erkennen und zu lieben lernen. Und dabei hilft der buddhistische Zen. Seine Seele zu erkennen ist ein Teil dieses Prozesses. In der Diskussion zwischen Selbst- und Fremderlösung erkenne ich ebenfalls keinen Widerspruch. Erlöst wird jeder Mensch von Gott, zu denken der bloße Glaube an ihn würde dazu ausreichen ist jedoch Utopie. Jesus und auch sein Bruder Jakobus erklärten immer wieder, wie wichtig das Handeln für die Erlösung des Menschen ist und wie heuchlerisch diejenigen (die Pharisäer) sein, die viel beten aber nicht nach Gott handeln. Insofern kann sich jeder Mensch nur durch seine guten, christlichen Taten selbst erlösen. Was christliche Taten sind, hat Jesus in seiner Bergpredigt in Form einer Radikalethik formuliert und sind auch in unserem abendländischen Menschenrechtskatalog verankert. Ohne Gott würde es keine Erlösung geben, aber wenn der Mensch nicht nach Gottes Worten lebt, gibt es ebenfalls keine Erlösung. Insofern gibt es keine Fremderlösung ohne Selbsterlösung und keine Selbsterlösung ohne Fremderlösung.

    2) Wann immer Jesus predigte, stellte er den Menschen in den Mittelpunkt. Ohne den festen Glauben des Menschen an Gott und seine Liebe wäre keines von Jesus Wundern möglich gewesen. Mit Glauben ist jedoch nicht nur das bloße Anhimmeln Gottes gemeint, sondern das unbedingte Vertrauen in ihn („ich glaube an dich“) und an seine Werke. So hat Jesus immer wieder gemeint „DEIN Glaube hat dir geholfen“ und hat bei seinen Jüngern oft genug den fehlenden Glauben bemängelt. Dabei ging es nicht darum, dass sie nicht an Gott geglaubt, sondern dass sie ihm nicht bedingungslos vertraut haben. Und um dieses Vertrauen zu Gott aufzubauen ist erneut der Buddhismus eine starke Brücke, denn durch die Meditation kann man nicht nur sich, sondern auch Gott finden. Wie also ist es zu erklären, dass diese Wunder nicht ohne den Glauben der Menschen vollzogen werden konnten? Es zeigt, was Gott sein soll, ein Wesen in und außerhalb der Schöpfung. Die Ursache und gleichzeitig der Ausführer von allem. Was anderes hat auch Jesus uns nie gezeigt. Der Buddhismus geht davon aus, dass jeder Mensch göttlich ist und das Christentum, dass Gott über und außerhalb allem steht. Der Buddhismus lehnt also keineswegs eine Gottesvorstellung ab, sondern nur das Bild eines personalen Gottes, der nach Intention handelt. Und diese Bilder kennen wir größtenteils nur aus dem Alten Testament, wo es viel um die Menschen ging, die Teil einer Art Schachspiel von JHWH waren. In den Evangelien hingegen wird Gott mehr mit einer transzendentalen Größe gleichgesetzt, die in ständiger Verbindung mit dem Herzen der Menschen steht. Anstatt einem Volk kann jeder Mensch zu Gott finden, anstatt ein Gott der Bestrafung und des Krieges ein Gott der Liebe, der jedem bedingungslos verzeiht, der ehrlich bereut, anstatt Auge um Auge, Zahn um Zahn das Doppelgebot der Nächsten- und Feindesliebe. Gott der dort dargestellt wird sucht die Einigkeit zwischen allen Schöpfungswerken, daher auch die Nächstenliebe. Und schon merken wir, wie ähnlich wie doch dem buddhistischen Glauben sind, der Gott als das Vebindende durch alles und jedem sieht, der erschafft und auch immer wieder erschaffen wird, der übermächtig, aber zugleich zutiefst menschlich ist, da jeder Mensch einen göttlichen Funken in sich trägt. Genau das sagt Jesus übrigens im Thomas Evangelium, was aber entkanonisiert wurde, da es den Vorstellungen der damaligen Kirche widersprochen hat.

    Mir ist bewusst, dass sehr dogmatische Christen hier einen Widerspruch sehen werden. Ich als überzeugter Christ tue es jedoch nicht, weil ich mich auf Jesus und nicht auf standardisierte Gottesbilder, die lediglich eine Interpretation seiner Worte darstellen, stütze. Wenn sich die unzähligen christlichen Konfessionen nicht einmal einig über ihr Gottesbild werden können, kann niemand von sich in Anspruch nehmen das „echte Christentum“ zu repräsentieren. So wie ich Jesus verstehe und in seiner Nachfolge lebe sehe ich keinen Widerspruch, aber welchem Weg jeder folgt kann er selbst entscheiden. Dennoch sage ich aus persönlicher Überzeugung, JA man kann gleichzeitig an christlichen und buddhistischen Überzeugungen festhalten und diese auch im Alltag leben ohne das jeweils andere zu verleugnen.

