Was die Welt nicht braucht…

Nein Danke
© Kigoo Images / pixelio.de

… und Christen sich verkneifen sollten. I
Während einer Fraktionsvorsitzendenbesprechung des Kölner Stadtrats zur Situation nach dem Einsturz des Historischen Archiv am Freitag 6. März gesellte sich eine Frau mittleren Alters zu den Leuten im Raum, die Niemand kannte. Sie verstand sich selbst als Missionarin und sei von Gott geschickt eine Botschaft zu bringen. Das Unglück sei eine Warnung Gottes und wäre auf die Sünde in der Stadt zurückzuführen. Trotz Aufforderung den Raum zu verlassen bestand sie darauf einen Bibeltext vorzulesen. Schließlich wurde sie aus dem Raum herausgeführt.
So berichtet der FDP-Fraktionsvorsitzende Ralph Sterck auf seinem Blog.

Diese Missionarin wurde als geistig verwirrte Frau wahrgenommen. Ihre Botschaft war nun auch gerade nicht sehr originell. Sünde sei in der Stadt – da fragt man sich in welcher Stadt denn nicht? Eins ist sicher: die vermeintlich göttliche Botschaft dieser Missionarin ist nicht angekommen. Durch ihr Verhalten hat sie eher zu dem vorurteilshaften Bild über Christen beigetragen. Letztlich machen sich die Mitglieder der Sitzung lediglich Gedanken über ihre Sicherheit im Sitzungszimmer des Oberbürgermeisters.

Manch seltsames Verhalten
Mir ist über die Jahre so manches seltsame Verhalten von Christen untergekommen, das angeblich auf Gottes Geheiß basieren soll. Nicht weniges davon hat eine durchaus abstoßende Wirkung auf die Menschen in der Welt. Sei es die Gruppe Christen in einem Lokal, die ungefragt eine Gitarre auspackt und Lobpreislieder singt und die Leute anpredigt, seien es pöbelnd predigende Christen auf der Strasse die die Passanten mit beleidigenden Phrasen bedenken, statt ihnen die wirkliche Botschaft des Evangeliums zu bringen, und vieles mehr.

Auch in Köln fielen Mitglieder einer bestimmten Gemeinde (die sich Heute deutlich zum Positiven verändert hat) dadurch auf, dass sie z.B. in der Klinik recht aggressiv darum warben, für die Patienten beten zu wollen. In Krefeld ist mir ein Fall bekannt, wo ein Christ Hausverbot bekam, der auf der geschlossenen Station der Psychiatrie Patienten damit meinte zu missionieren, indem er ihnen sagte sie bräuchten Gebet und keine Medikamente. Manche Christen erwiesen sich als Arbeitskollegen, die den Betriebsfrieden durch ihre Sündenpredigten im Betrieb nachhaltig störten.

Hirn einschalten
Bei allem ehrlichen Eifer für Gott und das Evangelium möchte ich so manch einem Christen empfehlen zunächst den von Gott gegebenen Verstand einzuschalten, bevor er sich auf ein solch seltsames Missionsabenteuer begibt. Das würde dem Verhältnis zwischen Christen und Welt als auch der glaubhaften Verkündigung des Evangeliums gut tun.

… to be continued

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

3 Kommentare zu „Was die Welt nicht braucht…“

  1. @ Charlie: Du schriebst:
    „Diese Missionarin wurde als geistlich verwirrte Frau wahrgenommen“

    Auch wenn Du Dich gerne in „geistlichen Kreisen“ aufhältst. Du meintest sicher eine „geistig verwirrte“ Frau.

    Wobei sich mir die Unterschiede so gar nicht erschließen wollen.

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