echte Arbeitslosenzahlen

Normalerweise bekommen wir ja nur sehr geschönte Arbeistlosenzahlen präsentiert. Und was haben uns Politiker in den letzten Jahren in den schönsten Tönen vorgesungen, wie schön die Arbeitswelt durch ihre Politik geworden sei.

Was wir schon immer wussten oder hoffentlich wenigstens ahnten war, dass uns nur die halbe Wahrheit präsentiert wird.

Jetzt gibt es die Auswertung der IAB-Studie zu den echten Zahlen.

Zahlen nicht so rosig, wie immer angegeben
Die IAB meldet am 09.03.2009:

Acht von zehn beziehen Hartz IV bereits länger als ein Jahr

Bei der Einführung von Hartz IV im Januar 2005 waren gut 6 Millionen Personen auf die neue staatliche Hilfe angewiesen. Mehr als 3 Millionen von ihnen bekamen die Unterstützung durchgehend bis Dezember 2007. Lange Bezugsdauern und wiederholte Bedürftigkeit prägen Hartz IV, zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 78 Prozent der Hartz-IV-Empfänger im Dezember 2007 bezogen die staatliche Unterstützung bereits mindestens 12 Monate am Stück.

Insgesamt nahmen von 2005 bis 2007 fast 12 Millionen Personen mindestens einen Monat Hartz-IV-Leistungen in Anspruch. Das entspricht 18 Prozent der Bevölkerung bis 65 Jahre….

Im Februar 2009 gab es rund 6,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger. Der Höchststand lag bei knapp 7,5 Millionen im Mai 2006. Weniger als ein Drittel der Hartz-IV-Empfänger sind „arbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige“ (derzeit rund zwei Millionen). Hinzu kommen beispielsweise Kinder, die sogenannten Aufstocker, deren Lohn nicht zur Überwindung der Hilfebedürftigkeit ausreicht, die Alleinerziehenden, die wegen der Betreuung von Kindern unter drei Jahren nicht zur Arbeitsuche verpflichtet sind, oder die Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Ein-Euro-Jobs oder Weiterbildungen teilnehmen.

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Ein weiterführender Artikel auf diesem Blog findet sich hier

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

5 Kommentare zu „echte Arbeitslosenzahlen“

  1. Pingback: Panik « dikosss
  2. Viele müssen auch erst mal ihre Ersparnisse vom arbeitsreichen Leben verbrauchen um dann Hartz Käse beantragen zu können.
    Sind aber arbeitslos gemeldet.

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  3. Auf Tagesschau.de fand ich jetzt einen Artikel, der genauer aufgliedert, wer alles aus der offiziellen Statistik herausgerechnet wird:
    Zitat:
    „Monatliche Arbeitslosenzahlen
    Was die offizielle Statistik verbirgt

    Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos. Die genaue Zahl veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat. Doch nicht jeder Erwerbsfähige, der einen Job sucht, taucht in der Statistik auf. tagesschau.de erklärt in Fragen und Antworten, wer aus welchen Gründen fehlt.

    Ist die Arbeitslosenstatistik geschönt?
    Ja und Nein. Denn wer als arbeitslos gilt, ist eine Frage der Definition. Die offiziellen Kriterien sind in Deutschland per Gesetz festgelegt. Jede Änderung wirkt sich auf die Statistik aus. Immer wieder formulierte die Politik die Kriterien so um, dass die Arbeitslosenzahlen offiziell sanken. Eine Ausnahme markierte die Hartz-IV-Reform, weil die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger in die Statistik einbezogen wurden. Laut Bundesagentur für Arbeit erhöht dieser Hartz-IV-Effekt die Arbeitslosenzahl um etwa 380.000.

    Wer gilt als arbeitslos?
    Im Prinzip jeder, der keine Arbeit hat oder weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitet, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sucht und für einen Job sofort verfügbar ist. Eine weitere Voraussetzung ist die Meldung bei einer Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung. Detailvorschriften führen aber dazu, dass viele die weit gefassten Kriterien in der Praxis nicht erfüllen und in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.