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    1. Ok, das liest sich geradezu unglaublich klug, auch wenn es mit Irrtümern gespickt voll ist😦 Aber Schritt für Schritt:

      Hat etwa Jesus diese Kirche gegründet oder waren es nicht doch viel eher Menschen, die seine Lehre interpretiert und daraus ihre Dogmatik konzipiert haben? Eindeutig letzteres.

      Ein Denkfehler, der so häufig vorkommt: Jesus hat sehrwohl die Gemeinde, die Ekklesia gegründet, nicht aber die „Kirche“. Diese wurde tatsächlich von Menschen gegründet und liegt in nicht wenigem hart oder weit neben dem, was Jesus tatsächlich wollte. Wenn ich von „Christentum“ spreche, dann meine ich die von Jesus in Leben gerufene Ekklesia und keine Kirche. Fakt ist, dass nicht wenige Vertreter der „Kirchen“ keinerlei Probleme damit haben, sich völlig entgegenstehende Religionen zu mischen (Christentum und Buddhismus). In der Ekklesia ist dies jedoch völlig unmöglich!

      Deswegen gab es zur frühen Zeit des Christentum auch eine unheimliche Anzahl an unterschiedlichen christlichen Strömungen (Marcionismus, Montanismus, Gnostizismus um nur ein paar zu nennen), die teilweise von ganz unterschiedlichen Gottesbilder ausgingen.

      Stimmt, es gab unterschiedliche Glaubensströmungen, aber eben keine wirklich „christlichen“. Warum? Nun angefangen damit, dass die Ekklesia sich lange nicht als Kirche auffasste, oder als eigene Religion, noch sich selbst „Christen“ nannte. Dann ist festzuhalten, dass es diese große Anzahl rel. Strömungen nicht erst seit der Auferstehung Jesu gab, sondern schon lange vorher und, wen wundert’s, auch nachher. Also wie kommt man auf die Idee, zT schon vor Jesus bestehende Glaubensströmungen nach Christus „christlich“ zu nennen? Nur weil sie auch mal Jesus irgendwo erwähnen, oder weil sie (wie so oft „Kirche“ Heute) die Glaubensaussagen Jesu zu ihren Glauben hin verdreht haben? Dann die Glaubensströmungen, die von den, von Menschen gegründeten, „Kirchen“ anzuführen, bedeutet auch nur weitere, von Menschen gemachte, Religionsauffassungen anzuführen. (So wie die Religionsvorstellung, man könne bedenkenlos zwei, sich völlig fremde und entgegenstehende, Religionen munter mischen.)

      Also was ist jetzt das “echte Christentum”? Um diese Frage nicht etwa klären, aber zumindest angehen zu können, darf man sich nur auf eines berufen, nämlich was Jesus gesagt hat. Kein Altes Testament, kein Paulus, das eine war vor Jesus’ Zeit, das andere ist eine nachträgliche Interpretation seiner Worte von einer Person, die laut eigenen Aussagen Jesus niemals gekannt und an ihm als Mensch auch nicht interessiert gewesen ist.

      Das hier und was dem folgt, ist nichts anderes als auch nur eine von so vielen Privatdeutungen (oder Umdeutungen?), um lediglich seine eigene Glaubenssicht verbindlich darzustellen und die Botschaft der Bibel auf seine eigene, kleine Religionsvorstellung zu reduzieren. Es ist billig, wenn nicht geradezu lächerlich, einfach alles zu streichen, was einem nicht gefällt um sich dann, gemäß dem, was man selbst übrig lässt, als „überzeugter Christ“ zu bezeichnen, der geradezu über „der Dummheit der Anderen“ steht. Albern, wirklich albern! Überhaupt nicht seriös ist der Fakt, anzugeben, man berufe sich lediglich auf das, was Jesus selbst gesagt habe, um damit zu begründen, das AT völlig zu ignorieren. Wer das tut, beschäftigt sich definitiv nicht mit dem, was Jesus gesagt hat! Denn Niemand im NT hat sich mehr auf das AT bezogen und die Wichtigkeit dieser Schriften so sehr betont, wie gerade Jesus selbst! Alleine dies zeigt sehr deutlich auf, was man von solchen, anscheinend klug wirkenden, Statements zu halten hat: überhaupt nichts, weil komplett unseriös! Kein Wunder also, dass man mit solch (im wahrsten Sinne des Worte) sektiererischen (weil alles abschneidend, was einem gerade nicht gefällt) Vorstellungen bei der Annahme landet, man könne zwei, derart wesensfremde Religionen wie das Christentum und dem Buddhismus bedenkenlos mischen.

      Meine Empfehlung wäre: Weniger Pseudointelektualismus an den Tag legen und sich dafür wirklich mit der Botschaft der Bibel auseinandersetzen.

