Pfingstkirche will Tempel nachbauen

(*Update*) Vor einiger Zeit habe ich mal einen satirischen Artikel über das fiktive Vorhaben, den Tempel aus dem alttestatmentlichen Jerusalem in Deutschland nachzubauen geschrieben. Was ich damals nicht ahnte und kaum wirklich annehmen wollte scheint jetzt in Brasilien Wirklichkeit zu werden.

Per Israelnetz.com konnte ich erfahren, dass wiederum „The Guardian“ berichtete, dass nun tatsächlich eine große Pfingstkirche im brasilianischen São Paulo den salomonischen Tempel nachbauen will.
Zitat Israelnetz:
„Die Genehmigung für die Errichtung der Replik wurde bereits erteilt. In vier Jahren soll das Gebäude fertig sein.

Bei der Kirche handelt es sich um die „Universal Church of the Kingdom of God“. Deren Gründer, Bischof Edir Macedo, sagte laut der britischen Zeitung „The Guardian“, bei Salomos Tempel sei tonnenweise pures Gold verwendet worden. „Wir werden keinen Tempel aus Gold bauen, aber wir werden tonnenweise Geld ausgeben, ohne den geringsten Zweifel.“ Laut dem Bericht soll der Bau in São Paulo über 200 Millionen Dollar kosten. Das Projekt schließe auch den Nachbau der Bundeslade mit ein. Seine Kirche habe bereits einen Acht-Millionen-Dollar-Vertrag über den Import von Steinen aus Israel unterzeichnet.
Das Bauprojekt schließt einen großen Park mit ein, auf dem Platz für rund 1.000 Fahrzeuge, Fernsehstudios und Radiostationen sowie Räume für Bibelschulen für etwa 1.300 Kinder sein soll, heißt es in dem Bericht weiter.“

Diese Pfingstkirche ist allerdings umstritten.
Zitat Israelnetz:
„Die Kirche predigt die sogenannte „Wohlstandstheologie“, wonach materieller Wohlstand und Erfolg der Beweis für Gottes Gunst seien.
Im Jahr 2009 hat der Generalstaatsanwalt von São Paulo ein Verfahren wegen Geldwäsche in Milliardenhöhe gegen zehn hochrangige Mitglieder der Kirche, einschließlich Macedo, eingeleitet. „

Warten wir also ab, was daraus werden wird. Dieses Vorhaben überhaupt sehe ich weiterhin als jetzt Realsatiere – Sinn macht sowas für mich absolut nicht.


(*Update* 31.07.2014) Nun ist es tatsächlich soweit, der Tempel wurde gebaut uns eingeweiht. Nachzulesen zB bei pro.

Meine Meinung: (frei nach Obelix…) „Die spinnen, diese brasilianischen Pfingstler!“

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

2 Kommentare zu „Pfingstkirche will Tempel nachbauen“

  1. Pfffffff…

    Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen 1. Mose 11, 4a

    Was [einst] gewesen ist, das wird [wieder] sein, und was [einst] geschehen ist, das wird [wieder] geschehen. Und es gibt nichts Neues unter der Sonne. Prediger 1,9

    …….

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