    Wer fehlt in der Arbeitslosenstatistik?
    Wer sich nicht zur Arbeitssuche meldet, taucht in der Statistik nicht auf. Gleiches gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten könnten oder krankgeschrieben sind. In der Arbeitslosenstatistik fehlen aber vor allem jene, die an Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen. Das betrifft die Fort- und Weiterbildung genauso wie Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch wer einen Ein-Euro-Job hat, ist offiziell nicht arbeitslos. Eine Sonderregelung gilt für alle ab 58 Jahren. Wer in diesem Alter mindestens ein Jahr Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezogen, aber kein Job-Angebot bekommen hat, ist laut Statistik nicht arbeitslos. Seit 2009 erfasst die offizielle Arbeitslosenzahl auch diejenigen nicht mehr, mit deren Vermittlung private Anbieter beauftragt sind.

    Wie hoch sind die Arbeitslosenzahlen wirklich?
    Wie viele Jobs in Deutschland fehlen, lässt sich nur schätzen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) addiert zu diesem Zweck die registrierten Arbeitslosen und die so genannte Stille Reserve. Damit meinen die Forscher die Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsförderung sowie all jene, die arbeiten wollen, aber nicht in der Statistik auftauchen. Für 2009 bezifferte das IAB die Stille Reserve auf 1,02 Millionen.

    In eine ähnliche Richtung weist die Arbeitsmarktanalyse des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Er errechnete für 2009 eine verdeckte Arbeitslosigkeit von 1,56 Millionen Menschen. Darin enthalten sind jene, die an Fortbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen teilnehmen. Die Zahl umfasst auch Frührentner bis 65 Jahre sowie Empfänger von Arbeitslosengeld I und II, die lediglich aus Altersgründen oder wegen Krankheit nicht offiziell arbeitslos sind.

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht neben der Arbeitslosenzahl weitere Werte, um die Lücke fehlender Jobs zu verdeutlichen. Die sogenannte Unterbeschäftigung übersteigt die offizielle Arbeitslosenzahl um etwa eine Million. Sie berücksichtigt auch Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik sowie jene, die aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend berufsunfähig sind. BA-Chef Frank-Jürgen Weise hält allerdings die Zahl der Arbeitssuchenden für den entscheidenden Wert. Er übertrifft die Unterbeschäftigung um weitere rund 1,5 Millionen. Mitte 2009 galten demnach fast sechs Millionen Menschen in Deutschland als arbeitssuchend. Diese Zahl umfasst auch alle, die sich zwar um einen neuen Job bemühen, aber noch nicht arbeitslos sind. Das sind zum Beispiel Beschäftigte, die nach einer Kündigung noch die letzten Tage oder Wochen arbeiten.

    Ist jeder arbeitslos, der Arbeitslosengeld I oder II bekommt?
    Nein. Nach Angaben der Bundesregierung werden nur etwa drei Viertel der Bezieher von Arbeitslosengeld I als arbeitslos geführt. Beim Arbeitslosengeld II, bekannt als Hartz IV, tauchte 2007 sogar nur knapp die Hälfte der Empfänger in der Arbeitslosenstatistik auf. Der Rest stand dem Arbeitsmarkt aus verschiedenen Gründen formal nicht zur Verfügung oder nahm an einer Fördermaßnahme teil. Eine weitere Gruppe sind Aufstocker. Sie arbeiten zwar mindestens 15 Stunden in der Woche und gelten deshalb nicht als arbeitslos. Weil ihr Einkommen für den Lebensunterhalt aber nicht reicht, bekommen sie zusätzlich Arbeitslosengeld II.