      Und von mir aus nennst du mich jetzt einen „dogmatischen Christen“. Denn zum einen weißt du wohl kaum, was einen solchen tatsächlich ausmacht, noch juckt es mich wirklich😉

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  10. Interessant, prompt stellen sich hier alte Bekannte wieder ein, die sich erneut darin üben, Kommentare zu schreiben, in denen ich beleidigt werde. Was soll das sein? Ein Ausdruck von besonderer buddhistischer Ausgeglichenheit und Menschenliebe? Es ist wohl kaum zu erwarten, dass ich hier soetwas freischalte😦

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  11. Interessant, prompt stellen sich hier alte Bekannte wieder ein, die sich erneut darin üben, Kommentare zu schreiben, in denen ich beleidigt werde. Was soll das sein? Ein Ausdruck von besonderer buddhistischer Ausgeglichenheit und Menschenliebe? Es ist wohl kaum zu erwarten, dass ich hier soetwas freischalte

    Interessante Art der Selektion. Eigene Kritik lässt du nicht zu, aber meinen Post als „Pseudointelektualismus“ und „unseriös“ zu bezeichnen ist in Ordnung? Nun das zeigt wie viel dir an einer Diskussion gelegen ist. Falls es dich interessiert, ich habe Theologie studiert und weiß daher sehr gut wovon ich rede und auch durchaus was einen dogmatischen Christen ausmacht.

    Ein Denkfehler, der so häufig vorkommt: Jesus hat sehrwohl die Gemeinde, die Ekklesia gegründet, nicht aber die “Kirche”. Diese wurde tatsächlich von Menschen gegründet und liegt in nicht wenigem hart oder weit neben dem, was Jesus tatsächlich wollte. Wenn ich von “Christentum” spreche, dann meine ich die von Jesus in Leben gerufene Ekklesia und keine Kirche. Fakt ist, dass nicht wenige Vertreter der “Kirchen” keinerlei Probleme damit haben, sich völlig entgegenstehende Religionen zu mischen (Christentum und Buddhismus). In der Ekklesia ist dies jedoch völlig unmöglich!

    Du redest also von der so genannten Urgemeinde, wenn du von der Ekklesia sprichst. Und doch widersprichst du dich anschließend selbst:

    [b]Es ist billig, wenn nicht geradezu lächerlich, einfach alles zu streichen, was einem nicht gefällt um sich dann, gemäß dem, was man selbst übrig lässt, als “überzeugter Christ” zu bezeichnen, der geradezu über “der Dummheit der Anderen” steht.[/b]

    Mal abgesehen, dass ich den in Anführungszeichen gesetzten Satz nie gesagt habe, widersprichst du dir selbst. Wenn du von der Ekklesia in ihrer Ursprungsform ausgehst musst du dich auch von Paulus distanzieren. Er hat nach Jesus gelebt und hat sein Wirken lediglich gedeutet, nicht anders als es die Kirche heute tut. Dass man das Alte Testament komplett weglassen soll habe ich nie behauptet. Jesus war ein Exeget der alten Schrift. Aber mir würde niemals in den Sinn kommen mit dem AT gegen Jesus zu argumentieren, wie es Evangelikale gerne tun, die darin Rechtfertigungen für extreme Ansichten suchen. Das AT ist wichtig, um zu verstehen in welchem Rahmen Jesus gelebt hat, dadurch kann man besser verstehen welche Gewichtung seine Worte hatten. Und doch ist seine Botschaft auch unverbindlich von ihr zu verstehen, so wie die Nächsten- oder Feindesliebe, bekommt aber besondere Gewichtung im Wissen um das alte Auge um Auge, Zahn und Zahn-Prinzip. Wichtig ist – und dabei bleibe ich – für mich als Christ vor allem was Jesus gesagt hat. Damit ist das Alte Testament nicht unwichtig, aber was Person XY dort sagte ist für mich ohne Bedeutung, falls Jesus Worte in eine andere Richtung gingen. Und so wie Jesus lebte und lehre erkenne ich keinen fundamentalistischen Unterschied, der eine Verbindung der Glaubensrichtungen unzulässig machen würden.

    Stimmt, es gab unterschiedliche Glaubensströmungen, aber eben keine wirklich “christlichen”. Warum? Nun angefangen damit, dass die Ekklesia sich lange nicht als Kirche auffasste, oder als eigene Religion, noch sich selbst “Christen” nannte. Dann ist festzuhalten, dass es diese große Anzahl rel. Strömungen nicht erst seit der Auferstehung Jesu gab, sondern schon lange vorher und, wen wundert’s, auch nachher. Also wie kommt man auf die Idee, zT schon vor Jesus bestehende Glaubensströmungen nach Christus “christlich” zu nennen? Nur weil sie auch mal Jesus irgendwo erwähnen, oder weil sie (wie so oft “Kirche” Heute) die Glaubensaussagen Jesu zu ihren Glauben hin verdreht haben? Dann die Glaubensströmungen, die von den, von Menschen gegründeten, “Kirchen” anzuführen, bedeutet auch nur weitere, von Menschen gemachte, Religionsauffassungen anzuführen. (So wie die Religionsvorstellung, man könne bedenkenlos zwei, sich völlig fremde und entgegenstehende, Religionen munter mischen.)

