Avatar – simpel und beeindruckend

Nun habe ich es endlich geschafft mir den Film Avatar – Aufbruch nach Pandora anzusehen. Ich konnte jetzt nur noch die 3D-version sehen, was allerdings kein Verlust war. Ob tatsächlich ein nennenswerter Gewinn, lasse ich mal dahingestellt.

Im Vorfeld habe ich fast nur Lob gehört und gelesen. Und ich muss sagen völlig zurecht!

Ok, die Story ist eigentlich simpel und schon tausende Male erzählt. Aber die Geschichte ist so erzählt und vor allem so dargestellt, dass tiefe Sehnsüchte der Menschen in der Moderne angesprochen werden. Fantastische Filmaufnahmen – auch wenn sie wohl allesamt aus dem Computer stammen. Als der Film endete hatte ich den Wunsch eher noch zu verweilen und den Film auch innerlich ausklingen zu lassen. Das gehetzte Kinopublikum hat dies aber vereitelt. Von daher endete mir der Film zu aprubt. Ob allerdings eine Vortsetzung das nochmal zu erreichen vermag was dieser Film transportiert hat, wage ich zu bezweifeln.

Kritik am Film
Natürlich gibt es auch manche Kritik am Film. Manche, die ich gefunden habe,  scheint mir eher populistisch zu sein – weil es eben immer was kritisch zu betrachten gibt. Wieder einmal wird eine Tiefe in der Geschichte gefunden, die – sorry, aber es ist so – der Film tatsächlich nicht liefert. Wer davon träumen sollte auch unter den Ur-Einwohnern vom fiktiven Planeten (eigentlich ja eher Trabanten) Pandora, den Na’vi leben zu wollen, sollte sich klar machen, dass hier dann doch eine extrem oberflächliche Darstellung dieses Volkes vorliegt. Ein paar Anspielungen auf Naturvölker der Erde – damit hat es sich. Das Wenige, was gezeigt wurde, lässt eher erahnen, dass auch dieses fiktive Volk nicht wirklich besser miteinender umgeht, wie wir es auch tun. Allein das Setting ein Naturvolk im Einklang mit der Natur zu sein, reicht da allemal nicht. Also besser nicht zuviel in eine Geschichte hineinlegen, die einfach Schönes und Aufregendes erzählen möchte.

Über Kritik berichtet auch die pro. Dazu hat Achti auf theo-blogie einen so guten Kommentar geschrieben, dass ich diesen nicht vorenthalten will.

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

3 Kommentare zu „Avatar – simpel und beeindruckend“

  1. Hallo Charly,
    wie Du schon schreibst, ist die Story ziemlich dünn! Wie so oft in der heutigen Zeit. Ein Grund mehr, sich der Realität zuzuwenden! Die besten Geschichten schreibt nun mal das Leben!
    Grüße
    Johannes

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  2. Ich finde es geht in dem Film auch mehr um die Optik, als um die Story! 😉
    Obwohl ich ihn durchaus als versteckte Kritik an der Kolonialpolitik unserer modernen westlichen Welt verstehe. Und eine Klage darüber wie die technisierte Welt sich der Natur entfremdet hat.
    Ich verlange von der „Traumfabrik“ eigentlich nicht mehr, als daß ich gut unterhalten werde – und das tut der Film sehr gut! 😉
    Wenn dann auch mal mehr bei einem Film rüberkommt, dann genieße ich es natürlich auch.

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  3. Mir scheint, dass uns ähnliche Geschichten, zumeist mit mehr Tiefgang, oft erzählt werden. Ich denke z.B. an den Fim: „Der sich einen….. äh…… mit dem Wolf tanzt“

    Ich stimme dir zu, dass das wirklich beeindruckende an Avatar die Bilder und das Spiel mit den Sehnsüchten der Zuschauer ist. Das ist wirklich gut gelungen.

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