Haltestelle Kreuz

Haltestelle Kreuz
© MiSa / pixelio.de

Pünktlich zu Ostern wird wieder die Diskussion über das Kreuz und den Sühnetod Jesu in den Medien dargestellt. Da werden Standpunkte aus kirchlichen Kreisen – nicht wie zu erwarten wäre aus atheistischen Kreisen – vorgestellt, die zum Beispiel behaupten, in der Bibel wäre nichts vom Sühnetod Jesu zu finden. Oder der Mensch würde durch die Botschaft vom Kreuz darauf reduziert vor allem Sünder zu sein und Gott müsse durch ein Opfer gnädig gestimmt werden, usw.

Solche, die auch noch Wert darauf legen Pastoren oder Theologen genannt zu werden, legen sich ins Zeug den christlichen Glauben abzuschaffen.
Dem würde jetzt natürlich von diesen heftig widersprochen. Das würden sie nicht wollen, nur dieses „grausame Gottesbild“ wollten sie abschaffen…

Und dennoch: wer den Gedanken nicht ertragen kann, dass der Mensch vor Gott ein Sünder ist und Jesus für diesen den Tod am Kreuz auf sich nahm und vom Tode wieder auferstanden ist, schafft den christlichen Glauben ab.
Paulus kannte solche Bemühungen schon und erwiderte:
1 Korinther 1:18 Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
1 Korinther 1:22 Und weil denn Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; 24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
Epheser 2:15 Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei Frieden stiftend in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen 16 und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat.
Kolosser 2:14 Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzungen bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte 15 er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.
(Rev. Elb.)

Paulus macht zudem deutlich, dass ohne den Tod und die Auferstehung Jesu, keine Erlösung für uns möglich ist:
1 Korinther 15:12  Wenn aber gepredigt wird, daß Christus aus den Toten auferweckt sei, wie sagen einige unter euch, daß es keine Auferstehung der Toten gebe? 13 Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; 14 wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube… 17 Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden… 19 Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen. 20  Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; 21 denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. (Rev. Elb.)

Christ ohne Sünde, Tod und Auferstehung?
Kann man Christ sein ohne dass man für sich anerkennt ein Sünder zu sein, der einer Erlösung von der Sünde bedarf? Ohne anzuerkennen, dass Jesus diese Erlösung für uns mit seinem Tod am Kreuz für uns erlangte und dass uns durch seine Auferstehung das ewige Leben verheißen ist?
Um es ganz klar und anstößig zu Beantworten: Nein, man kann nicht dies alles ablehnen und gleichzeitig Christ sein. Spreche ich damit solchen, die das nicht glauben wollen den Glauben ab? Nun irgendeine Art Glauben mögen diese, welche die Erlösung am Kreuz leugnen, schon haben. Nur lehnen sie die Erlösung ab und damit lehnen sie auch Gott ab.
Hierzu hat Jakobus etwas gesagt:
Jakobus 2:19 Du glaubst, daß nur einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. (Rev. Elb.)
und ich möchte ergänzen: Und? Dadurch dass die Dämonen dies glauben haben sie noch lange keinen Anteil an der Erlösung oder an Christus. So auch wir nicht, wenn wir lediglich glauben wollen, dass nur einer Gott ist, die Erlösung aber ablehnen.

Gott musste gnädig gestimmt werden?
Immer wieder wird als Argument angeführt, es wäre ein grausames Gottesbild das durch das Kreuz vertreten würde. Ein blutrünstiger Gott, der durch einen derart grausamen und blutigen Tod besänftigt werden müsste, damit er gnädig auf die Menschen sehen würde.
Welch ein hanebüchener Unsinn!
Solchen „Theologen“ möchte ich die Frage stellen, ob sie jemals verstanden haben, wovon uns die Bibel berichtet. Woher beziehen diese „Theologen“ dieses seltsame Gottesbild? Aus der Bibel sicherlich nicht.

Gott selbst wurde in Christus Mensch und Gott selbst ging in Christus in den Tod und Gott selbst nahm den Tod, den Preis der Sünde, auf sich, damit wir erlöst würden. Gott war es, der den Mensch suchte, nicht der Mensch, der Gott suchte. Gott überwindet die Hürde zwischen dem Menschen und Ihm. Das alles tat ER weil ER den Menschen liebt und nicht weil er ein blutrünstiger Gott wäre, der durch Blut und Tod besänftigt werden müsste:
Johannes 3:16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Rev. Elb.)

Das alte Lied
Letztlich finden wir hier ein altes Lied mit neuen Strophen. Der Mensch lehnt seine Erlösungsbedürftigkeit ab und will sich selbst auf gleicher Ebene erheben wie Gott. Das Lied ist uns schon von der Schlange im Garten bekannt.

Ein schierer Hohn, wenn sich solche, die einen derartig verkürzten Glauben vertreten, nach dem Christus benennen. Lehnen sie Christus doch ab. Jesus alleine als eine Art Guru, als einen weisen Menschen und Glaubensvorbild zu betrachten, verneint was Christus wirklich getan hat.

Johannes schreibt in seinen Briefen u.a. dazu:
1 Johannes 1:8 Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns…
1 Johannes 1:10 Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns….
1 Johannes 2:1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt…
1 Johannes 2:22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.
1 Johannes 4:1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. 2 Hieran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott; 3 und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, daß er komme, und jetzt ist er schon in der Welt.
1 Johannes 5:10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich, wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott über seinen Sohn bezeugt hat. 11 Und dies ist das Zeugnis: daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.
(Rev. Elb.)

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

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