    Es gab sehr wohl andere christliche Glaubensströmungen. Marcionismus sollte ein Begriff sein oder der Montanismus oder der Gnostizismus. Es geht nicht darum, wann diese Religionen genau entstanden sind, sondern dass sich die Menschen damals schon unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen über Gott gemacht haben. Die Kirche wie wir sie heute haben ist ein Kompromiss der geschlossen wurde, sowohl in ihren dogmatischen Vorstellungen als auch in ihrer Kanonisierung, wo nicht nur Erhaltung sondern auch Zensur der Evangelien stattfand. Deswegen kann auch niemand von sich behaupten das „echte Christentum“ zu kennen. Keiner von uns war in der Urgemeinde und weder Jesus noch die Apostel, die ihn zu seiner Lebzeit kannten, haben Schriftwerke hinterlassen. Was wir heute haben ist eine Festlegung auf ein Dogma, deren Verlauf und Entstehung wir nicht mehr folgen können. Genau deswegen gibt es doch so viele unterschiedliche Kirchen. Jeder versteht die Wahrheit anders und sucht sie auf einem anderen Wege weil hier keine Eindeutigkeit feststellbar ist.

    Meine Empfehlung wäre: Weniger Pseudointelektualismus an den Tag legen und sich dafür wirklich mit der Botschaft der Bibel auseinandersetzen.

    Und von mir aus nennst du mich jetzt einen “dogmatischen Christen”. Denn zum einen weißt du wohl kaum, was einen solchen tatsächlich ausmacht, noch juckt es mich wirklich😉

    Leider merkt man hieran, wie verbittert du in deiner Ansicht zu sein scheinst. Einerseits bemängelst du eine „Privatdeutung“ anderer du selbst jedoch legst dich auf eine ebensolche Privatdeutung fest, welche du als die einzig richtige zu akzeptieren scheinst. Welche Anhaltspunkte hast du hierfür? Eine Liste, in welcher Jesus selbst die Rechte und Pflichten eines Christen niedergeschrieben und ihre Ansichten auf das genauste dokumentiert hat? Nein, du hast nicht mehr als wir alle, nämlich die Evangelien in welchen Jesus auftritt. Und da dort vor allem Fragen im Sinne einer Radikalethik beantwortet werden, bleiben viele theologische Fragen zur Interpretation offen. Diesen Spielraum kann man nicht umgehen und den lasse ich dir auch. Ich habe keineswegs intendiert, dass dies keine Privatdeutung sei und andere sich an diese richten sollten. Ich lasse dir den Spielraum, deine eigenen Vorstellungen zu leben. Nur die bloße Behauptung, zwei Standpunkte sein komplett unvereinbar, entbehrt jeglicher Evidenz. Hättest du mal das Thomas Evangelium gelesen wüsstest du, wie nahe das Christentum dem Buddhismus kommen könnte. Wenn du das anders siehst ist das in Ordnung. Aber für eine generalisierte Aussage fehlt dir schlicht die Evidenz.

    Ich möchte noch hinzufügen, dass ich wie zuvor erwähnt durch mein Theologiestudium gut genug weiß, was einen dogmatischen Christen ausmacht. Was ich aber vor allem weiß ist, dass Jesus vor allem die Taten wichtig waren. Christ sein ist eine Lebenseinstellung, die vor allem im Herzen bestimmt wird. Oder wer glaubst du würde laut Jesus eher in den Himmel kommen? Ein herzensguter Mensch, der stets anderen hilft und wahre Nächstenliebe beweist und in ruhigen Minuten meditiert, um die Einigkeit zu allen Menschen zu suchen oder einem dogmatischen Kirchgänger, der wenig auf andere achtet, sich rücksichtslos verhält, aber von einer Allmacht Gottes erzählt, die einen absoluten Wahrheitsanspruch hat?

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    1. Interessante Art der Selektion. Eigene Kritik lässt du nicht zu, aber meinen Post als “Pseudointelektualismus” und “unseriös” zu bezeichnen ist in Ordnung? Nun das zeigt wie viel dir an einer Diskussion gelegen ist. Falls es dich interessiert, ich habe Theologie studiert und weiß daher sehr gut wovon ich rede und auch durchaus was einen dogmatischen Christen ausmacht.

