„Ach? Ihr habt einen Hauskreis?“

„Ach? Ihr habt einen Hauskreis?“
das ist oftmals eine Reaktion, wenn man erzählt, das man Mitglied einer Hauskirche ist. Anscheinend ist der Begriff „Hauskirche“ noch nicht mit der Vorstellung einer vollwertigen Gemeinde verbunden.

Was aber ist der Unterschied zwischen Hauskreis und Hauskirche bzw. Hausgemeinde?

Hauskreise sind entweder an eine der üblichen Ortsgemeinden angegliedert und stellen einen Weg der Gemeinschaftspflege innerhalb dieser Gemeinden dar. Manchmal sind diese Hauskreise auch mit bestimmten Zielen verbunden, so wie zB Jüngerschaft oder speziellen missionarischen Aktivitäten. Manchmal sind sie auch eine Art Selbsthilfegruppe für Menschen mit ähnlichen Schicksalen.

Dann gibt es auch die große Anzahl der Hauskreise, die sich Übergemeindlich treffen – in denen Christen aus verschiedenen Gemeinden zusammenkommen, um über Konfessionsgrenzen hinweg Gemeinschaft zu pflegen und bestimmten Bedürfnissen des geistlichen Lebens gemeinsam Raum zu geben. Auch wenn sich dort auch immer wieder Christen einfinden, die keiner Gemeinde angehören, so sind die meisten Besucher solcher Hauskreise auch Mitglieder in einer üblichen Gemeinde. Und diese Hauskreise verstehen sich nicht als eigenständige Gemeinde.

Hauskirchen hingegen sind Gemeinden. Das bedeutet, dass die Mitglieder solcher Hauskirchen / -gemeinden sich als Gemeinde verstehen und miteinander eine gewisse Verbindlichkeit eingegangen sind. Das wesentliche Gemeindeleben findet also in diesen Haustreffen statt und nicht in einem sonst üblichen Kirchengebäude.
Das was oft befremdet ist auch, das sich bereits eine relativ kleine Gruppe als Gemeinde versteht. Denkt man allerdings genauer darüber nach, so ist so manche freikirchliche Gemeinde, die sich in speziell angemieteten Räumen trifft, auch nicht wesentlich größer. Gemeinden mit ca. 30 – 50 Mitgliedern sind im freikirchlichen Bereich eher die Regel als eine Ausnahme. Und oft genug haben diese Gemeinden dann heftig mit der Finanzierung der speziell angemieteten Räume zu kämpfen.
Ob da Hauskirche / -gemeinde nicht doch echten Sinn macht?

Charly

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Autor: Charly

Wer bin ich? Kurz gefasst ein Mann, ’60er Baujahr, verheiratet in zweiter Ehe ohne Kinder. Seit 1978 bin ich bekennender Christ, nachdem ich ein Gotteserlebnis hatte. Bei den vielen Schubladen, die sich jetzt anbieten erschaffe ich eine neue und benenne mich als „leidenschaftlicher Christ“ oder „leidenschaftlicher Nachfolger Jesu“.

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