    Was sind saisonbereinigte Zahlen?
    Im Verlauf eines Jahres gibt es ein typisches Auf und Ab der Arbeitslosigkeit. In der Regel steigt die Quote im Winter und fällt in den Sommermonaten. Dafür verantwortlich sind Branchen wie die Bauwirtschaft. Aber auch regelmäßige Termine wie Schulferien beeinflussen die Arbeitslosigkeit. Für diese saisontypischen Schwankungen berechnen die Statistiker Durchschnittswerte. Dieser von Monat zu Monat unterschiedlich ausgeprägte Effekt wird von den Arbeitslosenzahlen abgezogen. Das Ergebnis sind saisonbereinigte Zahlen. Diese eignen sich besser, um den wirklichen Trend auf dem Arbeitsmarkt zu erkennen, der hauptsächlich auf der konjunkturellen Entwicklung basiert. ……

    Sind aktuelle Arbeitslosenzahlen mit früheren vergleichbar?
    Nicht ohne Weiteres. Trends lassen sich durchaus erkennen. Weil aber die Berechnungsregeln für die Statistiken immer wieder geändert wurden, sind aktuelle Zahlen nicht direkt mit früheren vergleichbar.

    Weiß man, wie viel offene Stellen es gibt?
    Nein.“
    Stand: 25.01.2010
    Zitat Ende

    Zu der Frage der Anzahl offener Stellen hier noch ein Hintergrund aus derselben Quelle
    Zitat:

    „Wie viele offene Stellen gibt es?

    Herauszufinden, wie viele Stellen in Deutschland nicht besetzt sind, ist kein leichtes Unterfangen. Denn kein Arbeitgeber ist gezwungen, seine freien Jobs bei der Bundesagentur für Arbeit zu melden. Wenn diese also in ihren Monatsberichten von offenen Stellen spricht, spiegelt das nicht die ganze Wirklichkeit wider.

    Ein Großteil der Stellen wird allerdings der Arbeitsagentur als frei gemeldet. Diese gemeldeten offenen Stellen ergeben die wichtigste Statistik bei den zu vergebenden Jobs. Die Arbeitsagentur unterscheidet dabei vor allem zwischen geförderten und ungeförderten Stellen.

    Wichtigste Statistik: Die „ungeförderten Stellen“
    Die ungeförderten Stellen dokumentieren die tatsächliche Nachfrage am besten, denn vor allem sie bilden die Nachfrage auf dem „ersten Arbeitsmarkt“ ab. Diese „normalen“ Stellen sind sozialversicherungspflichtige Stellenangebote. Zu ihnen gehören zum Beispiel keine Altersteilzeitstellen und keine Saisonarbeit-Jobs. Im März 2008 waren demnach laut der BA-Statistik 400.000 Stellen nicht besetzt.

    Daneben gibt es noch die offenen Stellen, die von der Arbeitsagentur gefördert werden: Das waren rund 190.000. Zu diesen zählen etwa Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen, vor allem aber die Arbeitsgelegenheiten – auch Ein-Euro-Jobs genannt. Knapp 90 Prozent der geförderten Stellen waren solche Arbeitsgelegenheiten.

    Arbeitsagentur kennt auch nicht gemeldete Stellen
    Insgesamt waren also der BA 590.000 Stellen gemeldet. Bekannt sind ihr allerdings noch mehr. Denn die Arbeitsagentur zählt unter anderem auch offene Stellen aus ihrer eigenen sowie privaten Jobbörsen im Internet und schickt zudem „Job-Roboter“ durch das Netz. Auf diese Weise kommen noch einmal mehrere hunderttausend offene Arbeitsplätze dazu. Derzeit weiß die BA damit von knapp 1,1 Millionen Jobs, die zu haben sind.

    Die wirklichen Verhältnisse trifft das immer noch nicht. Vierteljährlich befragt daher die BA eine Reihe von Betrieben und rechnet hoch. Dabei kommen immer noch zahlreiche Stellen hinzu. Für 2008 liegen noch keine Ergebnisse vor. Nach den letzten Untersuchungen im Herbst 2007 lag das so genannte gesamtwirtschaftliche Stellenangebot damals bei etwas über 1,2 Millionen offenen Stellen.

    Auf den Trend kommt es an
    Wie so oft bei der Statistik ist allerdings der Trend wichtiger als die absoluten Zahlen. Die Bundesagentur ermittelt dazu einen so genannten Stellenindex. Dieser Index legte auch Anfang dieses Jahres weiter zu, allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Monaten. Herauslesen lässt sich aus den einzelnen Werten auch, dass vor allem gut und hoch qualifizierte Mitarbeiter gesucht werden.
    Stand: 30.04.2008″
    Zitat Ende

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