      Zu deiner Information: Das was ich hier nicht zulasse, sind beleidigende Äußerungen und Beschimpfungen. Wer sowas als Kritik versteht, der möge erst einmal lernen, wie man sich benimmt. Btw.: Mit deiner pseudopsychologischen Einschätzung meiner Person schrammst auch du scharf daran vorbei, dass ich dir hier nicht weiter gestatte Kommentare abzugeben.
      Ja, ich bezeichne deine Ergüsse als “Pseudointelektualismus”, weil es genau das ist! Dass du Theologie studiert haben willst, macht die Sache nur schlimmer. Wenn du tatsächlich Theologie studiert hast, offenbarst du mit diesem schieren Unsinn nur, wie wenig du in deinem Studium tatsächlich gelernt hast😦 Zumindest ist überdeutlich, dass du weder wesentliche Grundlagen der biblischen Exegese, noch die Grundlagen der biblischen Botschaft (auch und gerade die von Jesus selbst) im Ansatz verstanden hast.
      Selbstverständlich ergibt sich daraus auch, dass du den Begriff „dogmatisch“ völlig falsch und ideologisch besetzt benutzt.
      Traurig, wenn aus einem langen Studium nur sowas übrig bleibt😦

      Ja, ich rede von der sogen. „Urgemeinde“, wenn ich von der Ekklesia rede. Allerdings rede ich von der Ekklesia, wie wir sie in der Bibel finden, und nicht wie man sie im Denken sehr fragwürdiger „Kirchenväter“ und darauf aufbauenden „Theologen“ findet. Offensichtlich schaffst du es bisher aber nicht, die Aussagen der Bibel von den danach folgenden, irrigen Kirchenlehren zu trennen. Kein Wunder also, wenn du nicht nachvollziehen kannst, was ich tatsächlich argumentiert habe und du meinst Widersprüche in meinen Aussagen zu finden. Diese finden hier nur in deinem Denken statt.

      Wenn du von der Ekklesia in ihrer Ursprungsform ausgehst musst du dich auch von Paulus distanzieren. Er hat nach Jesus gelebt und hat sein Wirken lediglich gedeutet, nicht anders als es die Kirche heute tut.

      Stimmt, und er hat Jesus nicht in einem Wort widersprochen. Alles, was Paulus gelehrt hat, ist tatsächlich sehr sauber in dem Geist der Lehre Jesu. Da die Bibel, nicht nur im AT, durchaus auch andere Propheten und Lehrer ergänzend zu Wort kommen lässt, ist es überhaupt nicht seriös oder einzusehen, warum Paulus daher ignoriert werden sollte. Im Gegensatz zu dir, klammere ich Gott und Sein Wirken bei der Kanonisierung der Bibel nicht aus. Denn Gott ist für mich kein Prinzip, sondern eine reale und damit sogar erfahrbare Person. Anzunehmen, Er würde sich aus einem derart wichtigen Geschehen, heraushalten, ist in meinem Augen günstigstenfalls naiv.

      Dass man das Alte Testament komplett weglassen soll habe ich nie behauptet. Jesus war ein Exeget der alten Schrift. Aber mir würde niemals in den Sinn kommen mit dem AT gegen Jesus zu argumentieren, wie es Evangelikale gerne tun, die darin Rechtfertigungen für extreme Ansichten suchen. Das AT ist wichtig, um zu verstehen in welchem Rahmen Jesus gelebt hat, dadurch kann man besser verstehen welche Gewichtung seine Worte hatten. Und doch ist seine Botschaft auch unverbindlich von ihr zu verstehen, so wie die Nächsten- oder Feindesliebe, bekommt aber besondere Gewichtung im Wissen um das alte Auge um Auge, Zahn und Zahn-Prinzip. Wichtig ist – und dabei bleibe ich – für mich als Christ vor allem was Jesus gesagt hat. Damit ist das Alte Testament nicht unwichtig, aber was Person XY dort sagte ist für mich ohne Bedeutung, falls Jesus Worte in eine andere Richtung gingen.

