Pimp my faith – wirklich?

Cartuning
© Beate Spreen / pixelio.de

Wer sagt’s denn? Radiohören bildet 🙂
Auf WDR5 bei „Tiemanns Wortgeflecht“ habe ich Heute lernen können, was „pimp my…“ bedeutet.

Herkunft
Zunächst haben wir es mal wieder mit einem Modebegriff zu tun, der sehr schnell Zugang in die Umgangssprache fand. Benutzt wird der Begriff als Synonym für aufmotzen, tunen, verbessern. Doch wo kommt er eigentlich her?
In Amerika (wo sonst?) hatte eine Sendung mit dem Titel: „Pimp my Car“ enormen Erfolg. Inhalt war oder ist, dass ein Gangsta-Rapper einfache Leute damit überraschte, dass er ihr Auto abholte und es ihnen aufgemotzt mit tiefergelegtem Fahrwerk, dicke Stereoanlage und Plüsch wieder zurückgab. Aufgrund des Erfolgs der Reihe folgten dann zig andere Formate wie „Pimp my house“, „Pimp my… was auch immer“. Nicht zuletzt finden sich bei Google sogar über 2100 Treffer zum Stichwort: „Pimp my Faith“.

Und was bedeutet es?
Fragt man nach der Bedeutung des Begriffs „Pimp my…“ erhält man die Aussage, es handle sich um ein verbessern oder aufmotzen von Irgendetwas.
Ein Blick in Wörterbuch aber zeigt uns:
pimp steht für: Kuppler, Lude, Zuhälter……

Erinnern wir uns: was hat der Gangsta-Rapper mit den Autos gemacht? Welches Genre bevorzugt tiefergelegte Autos mit dicker Stereoanlge und Plüsch……..?
„Pimp my…“ bedeutet also dass Etwas oder Jemand auf Zuhälterniveau gebracht werden soll!

Pimp my Faith
Aufgrund dieses Hintergrundwissens jetzt also die Frage ob wir wirklich Jugendgottesdienste, etc. mit dem Titel „Pimp my Faith“ anbieten sollten. Glauben auf Zuhälterniveau bringen? Kann das unser Ziel sein?

Also: „Pimp my Faith“ – na das wohl lieber dann doch nicht.

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

2 Kommentare zu „Pimp my faith – wirklich?“

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