Lob der Vernunftehe

 

Ich möchte einen Eheratgeber vorstellen, der aus der Reihe der üblichen Ratgeber herausragt.

„Lob der Vernunftehe“ von Arnold Retzer

Dieses Buch stammt nicht von einem ausgesprochen christlichen  Autor. Ich empfehle es, weil ich bisher noch kein anderes Buch gefunden habe, dass so klar mit diversen falschen Hoffungen und Erwartungen, die so oft an die Ehe gestellt werden, umgeht. Bemerkenswert finde ich, dass auch ein ganzes Kapitel der Vergebung gewidmet ist.  Insbesondere, weil ich immer wieder feststelle, dass selbst manche christlichen Berater / Therapeuten mit dem Konzept der Vergebung anscheinend nicht klar kommen.
Es wird sehr deutlich, dass der Autor aus langjähriger praktischer Beratungserfahrung schöpft.

Hier der Klappentext aus dem Buch:
Heiraten ist wieder en vogue, immer mehr Paare schließen den Bund fürs Leben. Doch die Hälfte dieser Ehen wird wieder geschieden. Wie nur kann eine Ehe dauerhaft gelingen?
Der renommierte Arzt, Psychologe und langjährige Paartherapeut Arnold Retzer ist überzeugt, dass wir die Ehe überfordern und gefährden, wenn wir uns dauerhafte Liebe, völlige Gleichberechtigung und aufregenden Sex bis ins hohe Alter von ihr erhoffen.
Denn eine Ehe gelingt dann, wenn wir sie nicht mit falschen Erwartungen befrachten.
In seinem Buch „Lob der Vernunftehe“ räumt Arnold Retzer in provokanten Thesen mit liebgewordenen Vorstellungen auf und liefert viele Fallbeispiele aus der Praxis. Nur wenn wir die Ehe von zu großen Erwartungen und Forderungen entlasten, hat sie nicht nur als  gesellschaftliches Modell Zukunft, sondern auch im Einzelfall Bestand.

Vernunftehe kontra Liebesehe?
Die Vermutung, der Leser würde in dem Buch nun dazu aufgefordert eine Ehre aus reiner Vernunft zu leben und die Liebe außen vor zu lassen, geht fehl. Vielmehr zeigt der Autor recht gekonnt auf, wie sich irrationale Vorstellungen und Hoffnungen über Ehe aus Liebe eingebürgert haben und welche Gefahr diese tatsächlich für eine Ehe bedeuten.
Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass solche Vorstellungen mehr und mehr vorhanden sind und nicht wenige Ehen aus diesen Gründen scheitern.

Daher kann ich die Lektüre jedem Empfehlen, der heiraten möchte, Verheiratet ist oder über Scheidung nachdenkt.

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

Ein Gedanke zu „Lob der Vernunftehe“

  1. Hallo,
    ich selbst bin auch vor Monaten auf diesen Autor aufmerksam geworden und war nicht unbeeindruckt von seinen Thesen! Vor allem, wenn ich diese auf mein eigenes, bisher 23 jähriges Eheleben beziehe. So scheint es mir, dass hier mal einer wirklich die Realität berücksichtigt und nicht den „möchtegern Faktor“.
    Erschreckend oder bezeichnend füllt hier mal wieder ein sogenannter Nichtchrist eine entscheidende Lücke!

    Grüße
    Josch61

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