      Schon wieder …😦 Du willst durch Intellektualismus den Eindruck erwecken, du wüsstest, wovon du da redest und gibst doch Unsinn von dir.
      a.) Du hast offensichtlich keine Ahnung, was „Evangelikale“ tatsächlich lehren. Also enthalte dich doch einfach solcher Klassifizierungen. Du machst am Ende nur dich selbst lächerlich.
      b.) Wenn für dich ohne Bedeutung ist, was Person XY im AT im Bezug auf Jesus gesagt hat, dann ist für dich de facto das gesamte AT ohne Bedeutung. Nicht nur dort, wo du für dich einen Widerspruch zu Jesus verorten willst, sondern alles, was im AT gesagt wurde, wird damit ohne Bedeutung. Denn, so wie du, einfach willkürlich alles nach deinem Gutdünken einzuordnen und ggf damit zu ignorieren, ist nur ein albernes, naives Tun. Jemanden, der nicht nur Theologie studiert, sondern auch verstanden hat, absolut unwürdig.
      c.) Wenn du Widersprüche im AT zu den Aussagen von Jesus verortest, offenbarst du lediglich, dass du weder das AT, noch die Aussagen Jesu wirklich studiert und verglichen hast. Alleine schon, dass du den angeblichen Widerspruch zwischen der Friedenslehre Jesu und dem „Auge um Auge“-Prinzip im AT als Widerspruch deklarierst, zeigt auf, dass du außer ein wenig Poptheologie nichts aufzuweisen hast. Würdest du das Prinzip, welches tatsächlich hinter dem Gebot des „Auge um Auge“ im AT verstehen, so müsste dir zwangsläufig auffallen, dass es genau dem entspricht, was Jesus gelehrt hat. Hier aber zeigst du nur auf, dass du einem traditionellen Irrtum folgst, statt kritisch zu denken.

      Nur die bloße Behauptung, zwei Standpunkte sein komplett unvereinbar, entbehrt jeglicher Evidenz. Hättest du mal das Thomas Evangelium gelesen wüsstest du, wie nahe das Christentum dem Buddhismus kommen könnte. Wenn du das anders siehst ist das in Ordnung. Aber für eine generalisierte Aussage fehlt dir schlicht die Evidenz.

      Aber sicher sind die Lehren der Bibel komplett unvereinbar mit den Lehren des Buddhismus. Wenn du die Evidenz dort nicht siehst, bist offensichtlich du es, welcher durch eklatante Blindheit glänzt. Alleine schon die grundlegende Auffassung, was Gott oder das Göttliche definiert, ist absolut nicht vereinbar. Dass es immer wieder irgendwelche Phantasten gibt, die Unvereinbares dennoch vereinen wollen, macht es dennoch nicht vereinbar.
      Btw.: Auch das Thomasevangelium, welches ich sehr wohl gelesen habe, rechtfertigt nicht solchen theologischen Blödsinn.

      Da du am Ende deines Kommentars dein Theologiestudium noch einmal hervorhebst, dazu meine Sicht: Du zeigst hier nur auf, dass man ein Fach studieren kann, ohne Wesentliches überhaupt verstanden zu haben. Du solltest aufhören, dich auf dein Studium auch noch etwas einzubilden, klüger sind eine Kommentare deshalb eben auch nicht.

      – – – – –
      Nachtrag: Ich habe mal ein wenig im Net recherchiert, wer du bist. Das war wirklich einfach. Ok, also das herausragendste in deinem Netauftritt ist wohl, dass du etwas Geld mit Youtubevideos über Pokemon und andere Nintendospiele verdienst. Ich habe gefunden, an welcher Universität du studiert hast. Zudem habe ich gefunden, dass du nicht nur dem Buddhismus zugetan bist, sondern auch dem Schamanismus, etcpp. Also Glaubensmäßig überall ein wenig, dafür aber nirgendwo konkret.
      In einem Essay über die Auferstehung Jesu schreibst du auf facebook:

      „Ob er (Jesus) leibhaftig auferstanden ist weiß ich nicht, bezweifel ich aber. … Was ich aber mit diesem ganzen Essay deutlich machen wollte: die Hauptbotschaft im Christentum ist nicht die Auferstehung. Freilich stellt sie einen Grundbaustein christlicher Theologie da, doch worauf die Evangelisten wert legten waren Jesus Worte und Taten. Denn von ihnen lebt das Christentum. Von der Botschaft, das er bereit war für die Menschen am Kreuz zu sterben. Für die Menschenliebe, die er zeigte und seinem Einsatz für die Armen. Wie er sagte, man solle seinen nächsten Lieben wie sich selbst im Matthäus Evangelium und der goldenen Regel die er aufstellte. Es geht im Christentum nicht um einen leibhaftigen Körper, der nach deinem Tod zurückkehrte, sondern um eine Botschaft und einen Eindruck bedingungsloser Liebe, die Jesus den Menschen geschenkt hat, welche den Kreuztod überstanden hat. Das Leiden Jesus am Kreuz zeigt, wie er selbst im Moment des größten Schmerzens die Menschen liebte, obwohl sie in verrieten und umbrachten. Und diese Liebe hat tatsächlich den Tod überwunden. Von daher kann ich jedem Christen nur sagen, wer nicht an eine Auferstehung von Jesus glaubt, braucht nicht zu denken er sei des Glaubens nicht angemessen. Den dieser steht auf anderen Säulen und die sind bedeutend wertvoller für die Nachwelt und bestimmen unbewusst unser Handeln bis zum heutigen Tage.“

      Kein Wunder, dass du mit Paulus auf Kriegsfuß stehst, sagt er doch mehr wie klar und deutlich:

      1Kor 15:12 Wenn aber gepredigt wird, daß Christus aus den Toten auferweckt sei, wie sagen einige unter euch, daß es keine Auferstehung der Toten gebe? 13 Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; 14 wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube. 15 Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, daß er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. 16 Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. 17 Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. 18 Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verlorengegangen. 19 Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen. 20 Nun aber ist Christus aus [den] Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; 21 denn da ja durch einen Menschen [der] Tod [kam], so auch durch einen Menschen [die] Auferstehung [der] Toten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden….. usw. (Rev.Elb.)

      Jetzt mal ehrlich, du erwartest wirklich, dass man dich als Theologe ernst nimmt? Sorry, aber von mir ganz sicher nicht!

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  12. jesus, sheva, buddha … meinten das selbe.
    nur der mensch an sich hält gern an irgendwelchen regeln und schriften fest…
    das was sie erkannt haben … jesus, sheva, meister eckhart, amit goswami, sri sri ravi shanker, der dalai lama, hans peter dürr, us-astronaut edgar mitchell …..
    sind ein und das selbe.
    Religion ist der Beweis dafür das man DAS nicht missionieren kann.
    Religion ist der Holzweg genau wie es die deterministische wissenschaft es ist.

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    1. Und schon wieder Jemand, der zwar religiös über all den Anderen stehen will, dann aber doch nur beweist, dass er keinen blassen Schimmer von dem hat, worüber er redet😦
      Bevor man sich so über Religion echauffieren will, sollte man da nicht erst einmal wissen, was das eigentlich ist? Wüssten sie das, würden sie sich ganz sicher nicht darin versteigen zu behaupten: „jesus, sheva, meister eckhart, amit goswami, sri sri ravi shanker, der dalai lama, hans peter dürr, us-astronaut edgar mitchell ….. sind ein und das selbe.“ Das ist aber sowas von schierer Unsinn, dass es einem schütteln muss, wenn man soetwas liest.

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  13. Intuition🙂 Folgendes ist nun sehr schwer für mich zu erklären,da ich kein Theologie Student oder sonstiges bin.Gebildet bin ich eher im umgang mit Menschen,weniger mit schriftlichen.Ich war Montagearbeiter mit bis zu 300 h monatlich.Sprich frei von allen Geschichten und Meinungen.Natürlich wurde ich in der Kindheit mit der Bibel Konfrontiert, so lange wie bei den meisten bis ich kein bock mehr drauf hatte, und dieses Thema bloß nie wieder anfassen werde:)…War wohl nix🙂.Ich kann es schlecht erklären.Bis vor kurzem bin ich nach tausenfachem hin und her gedenke (ich nenn das jetzt mal so)nur durch PURE Intuition darauf gekommen dass es nur Gott geben kann,das war kein Glauben mehr,das war mehr.Klar verständlich was ich nun von euch zu hören bekomme (einbildung deines verstandes usw) und normal in solch einer Zeit wo dir jeder sagt wo hinten und vornen ist. In dem Moment stand die Zeit aber still.Es kam mir so vor als wär ich wieder in meiner Kindheit angelangt,wo es in meiner Welt noch keine Uhren gab,,ach ja war des schön :)…ich bin wahrscheinlich auf dem falschen Dampfer,aber ich meine zu verstehen wenn mir nun ein gläubiger christ sagt „du musst nur glauben“…leider wird solch ein satzt absolut falsch verstanden heutzutage.Mein problem ist bloß mit der Bibel die ich in der Hand halte….woher weiß ich was die wahre bibelschrift ist die durch zichtausend hände ging?Kann man auch ohne Bibel Gott (kennen)?.Auch anfänge in sachen meditation habe ich schon hinter mir..habe erfahren wie es ist seine gedanken aus einer ganz anderen perspektive zu beobachten…nicht,du denkst gerade oder solches…sondern an einem bestimmten punkt war ich einfach da ohne auch nur 1 gedanken…komische welt dort drüben :D…wie gesagt wenn ich mir euch,das internet usw anschaue wie heute alles verdreht,geheimgehalten und für eigene zwecke verwendet wird,fällt es mir schwer an eine (echte) bibel zu glaube :(…so nun überzeugt mich bitte, dass eure bibel die echte ist:)

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    1. Hallo Tobias,
      nö, das werde ich nicht tun. Es ist nicht mein Job dir eine Überzeugung einzuimpfen.
      Ich habe im Alter von 18 Jahren eine Gottesbegegnung gehabt, schlicht weil ich sicherheitshalber Gott wegen einer Sache um Entschuldigung bitten wollte. Nicht weil ich unbedingt davon überzeugt war, dass es Gott gibt, sondern weil ein Mensch, dem ich weh getan hatte, davon überzeugt war. Zu meinem Erstaunen hat Gott mir sofort geantwortet. Seit dem Tage bin ich nun Christ. Nicht weil mir Jemand ne tolle Predigt gehalten hat oder ich eine Kirche irgendwie ganz inspirierend fand. Sondern weil ich erfahren habe, dass Gott Gott ist und kein Hirngespinst.
      Indem ich Gott nun mehr und mehr kennenlernte überzeugte Gott mich, dass die Bibel tatsächlich sein offenbartes Wort an uns ist. Egal, durch wieviele Hände angeblich die Bibel gegangen sei, deren Übersetzung ich in meinen Händen halte, so ist es Gott selbst, der darauf achtet, dass darin das erhalten blieb, was ER uns dadurch sagen will. Zudem lese ich die Bibel in Reflexion auf, oder wenn du so willst gemeinsam mit Gott. Gott schließt mir sein Wort auf – so wie sogar in der Bibel selbst steht, dass Gottes Geist uns das Wort Gottes aufschließt.
      Wenn du also wissen willst ob die Bibel Gottes Wort und damit relevant für dich ist, dann frage Gott doch einfach selbst.

      Als ich damals Gott erlebt habe, war es im Übrigen nicht so, dass ich irgendwie etwas göttliches erfahren habe, welches ich nun mühsam in dem vielfältigen Angebot der Religionen einordnen musste. Gott ist Gott, nicht irgendein Gott, nicht eine spirituelle Erfahrung, sondern ER ist ER. Richte ich nun also meine Aufmerksamkeit auf Ihn und lass mich durch Ihn belehren, dann lande ich bei der Bibel, bei Jesus, bei meiner Notwendigkeit meine Sünden vergeben zu bekommen und diesen Gott der Bibel als absoluten Herrn über mein Leben zu akzeptieren. Wer Gott wirklich erlebt hat, hat davor auch keine Angst, denn dieser weiß, welchen Gott er sein Leben anvertraut. Spätestens an dieser Stelle muss man feststellen, dass Jesus, der Gott der Bibel, eben kein willkürlicher Gott oder sonstwas ist. Dass man eben den Glauben an diesen Gott nicht munter mit allen möglichen anderen Glaubensüberzeugungen mischen kann.

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  14. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Hochinteressantes, komplexes Thema.
    Aus gesundheitlichen Gründen habe ich mich in letzter Zeit näher damit beschäftigt. Der Zen-Kurs, den ich in einem Breitensportverein in der Nachbarschaft belegt hatte, wurde ausdrücklich als „nicht religiös“ beworben, Schwerpunkt sei lediglich „Entspannung“, „Versenkung gegen Burn-Out“ usw. Die 6 „Sessions“ samt kleiner Tee-Zeremonie waren ganz in Ordnung, aber leider war der Rahmen eindeutig buddhistisch: Buddha-Statue, Räucherkerzen und „Tee-Opfer“ für den Buddha. Sutren wurden fleißt rezitiert (und wurden dann wohl im folgenden Kursus „vertieft“). Mein Fazit: Ettikettenschwindel. Wenn Buddhismus, dann bitte nicht „unter falscher Flagge“ – ich locke auch nicht zum „nicht-religiösen“ Rosenkranzgebet als gesundheitlicher Anti-Burn-Out-Meditation samt Ave Maria und Vater Unser vor der Madonnenstatue in der Kirche…😉

    In der Literatur geht es indifferent zu: Zen-Roshi Williges Jäger firmiert zwar als „Benediktiner-Mönch“, hat sein Kloster aber einvernehmlich verlassen und glaubtnicht mehr an einen personalen Gott. Wer seineBücher mit wachem verstand liest, kann klar erkennen, dass er kein Christ mehr ist. Beim verstorbenen Zen-Roshi Pater Hugo M. Enomiaya-Lassalle SJ scheint mir dies in seinem Buch „Zen-Meditation für Christen“ nicht derart klar, da bleiben für mich noch Fragen offen. Knackpunkt für Christen: Falle ich ins Nichts oder in die Hände Gottes?

    Ich habe mich zum Ruhegebet (für weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhegebet) hin orientiert: Versenkung mit Gebetswort (sozusagen „Mantra“), aber klar christlicher Ausrichtung in der uralten, ehrwürdigen Tradition der christlichen Wüstenväter. Es lohnt sich, mal in die Einführung von Pfarrer Dr. Dykhoff (http://www.bibeltv.de/mediathek/video/hinfuehrung-zum-ruhegebet-507/?no_cache=1&cHash=e2309f2177ea6b50123c249ba60f3c2f) hereinzuhören.
    Alles in allem: Wer unbedingt Zen ausprobieren will, Gott befohlen (im wahrsten Sinne des Wortes…) aber man sollte sehr wachsam sein, nicht sukzessive unmerklich in den Götzendienst abzurutschen. Beim Ruhegebet wäre man hingegen auf der sicheren Seite.

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